Dankeschön-Fest

mit «Wilhelm Toll» ›

Es war toll mit «Wilhelm Toll» beim Dankeschön-Fest

Am Samstagabend, 20. Januar, feierten wir unser traditionelles Dankeschönfest für freiwillig Mitarbeitende unserer Pfarrei. Wir dürfen uns glücklich schätzen und sind dankbar, dass wir in unserer Pfarrei so viele freiwillig Engagierte haben, sei es in Vereinen und Gruppierungen oder als Einzelmenschen. Einmal mehr durfte uns klar geworden sein, dass eine Pfarrei nicht einfach aus sich selber besteht, sie lebt nicht einfach durch die Tatsache, dass sie rechtlich besteht. Sie lebt nur durch ihre Glieder, die sich für die Pfarrei interessieren und sich für sie einsetzen.

Gut 80 freiwillig Engagierte folgten unserer Einladung. Das Fest begann mit einem feierlichen Gottesdienst um 18.15 Uhr, der unter dem Motto Miteinander und füreinander gefeiert und gesanglich von unserem St. Martin Kirchenchor wunderbar umrahmt wurde.

Im Anschluss an den Gottesdienst wurde weitergefeiert im Pfarreizentrum. Der besondere Leckerbissen nebst dem feinen Essen und vielfältigen Dessertbuffet war die musikalisch-gesangliche Umrahmung durch die drei Herren von der Swiss Mountain Rock’n’Roll Band «Wilhelm Toll». Gekonnt und mit viel Herzblut boten sie eine tolle Show mit vielfältigem musikalischem Repertoire – vom fetzigen Zigeunerswing über Country-Hits und Blues-Klassiker bis zum Schweizer Ländler. Entsprechend war auch ihr musikalisches Zubehör vielfältig: Mandoline, Bluesharp, Akkordeon, Gartenschlauch-Alphorn, Löffelschlagzeug, Gitarre und Radio-Bass. Es war wirklich toll mit «Wilhelm Toll» beim Dankeschön-Fest.

Herzlichen Dank der Gruppe Gemeinschaft und dem Pfarreiteam für die Organisation und die Durchführung des Anlasses. Und damit uns dieser toller Abend noch lange in Erinnerung bleibt, dafür danken wir Kurt Geisseler für die fotografische Dokumentation des Dankeschön-Festes. Im unten stehenden Fotoalbum finden Sie viele schönen Fotoeindrücke vom Fest.

Samuel Behloul

Fotoalbum

«Wir sind in der Lage, das Negative zu überwinden.»

Gespräch mit Dr. Andreas Krafft

Dr. Andreas Krafft ist seit mehr als 20 Jahren Dozent an der Universität St. Gallen (HSG) sowie Management-Trainer und -Berater mit Schwerpunkt in der Arbeits-, Organisations- und Gesundheitspsychologie. Als Associate Researcher am Institut für Systemisches Management und Public Governance (HSG), Co-Präsident von swissfuture (der Schweizerischen Vereinigung für Zukunftsforschung) sowie Vorstand der Swiss Positive Psychology Association leitet er das internationale Forschungsnetzwerk des Hoffnungsbarometers. Bild: GEWA

«Wir sind in der Lage, das Negative zu überwinden.»

Dr. Andreas Krafft ist Verfasser des «Hoffnungsbarometer 2024» der Universität St. Gallen. Im Gespräch mit Dani Schranz erklärt er, was es braucht, um zuversichtlich in die Zukunft zu schauen. Und welche Rolle er der Kirche beimisst.

Herr Krafft, in der Einleitung zum aktuellen Hoffnungsbarometer schreiben Sie, dass der mangelnde Glaube an eine bessere gesellschaftliche Zukunft insbesondere bei jungen Menschen zunehmend Hilflosigkeit, Perspektivenlosigkeit und Gleichgültigkeit auslöse. Besonders sichtbar wird dies in der Beurteilung der Lebensqualität in 20 Jahren. In den letzten 4 Jahren sind die langfristigen Erwartungen markant negativer geworden. Mehr als zwei Drittel der Befragten erwarten eine Verschlechterung der Lebensqualität. Worauf ist diese Zunahme zurückzuführen?

Dr. Andreas Krafft: Die aktuellen Ereignisse und Phänomene, die weltweit stattfinden, konfrontieren die Menschen von neuem mit negativen Situationen und zeigen, dass sich die Welt anscheinend aufgrund von Katastrophen und Kriegen in einer negativen Entwicklung befindet. Die Medien berichten darüber, die sozialen Medien sind wahrscheinlich voll davon. Ich sage «wahrscheinlich», weil ich selbst in den sozialen Medien nicht so aktiv bin, aber jugendliche Menschen sind es. All diese Ereignisse, die weltweit stattfinden und welche die Schweiz direkt oder indirekt mitbetreffen – die Inflation, die Teuerung, die Krankenkassenprämienerhöhungen, die Migration – führen dazu, dass sich die Menschen momentan keine bessere Zukunft vorstellen können.

Diese negative Sichtweise ist bei Jugendlichen besonders ausgeprägt. Ist dies auf die kleinere Lebenserfahrung zurückzuführen?

Das ist ein Punkt. Jugendliche haben noch nicht die Erfahrung gemacht, dass man Krisen bewältigen kann. Oder dass Situationen, die heute negativ sind, nicht unbedingt zwanzig Jahre lang dauern müssen. Bei Jugendlichen geht es auch um das Formen der persönlichen Identität und der Persönlichkeit. Viele stehen vor Fragen zur Familiengründung, zum Job oder zur Lebensgestaltung im Allgemeinen. Viele Entscheidungen stehen an, die angesichts der aktuellen Situation eher für Verunsicherung sorgen. Ich sehe das bei meinen eigenen Kindern. Ich habe meinem Sohn geraten, zur Horizonterweiterung ein Semester im Ausland zu studieren. Meine Frau und ich kommen aus Argentinien, aber unsere Kinder wurden in der Schweiz geboren und sind hier aufgewachsen. Sie haben also schon einen weiten Horizont, weil sie mit Südamerika im Kontakt sind. Aber sie könnten neue Erfahrung machen, wenn sie ins Ausland gingen und dort eine Weile leben würden.

Sie schreiben in der Studie, dass im gesellschaftlichen Leben neue positive Narrative wünschenswerte Zukunftsbilder erzeugt werden sollten, damit sich Menschen verstärkt für die gemeinsamen Ziele einsetzen. Wie könnten solche Narrative konkret aussehen?

Da geht es wirklich um die Frage, welche Wünsche wir allgemein für die Zukunft haben. Wie sehen wir die Welt in 20, 30 Jahren? Wohlwissend, dass wir heute viele Herausforderungen haben – sei es Umwelt, sei es Politik, sei es Wirtschaft. Es geht darum, dass wir uns Gedanken machen, wie beispielsweise die Schweiz, in der wir gerne leben möchten, in Zukunft aussehen kann. Das sind Überlegungen, die wir an den Schulen oder Universitäten sehr konkret durchführen, damit sich die Studierenden überhaupt etwas Besseres vorstellen können. Denn erst, wenn man sich etwas Besseres vorstellen kann, ist man bereit, sich dafür zu engagieren. So entsteht eine Sehnsucht, als Individuum selber etwas beizutragen. Psychologisch, gesellschaftlich und sozial gesehen ist es ganz zentral und relevant, dass man nicht nur die negativen Entwicklungen sieht, sondern Hoffnung schöpft, indem man wieder positive Bilder hat, die man nicht als selbstverständlich oder als wahrscheinlich erachtet. Dank dieser Vorstellung wissen wir, wofür es sich lohnt, zu kämpfen oder sich gemeinsam zu engagieren.

Was hören Sie von den Studierenden, wenn Sie sie einladen, diese positiven Narrative zu entwickeln?

Ich habe mich in meinem Buch «Unsere Hoffnung, unsere Zukunft» sehr intensiv damit beschäftigt. Es gibt ein eigenes Kapitel zu den Narrativen der Studierenden. Da geht es weniger um eine wettbewerbsorientierte, leistungsorientierte, sich stets beschleunigende Welt, sondern um eine Welt, in der man viel mehr Rücksicht aufeinander nimmt, in der die sozialen Beziehungen und die gemeinsamen Werte eine viel grössere Rolle spielen. Bei meinen Studierenden sehe ich, dass sie zwar auch erfolgreich sein wollen und dass Leistung wichtig ist, aber Erfolg und Leistung müssen auf Werten basieren, die sowohl die Umwelt als auch das Miteinander der Menschen in unserer Gesellschaft berücksichtigen.

Jugendliche scheinen jedoch an der Verwirklichung der eigenen Narrativen zu zweifeln, sonst wären sie hoffnungsvoller.

Das ist das Thema. Einige machen sich gar keine solchen Gedanken, weil sie in den negativen Narrativen stecken, oder sie ziehen sich zurück im Sinne von «das Ganze geht mich nichts an, ich versuche, mich selbst zu optimieren». Wenn man sich sorgt, dass sich das Negative verwirklicht, dann glaubt man weniger an das Positive und bleibt in den negativen Gedanken hängen.

Das hat mich beim Lesen der Studie überrascht: das Auseinanderklaffen der Selbsteinschätzung und der Einschätzung des Ganzen. Drei Viertel der Befragten schätzen sich selbst als gut, liebenswürdig und anständig ein. Gleichzeitig glauben rund 60 % der Personen nicht an Gerechtigkeit in der Welt. Wie lässt sich diese Diskrepanz erklären?

Das ist unter anderem ein psychologisches Phänomen. Es zeigt, dass man sich selbst positiver betrachtet und positiver einschätzt als die anderen, was den Selbstwert oder das eigene Selbstvertrauen betrifft. Man glaubt auch, dass man es selbst im Leben besser haben wird als der Durchschnitt der Gesellschaft. Das nennt sich Optimismus-Bias oder unrealistischer Optimismus. Das ist in der Wissenschaft bekannt. Wenn das Vertrauen zu anderen Menschen und zu der Welt, die uns eher fremd sind, schwindet, konzentriert man sich eher auf das, was man kennt. Man kennt sich selbst und das eigene soziale Umfeld viel besser als andere.

Im letztjährigen Hoffnungsbarometer schreiben Sie: «Jeder Mensch, der auf eine gute Zukunft hofft, hofft auf etwas, was ihm sinn- und wertvoll erscheint. Erst durch das Erleben eines Lebenssinns kann der Menschen auch in schwierigen Zeiten hoffnungsvoll bleiben.» Der Arzt und Psychologe Viktor Frankl hat nach seinen Erlebnissen in Auschwitz die Fragestellung nach dem Sinn des Lebens umgedreht und geschrieben, dass es nicht so darauf ankomme, was wir vom Leben zu erwarten hätten, sondern darauf, was das Leben von uns erwarte. Er nimmt den Menschen also in die Selbstverantwortung. Kann mehr Selbstverantwortung zu mehr Lebenssinn und – in der Folge – zu mehr Hoffnung führen?

Selbstverantwortung auf jeden Fall. Aber nicht nur Selbstverantwortung für mich, sondern die Verantwortung, die ich für andere Menschen, die Welt oder die Umwelt habe. Das ist jetzt sehr spannend. Die Frage ist: Ist Lebenssinn etwas, was wir erfinden und worauf wir uns fokussieren im Sinne von «Ich suche meinen Sinn im Leben»? Das ist ja das Geläufige, was wir kennen. Frankl sagt ja, dass der Sinn nicht etwas ist, was wir selbst entwickeln, wie es Albert Camus sagen würde, sondern dass der Sinn uns gegeben wird. Da kommt eine geistig-spirituelle Dimension ins Spiel. Frankl sagt, dass wir den Sinn nicht erfinden, sondern entdecken. Wir werden in Situationen gestellt, in denen wir –auch wenn sie uns nicht gefallen – doch einen Sinn entdecken können. Der Sinn wird also der Situation entsprechend vermittelt, und nicht, weil wir ihn selbst erfinden. Wichtig wäre, dass Menschen in den konkreten Situationen, die sich heute ergeben – seien es gesellschaftliche oder persönliche Krisen – nicht nur das Negative sehen, sondern einen Sinn finden, den sie benutzen können, um etwas Gutes daraus zu machen. Wir können aus einer schwierigen Situation eine noch schwierigere machen, oder wir können etwas Besseres machen. Das ist letztendlich die Voraussetzung, damit man einen Sinn findet, sich zu engagieren und etwas Besseres zu erzielen. Die Voraussetzung dafür ist die Hoffnung, dass wir etwas bewegen können – und sei es nur im Kleinen.

Sie fragen in Ihrer Studie nach den Quellen der Hoffnung. Da werden an erster Stelle «schöne Erlebnisse in der freien Natur», «die Unterstützung von Familie und Freunden» oder «Gutes tun für einen sinnvollen Zweck» genannt. So naheliegend und einleuchtend die Antworten sind: Scheinbar fehlt es diesen Quellen an Nährstoff, um hoffnungsvoll in die Zukunft blicken zu können. Welche Nährstoffe fehlen, Ihrer Meinung nach?

Es ist das Sich-eins-Fühlen mit einem grösseren Ganzen, das Sich-eins-Fühlen in einer Gesellschaft. Das muss nicht gleich von einer geistig-spirituelle Dimension sein. Es geht darum, zu erkennen, dass man selbst Teil einer Gemeinschaft, einer Gesellschaft, der ganzen Welt ist. Wir haben die Möglichkeit, etwas zu dieser Gemeinschaft beizutragen, damit die Gemeinschaft florieren kann und sich die Gemeinschaft weiter positiv entwickeln kann. Das erlebt man tatsächlich im Alltag, beispielsweise in der Natur, in der man sich in etwas Grösserem eingebettet fühlt, oder im sozialen Umfeld von Familie und Freunden. Nur, wenn diese Momente im Alltag im Gegensatz zu den negativen Nachrichten oder zu den persönlichen Ärgernissen in Studium oder Beruf zu wenig ausgeprägt sind, fühlt man sich von den negativen Erlebnissen überrollt. Das führt dann zu diesem Gefühl der Ohnmacht oder der Perspektivenlosigkeit.

Quellen der Hoffnung, die in einem Zusammenhang mit dem persönlichen Glauben stehen, werden am Schluss der Liste unter «ferner liefen» genannt. Die Kirchen kämpfen gegen Bedeutungsverlust. Lässt sich dieser Bedeutungsverlust bzw. die zunehmende Säkularisierung der Gesellschaft mit dem Verlust auf Hoffnung in eine Korrelation stellen, oder ist diese Annahme zu stark verkürzt?

Ja und nein. Auf der einen Seite gibt es Kompensationsmöglichkeiten. Viele Menschen suchen Hoffnung im familiären oder im sozialen Umfeld, auch in der Gesellschaft. In der Schweiz, in einer sehr individualistischen Gesellschaft, setzt man die Hoffnung auf die eigenen Stärken und Fähigkeiten. Auf der anderen Seite ist erwiesen, dass Menschen, die einen religiösen, spirituellen Glauben haben – insbesondere jene, die an einen gütigen, barmherzigen und allmächtigen Gott glauben –, dadurch mehr Hoffnung verspüren, und dass der religiöse Glaube diesen Menschen viel Kraft gibt, in schwierigen Zeiten weiter hoffen zu können. Sie sind sozialer orientiert, hilfsbereiter und offener gegenüber anderen Menschen. Wir sehen, dass besonders Menschen, die eine Krankheit erleben oder sich in einer persönlichen Krise befinden, auf eine spirituelle Grundlage zurückgreifen, um wieder Hoffnung zu schöpfen. In diesem Zusammenhang merke ich, dass viele Menschen diesen religiösen, spirituellen Glauben nicht mehr erleben. Sie finden aber wiederum gewisse «Surrogate», also Kompensationselemente, wie zum Beispiel der Glaube an das Glück. Wenn ich frage: «Glauben Sie, dass Sie eher Glück oder Pech im Leben haben?», dann sagen die meisten Menschen, dass sie eher glauben, Glück zu haben. Das hängt wiederum mit dem Phänomen zusammen, dass man sich selbst als optimistischer oder besser im Leben wahrnimmt als der Durchschnitt der Bevölkerung. Und wenn ich dann frage: «Und von wo kommt denn dieses Glück? Was führt dazu, dass man von sich denkt, im Leben Glück gehabt zu haben?» Dann muss man auf eine metaphysische Ebene kommen und sich die Frage stellen, ob es nicht doch irgendwo eine höhere Macht gibt, die es gut mit einem meint. Das ist das Thema Glück. Daneben gibt es die positiven Erfahrungen in der Natur. Auch da fühlen wir ein grösseres Ganzes. Das lässt uns die Rückschlüsse ziehen, dass es etwas geben könnte, was uns Kraft und Energie gibt, gerade in schwierigen Zeiten dranzubleiben und nicht aufzugeben.

Inwiefern könnte die Kirche dazu beitragen, dass junge Menschen gestärkt werden, sich der eigenen Handlungsfähigkeit bewusstwerden und sich mehr zutrauen?

Es gibt mehrere Aspekte. Es ist spannend zu sehen, dass das, was sich junge Menschen wünschen – Geborgenheit, Familie, Sicherheit – alles Themen sind, die im christlichen Glauben im Vordergrund stehen: die gesellschaftliche Geborgenheit, das Miteinander, die soziale Ausrichtung, im Vergleich zur Selbstbezogenheit. Das ist das eine. Das andere ist, dass der christliche Glaube vermittelt, dass es einen liebevollen, allmächtigen Gott gibt, der uns die Grundlage bietet, unser Leben positiv zu gestalten und daraus viel Kraft und Liebe zu schöpfen. Nicht nur für uns selber, sondern auch, damit wir unsere Gesellschaft positiv gestalten können. Wenn die Kirchen wieder diesen Halt geben und vermitteln, dass es letztendlich eben doch eine Instanz gibt, die uns hilft, unsere Krisen und unsere schwierigen Situationen zu überwinden, dann denke ich, dass dies bei vielen Jugendlichen auch eine entsprechende Resonanz erzeugen kann. Das sieht man insbesondere in Freikirchen, wo viele Jugendliche Halt suchen und dort eine Heimat finden. Wenn man hingegen hört, dass Missbräuche stattfinden, dann entsteht natürlich eher mehr das Negative als das Positive, welches man natürlich auch erleben würde, wenn man dabei wäre. Das Positive kommt dann nicht mehr so zum Ausdruck.

Wie hoffnungsvoll blicken Sie selbst in die Zukunft?

Meiner Familie und mir geht es Gott sei Dank gut. Das gibt mir bereits eine sehr gute Grundlage. Ich bin auch ein gläubiger Mensch und insofern sehr verbunden mit der Spiritualität und der Religiosität. Wir sehen in der Geschichte der Menschheit, der Religionen und in den Erfahrungen vieler Menschen, dass wir in der Lage sind, das Negative zu überwinden. Die Geschichte der letzten 500, 600 Jahre zeigt, dass wir in jedem Jahrhundert die grossen Krisen meistern konnten. Sei es die Krise durch die Reformation und die Gegenreformation, sei es die Französische Revolution, seien es die Revolutionen im kommunistischen, sozialistischen Umfeld, seien es Unabhängigkeitserklärungen. Alle grossen Umbrüche konnten gemeistert werden. Und es zeigt sich, dass wir dank Menschen, die sich individuell für die Gerechtigkeit, die Menschenrechte oder beispielsweise gegen die Sklaverei, das Apartheitssystem in Südafrika oder den Bürgerkrieg in Kolumbien einsetzen, diese Themen überwinden konnten. Dass wenige, gar einzelne Menschen es geschafft haben, eine grosse Menge anderer Menschen mitzuziehen: Martin Luther King, Nelson Mandela, Mutter Theresa, Mahatma Ghandi oder Jesus Christus. Sie zeigen, dass wenige Menschen einen Unterschied machen können, wenn sie viele andere mitziehen.

Ein Schlusswort, das Hoffnung macht.

Wenn man von der Kirche spricht, stellt sich die Frage: Glauben wir eher an die Apokalypse oder an das Reich Gottes? Wahrscheinlich wird beides stattfinden, aber nicht die Apokalypse, sondern das Reich Gottes ist das Schlusswort.


21. Januar 2024 | Dani Schranz ›


Schneetag in Engelberg

Sonntag, 19. Januar 2025

Schneetag in Engelberg

Sonntag, 19. Januar 2025

Ein perfekter Tag im Schnee, mit Skifahren, Boarden oder Schlitteln.

Wir fahren gemeinsam mit dem Car nach Engelberg. Dort verbringen wir einen ganzen Tag im Schnee (kein Ski-Kurs). Inklusive Mittagessen und Tageskarte.

Das ist inbegriffen

  • Busfahrt nach Engelberg und zurück
  • Tageskarte
  • Schlittenmiete
  • Spaghetti-Plausch

Programm

  • 7.00 Uhr: Abfahrt ab Aarau, Feerstrasse 4, auf Höhe der Katholischen Kirche, Lageplan ›
  • 7.15 Uhr: Abfahrt ab Schöftland bei der Katholischen Kirche, Lageplan ›
  • 8.45 Uhr: Ankunft in Engelberg
  • 8.45–12.00 Uhr: Skifahren, Snowboarden, Schlitteln oder Funpark
  • 12.00–13.00 Uhr: Spaghetti-Plausch
  • 13.00–16.15 Uhr: Skifahren, Snowboarden, Schlitteln oder Funpark
  • 16.30 Uhr: Abfahrt ab Engelberg
  • ca. 18.00 Uhr: Ankunft in Schöftland
  • ca. 18.15 Uhr: Ankunft in Aarau

Teilnehmer Jugendliche der 6. bis 9. Klasse und junge Erwachsene

Leitung Frank Krause, Beatrice Defaveri und Yvonne Zwyssig

Ort Engelberg

Kosten CHF 50.–, der Rest wird aus dem Jugendfonds bezahlt

Anmeldung bis Mittwoch, 15. Januar 2025

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Wenn der Glaube an das Gute schwindet

Erkenntnisse aus dem «Hoffnungsbarometer 2024»

Was können wir als Glaubensgemeinschaft beitragen, um in der Generation der jungen Erwachsenen wieder Zuversicht zu verbreiten?

Wenn der Glaube an das Gute schwindet

Nur 10 Prozent der 18- bis 29-Jährigen glauben an eine bessere Zukunft. Dies geht aus dem «Hoffnungsbarometer 2024» der Universität St. Gallen und der Schweizerischen Vereinigung für Zukunftsforschung «swissfuture» hervor, welches am 3. Januar veröffentlicht wurde.

Die Hoffnung auf eine positive Zukunft schwindet. Laut Dr. Andreas Krafft, Studienautor und Zukunftsforscher an der Universität St. Gallen und Co-Präsident von «swissfuture», sei die Hoffnung im Vergleich zu den letzten Jahren zwar insgesamt konstant geblieben, nicht aber bei der jüngeren Generation. Der Glaube an das Gute in der Welt, an Gerechtigkeit und an Glück sei in den letzten fünf Jahren insbesondere bei Menschen zwischen 18 und 29 Jahren sichtlich zurückgegangen. Auf die Frage, wie sich die Lebensqualität in der Schweiz in den nächsten 20 Jahren verändern werde, antworteten rund 68 Prozent der Befragten mit «schlechter als heute». Vor einem Jahr waren es noch 61 Prozent. «Hoffnung», schreibt Krafft in der letztjährigen Studie, «ist eine grundlegende menschliche Fähigkeit, die vor allem in Krisenzeiten von existenzieller Bedeutung ist. Angst und Hoffnung sind nahezu die beiden Seiten einer Medaille. Während die Angst den Menschen in einen Überlebensmodus stellt, ist die Hoffnung die Voraussetzung für Fortschritt und Entwicklung. Es ist die Hoffnung, die uns hilft, Krisen zu überwinden und daran zu wachsen. Die Geschichte der Menschheit ist ein grosser Beweis dafür. Sobald die Hoffnung verloren geht, verschwinden auch der Mut und die Willenskraft. Deswegen ist Hoffnung gerade jetzt das wichtigste Mittel, um trotz einer düster scheinenden Zukunft den Glauben an eine bessere Zukunft nicht aufzugeben und wieder das Vertrauen in die menschliche Lernfähigkeit und Entwicklungskraft aufzunehmen».

Die jungen Erwachsenen sorgten sich zunehmend um ihre Sicherheit. Wegen des Nahostkonflikts und der erneut aufkommenden Flüchtlingskrise fühlten sich die jungen Menschen unwohler und hilfloser. Das Geschehen in der Welt führe dazu, dass sich die junge Generation stärker ins Privatleben zurückziehe und sich weniger für die Gesellschaft engagiere. Sie befinde sich in einem Zustand von Perspektivenlosigkeit, weil sie «nichts an der Situation auf der Welt ändern kann», so Krafft. Damit die junge Generation wieder hoffnungsvoller würde, wäre es «letztlich gut, wenn sich junge Erwachsene im Rahmen ihrer Möglichkeiten für die Gesellschaft engagieren könnten». Wenn sich Frustration und Resignation vertieften, könne dies zu mehr Desinteresse für gesellschaftliche Themen führen.

Die Frage drängt sich auf, welche Rolle die Kirche angesichts dieser Ergebnisse wahrnehmen kann. Sind wir als Mitglieder einer Glaubensgemeinschaft in der Lage und willens, einer fast vollständig säkularisierten Generation eine alternative Sichtweise zu ermöglichen? Und welche Verantwortung obliegt den Eltern, den Paten, den Grosseltern oder anderen nahen Bezugspersonen? Welche Räume können wir als Kirche öffnen, aus welchen wirkliche Hoffnung geschöpft werden kann?

Drei Optionen sollten bedacht werden. Es kann uns als Gemeinschaft gelingen, die junge Generation aus der Kraft des Glaubens zu einem Perspektivenwechsel zu ermutigen, damit sie sich selbst nicht als oberste und allein verantwortliche Instanz versteht, sondern das verlorene Grundvertrauen in eine höhere Ordnung wiederfindet. Gleichzeitig kann es gelingen, junge Erwachsene zu ermächtigen, ihre eigene Handlungsfähigkeit und Wirkungskraft zu erkennen, Selbstverantwortung für das eigenes Denken und Handeln zu übernehmen und in ihrem Umfeld Zuversicht zu verbreiten. Indem wir ihr Vertrauen in die eigenen Talente fördern und sie motivieren, dank ihrer Fähigkeiten am angeblich Schlechten nicht zu verzweifeln, sondern etwas zum Guten in der Welt beizutragen. Es kann gelingen, den Einfluss von Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf die Gesellschaft zu vergrössern, indem wir sie mit ihren Ängsten und Bedürfnissen ernstnehmen, ihnen im Pfarreileben einen wichtigen Platz zubilligen und Räume anbieten, in welchen eine Vergemeinschaftung ermöglicht wird, die sie stärkt. So könnte eine alternative <italic>bubble</italic> entstehen, die der Perspektivenlosigkeit mit Hoffnung begegnet. Und junge Erwachsene befähigt, zu einer optimistischeren Sichtweise zurückfinden und daraus zu handeln. Nicht zuletzt ist das Ergebnis der Studie als Appell an die Eltern- und Grosselterngeneration zu verstehen, Vorbild und Wegweiser zu sein für die jungen Menschen, denen die Orientierung, der Glaube und die Zuversicht abhandengekommen sind. Damit die Hoffnung nicht von der Realität erdrückt wird.

Was ist Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, wichtig? Was können wir als Glaubensgemeinschaft beitragen, um in der Generation der jungen Erwachsenen wieder Zuversicht zu verbreiten? Wenn Sie mögen, schreiben Sie Ihre Anregung ins Kommentarfeld. Vielen Dank.


10. Januar 2024 | Dani Schranz ›


Wuensche 2024 Werner Ryter

Antenne auf Empfang …

Werner Ryter, Mitglied der Kreiskirchenpflege Aarau

«Antenne auf Empfang! Die Welt dreht sich scheinbar immer schneller. Veränderungen ohne Entschleunigung fordern uns heraus. Wir sind als Kirchenvertreter gefordert, uns diesen Herausforderungen zu stellen mit Fokus auf die Lebensqualität der Menschen.»


Wuensche 2024 Tomislav Nevistic

Kleine Fundgrube …

Tomislav Nevistic, Sakristan in Entfelden

«Mir ist aufgefallen, dass Besucher – egal in welcher Kirche/Gemeinde – oft ihre Sachen liegen lassen. Vielleicht wäre es nicht schlecht, eine kleine Fundgrube in der Kirche einzurichten.»


Wuensche 2024 Samuel Behloul

das Neue beginnen …

Samuel Behloul, Leiter des Pastoralraums Region Aarau und Pfarreileiter in Entfelden

«Was auch immer kommen mag, beginnen wir das neue Jahr im Vertrauen, dass unsere Zukunft in Gottes Hand liegt und dass er unsere Tage auch dann führt, wenn wir sie nicht immer verstehen. Mit ihm wollen wir das alte Jahr beenden und das neue beginnen.»


Wuensche 2024 Ruth Müller

Summen Sie …

Ruth Müller-Honegger, Leiterin Kirchenchor in Suhr-Gränichen

«Verspüren Sie hie und da Lust zu singen? So wünsche ich Ihnen, dass Sie es wagen: Summen Sie, singen Sie – laut oder leise – so, wie es Ihnen behagt und bei allen Gelegenheiten; vielleicht sogar im Chor, denn miteinander klingen macht noch mehr Spass.»


Wuensche 2024 Roger Schmidlin

Engagierte Gelassenheit …

Roger Schmidlin, Pfarreimitarbeiter Senioren in Suhr-Gränichen

«Ich wünsche allen eine engagierte Gelassenheit, ein gelassenes Engagiert-Sein – im Wissen, das Licht von Weihnachten leuchtet uns, beleuchtet uns und erleuchtet uns – und den Menschen, die uns begegnen.»


Wuensche 2024 Raffaela Santoro

Nächstenliebe …

Raffaela Santoro Hofer, Katechetin i.A. in Entfelden

«Mein Wunsch für 2024 ist, dass sich die Menschen darauf besinnen, dass Nächstenliebe, Anstand und Respekt nichts kosten und wir uns dazu gegenseitig ein grosses Geschenk machen, indem wir diese Werte einhalten und der nächsten Generation vorleben.»


Wuensche 2024 Nicole Gabler

Fordern und fördern …

Nicole Gabler, Leiterin Katechese in Suhr-Gränichen

«Ich wünsche mir und allen Menschen, dass wir einander fordern und fördern, einander beim Wachsen unterstützen. Und dass wir als Gesellschaft wieder lernen, uns wirklich zuzuhören und versuchen, einander zu verstehen.»


Wuensche 2024 Marlen Müller

Zufrieden sein …

Marlen Müller, Pfarreisekretärin in Buchs-Rohr

«Zufrieden sein mit dem, was wir haben. Dass wir einander zuhören und auch hören, was gesagt wird! Gesundheit, Toleranz, ein friedliches Miteinander.»


Wuensche 2024 Marco Heinzer

Vertrauen …

Marco Heinzer, Pfarreileiter in Buchs-Rohr

«Gott ist Mensch geworden aus Liebe zu uns. Gott ist anwesend und wirksam in meinem Leben. Mein Wunsch für das Jahr 2024: Hoffnung und ein vom Glauben getragenes Vertrauen, dass ich an jedem Tag neu dem inneren göttlichen Kind in mir begegnen kann.»


Wuensche 2024 Gabriele Gysin

Die Kraft der Gedanken …

Gabriele Gysin, Sakristan/Hauswart in Suhr

«‹Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken formen wir die Welt.› Die Kraft der Gedanken soll euch allen viel Mut und positive Energie für ein gesundes und starkes 2024 schenken.»


Wuensche 2024 Elisabeth Zuercher

Fürchte dich nicht …

Elisabeth Zürcher-Heil, Pfarreiseelsorgerin in Buchs-Rohr

«‹Fürchte dich nicht! … Gott ist mit uns.› (Mt 1,20.23) So lautet die Botschaft des Engels an Josef. Möge diese Zusage Gottes uns Tag für Tag in guten und schwierigen Zeiten durchs Jahr tragen. ‹Fürchte dich nicht! … Gott ist mit uns.›»


Wuensche 2024 Brigitta Minich

Ein Leben in Fülle …

Brigitta Minich, Pfarreileiterin in Suhr-Gränichen

«Ich wünsche mir, dass wir unser Kirche-Sein wieder neu an der frohen Botschaft – der Verheissung für ein Leben in Fülle für die ganze Schöpfung – anbinden und wirklich erwarten, was wir glauben.»


Wuensche 2024 Angi Schaerer

Sonne, Mond und …

Angi Schärer, Pfarreisekretärin in Suhr-Gränichen

«Sonne, Mond und Sterne, alles liegt in weiter Ferne. Hass, Neid und Krieg ist überall. Liebe, Hoffnung und das Gute, das ist in uns. Ich wünsche allen ein glückliches, friedliches und hoffnungsvolles neues Jahr!»


Wuensche 2024 Andreas Pechlaner

Begegnungen …

Andreas Pechlaner, Präsident der Ortskirchenpflege Buchs-Rohr

«Ich wünsche viele herzliche Begegnungen mit lieben Menschen.»


Wuensche 2024 Ana Behloul

Gott begleite Sie …

Ana Behloul, Pfarreiseelsorgerin, Entfelden

«Gott begleite Sie im neuen Jahr mit seiner Gnade und sorgender Liebe. In den schweren Tagen möge er Ihnen beistehen und Sie stärken mit Vertrauen. Das neue Jahr möge für Sie und für Ihre Angehörigen ein von Gott gesegnetes Jahr werden.»


Wuensche 2024 Burghard Förster

Café Paula …

Burghard Förster, Pfarreileiter in Aarau

«Mein Wunsch ist, dass im Advent 2024 im geschmückten, neu eingerichtete Café Paula im Offenen Pfarrhaus Aarau Jung und Alt, Gäste von nah und fern einen Tee oder Kaffee und ein Stück frischgebackenen Lebkuchen zu sich nehmen. In der Luft der Geruch von Weihnacht und Gastfreundlichkeit.»


Samuel Behloul

zum Pastoralraum ›

Bericht aus dem Pastoralraum Region Aarau

Abschrift des Vortrags von Samuel Behloul, gehalten an der Versammlung der Kreiskirchgemeinde Aarau vom 28. November 2023

Samuel Behloul ist Pfarreileiter in der Pfarrei St. Martin in Entfelden und seit 1. November 2023 Leiter des Pastoralraum Region Aarau.

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

ich bringe Ihnen gute Botschaften. Sie bestehen darin, dass in unseren fünf Pfarreien hochmotivierte und mit Ideenreichtum begnadete pastorale Mitarbeitende unterwegs sind. Wir haben ein Foto gesehen mit Menschen, die zusammensitzen, die teilen, die sich begegnen. In unseren Pfarreien wird motiviert gearbeitet, Menschen begegnen sich, das pfarreiliche Leben funktioniert wunderbar, in den Pfarreien läuft es sehr gut. Und ich hoffe, dass das mit Blick auf die künftige Planung – wie wir mit den Mitteln, die offenbar zurückgehen, umgehen, wo wir sie investieren und einsetzen – berücksichtigt wird. Denn alles, was wir hier machen, dient der Ermöglichung des pfarreilichen, pastoralen Lebens.

Ich berichte Ihnen kurz, was uns im Bereich der Pastoral im zu Ende gehenden Jahr beschäftigt hat und was uns wichtig war. Allgemein gesprochen lässt sich die pastorale Arbeit als eine Art Seismograf, als Gradmesser für das bezeichnen, was draussen in der Gesellschaft passiert – egal, ob es um Individualisierung, Migration, Vielfalt von Lebensentwürfen oder um die kulturelle, religiöse, pluralisierende oder – allgemein gesprochen – um die gesamtgesellschaftliche Komplexität geht. Das alles wirkt sich schonungslos auf die Art und Weise aus, wie wir arbeiten und wie wir unsere Angebote ausrichten.

Menschen kommen mit sehr unterschiedlichen Ideen und Bedürfnissen auf uns zu. Im Bereich der Sakramente erhalten wir beispielsweise Anfragen wie «Können wir unser Kind in einer Baumhütte taufen lassen?» oder «Können wir unsere Oma beerdigen, ohne dass dabei das Wort Gott genannt oder aus der Heiligen Schrift gelesen wird?». Oder es werden kirchliche Bestattungen von aus der Kirche ausgetretenen Personen gewünscht.

Gerade bei Beerdigungen zeigt sich eine Konkurrenzsituation zu konfessionell neutralen Ritualbegleitern. Dieselbe Situation besteht auch bei Taufen mit Taufpaten, die aus der Kirche ausgetreten sind. Solche und ähnliche Situationen stellen uns vor die Frage, was machbar ist und welche pastorale Haltung wir als Pfarreileitende oder Mitarbeitende in den Pfarreien einnehmen können, müssen, sollen, dürfen.

Diese Entwicklung haben wir am 12. Mai dieses Jahres zum Thema des Pastoralbesuchs von Bischof Felix in unserem Pastoralraum gemacht. Der Besuch stand unter dem Leitsatz «wind of change – Heiliger Geist». Im Mittelpunkt der Diskussionen stand die Frage, wie Mitarbeitende und das Bistum einen Umgang finden können mit einer Gesellschaft, die einem tiefgreifenden Wandel ausgesetzt ist. In den Diskussionen hat sich gezeigt, dass in den grossen Herausforderungen auch Chancen liegen und dass diese Chancen auch genutzt werden. Es wird mehr Flexibilität gewagt, traditionelle Formen und Angebote werden immer wieder hinterfragt und an die Bedürfnisse von Menschen unterschiedlichen Alters angepasst. Gesamtgesellschaftliche Themen wie Umweltschutz, Soziales und Diakonie, familienfreundliche Angebote und Strukturen in den Pfarreien, religiöse Sozialisierung, Weitergabe des Glaubens – das alles rückt in den Fokus unserer pastoralen Arbeit und muss neu justiert werden unter diesen sich verändernden sozio-kulturellen Rahmenbedingungen.

Als Fazit kann man festhalten: Pfarreiteams sind, wie bereits eingangs gesagt, auf allen Ebenen motiviert und mit viel Kreativität unterwegs, und das trägt von Pfarrei zu Pfarrei sehr interessante Früchte.

Im zweiten Teil seines Pastoralbesuchs traf sich Bischof Felix zum Gespräch und zum Austausch mit den fünf Pfarreileitenden. Hier ging es vor allem um die Frage: «Wie schafft man den Spagat zwischen der als richtig, zeitgemäss, situationskorrekt empfundenen und notwendigen Praxis vor Ort einerseits, und den sich als zeitlos begreifenden kirchlichen Vorschriften, Reglementen und dem Amtsverständnis?». Der Spagat der Seelsorgenden besteht deshalb auch darin, einer grossen Bandbreite von Erwartungen vor Ort in der Pfarrei Genüge zu tun. Teile der Gläubigen in den Pfarreien sind beispielsweise immer noch verwurzelt in der Volkskirche, die es eigentlich nicht mehr gibt, andere sind zwar noch katholisch, aber identifizieren sich mit der eigenen Pfarrei kaum noch. Die einen halten an einem Priester zum Feiern der Eucharistie fest, die andern möchten sich davon lösen. Und nicht zuletzt vermischen sich aufgrund der Migration in ein und derselben Pfarrei viele Kirchenbilder, Einstellungen zur Sakramentalität und zu Amtsverständnissen. Das reicht von der Frage «Wie kann überhaupt eine Frau eine Pfarrei leiten?» bis hin zu «Wann werden endlich Frauen Eucharistie feiern dürfen?». Das sind alles Herausforderungen, denen wir in ein und derselben Pfarrei begegnen, und der innerkirchliche Dialog wird in Zukunft essenziell sein. Vergessen wir nicht: 40 Prozent unserer Mitglieder haben einen Migrationshintergrund.

Die Haltung des Bistums gegenüber diesen vielen verschiedenen Ansprüchen und Herausforderungen in den Pfarreien ist: Das kirchliche Handeln darf nicht «bewilligt» sein, es soll nachvollziehbar, sinnvoll, machbar und mit den Vorgaben kompatibel sein. Ist etwas sinnvoll, soll es erlaubt sein. Deshalb ist gegenüber den Gemeindeleiterinnen und Gemeindeleitern der Begriff «Erlaubnis» durch «Auftrag» zu ersetzen. So kam es zur Sprache im Austausch mit dem Bischof und seinen Mitarbeitern. Die Teilnehmenden waren sich darin einig, dass die Pfarreien nicht losgelöst, sondern als ein Teil der Gesellschaft begriffen werden sollen und dass auch das Pfarreileben dementsprechend zu organisieren ist. Ebenso einig war man sich darin, dass die heutige Zeit insofern spannend ist, weil das Alte, eben «die Volkskirche», nicht mehr existiert und das Neue, das noch nicht vorhanden ist, jetzt kreativ gestaltet werden kann.

Im Endergebnis war der Pastoralbesuch des Bischofs für Mitarbeitende – das muss man auch offen sagen – ernüchternd und teilweise auch desillusionierend, weil sich eben an Amtsverständnissen und auch an Machtstrukturen der Kirche trotz des Personalmangels so schnell nichts ändern wird.

Genau vier Monate nach dem Bischofsbesuch, am 12. September, kam das ans Tageslicht, was viele schon im Voraus befürchtet hatten: die erschütternden Ergebnisse der Missbrauchsstudie. Uns allen wurde dann schmerzhaft bewusst: Unsere Kirche hat ein massives Glaubwürdigkeitsproblem. Ob die Kirche mit ihren Angeboten noch zeitgemäss sei oder nicht, ist die eine Frage. Ob sie aber mit ihrem Wertekodex und mit ihrem Wertenarrativ noch glaubwürdig sei – ob es sie also überhaupt noch brauche –, das ist eine völlig neue Frage. Plötzlich hatte man ein Problem damit, sich öffentlich zur katholischen Kirche zu bekennen. Diese Situation wurde und wird nach wie vor in den Pfarreiteams als sehr belastend empfunden. Bei einzelnen Kollegen gab es auch belästigende, angreifende und vorwurfsvolle Anrufe mit Fragen wie «Wie kann man für eine pädophilen Organisation überhaupt noch arbeiten?».

Als Pastoralraum sind wir dann im September der «Allianz Gleichwürdig Katholisch» beigetreten. Das ist eine gesamtschweizerisch-reformkatholische Organisation und versteht sich als offene Projektgemeinschaft. Mitglieder dieser Allianz sind Privatpersonen, aber auch Einzelpersonen, die Organisationen angehören wie dem Schweizerischen Katholischen Frauenbund, der Jubla, dem Verband katholischer Pfadi und so weiter. Das Ziel dieser Allianz ist eine glaubwürdige, transparente Kirche, in der Gleichberechtigung herrscht – also eine Kirche, die Macht und Verantwortung teilt und ernsthaft gegen Missbrauch vorgeht.


29. November 2023 | Samuel Behloul


Bericht der Versammlung

der Kreiskirchgemeinde 2023 ›

Kreiskirchgemeinde Aarau muss sparen

Jahresversammlung der Kreiskirchgemeinde Aarau vom 28. November 2023 in Buchs

Alle Traktanden der Versammlung unter der Leitung von Markus Greiner wurden einstimmig genehmigt.

45 Personen haben am Dienstag, 28. November, an der jährlichen Versammlung der Römisch-Katholischen Kreiskirchgemeinde Aarau im Pfarreizentrum Buchs teilgenommen. Sie wurde erstmals vom neuen Präsidenten der Kreiskirchenpflege, Markus Greiner, geleitet. Sämtliche Geschäfte waren unbestritten und wurden einstimmig gutgeheissen. Die Rechnung 2022 schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 1,56 Millionen ab. Das ausserordentlich positive Ergebnis ist dank dem Erlös aus einem Verkauf von Bauland in Kölliken zustande gekommen. Ohne den Verkauf der Parzelle wäre ein leicht positives Ergebnis von CHF 30’000 erzielt worden.

In den Ausführungen zum Budget 2024 und zum Finanzplan zeigte sich Andreas Pechlaner von der Kreiskirchenpflege wenig optimistisch. «Wir rechnen mit weiterhin rückläufigen Mitgliederzahlen, verminderten Steuererträgen und steigenden, teuerungsbedingten Kosten», begründete er seine Prognose. Dies verlange nach einschneidenden Sparmassnahmen.

In den kommenden Jahren sind umfassende Investitionen in Renovationsarbeiten an kirchlichen Gebäuden vorgesehen. Bereits 2024 werden in der Kirche in Aarau die Beleuchtung und die Audioanlage erneuert, und in Gränichen wird der Vorplatz beim Pfarreizentrum Töndler saniert. Die entsprechenden Verpflichtungskredite wurden von der Versammlung gesprochen. Zwei weitere Geschäfte betrafen die Auflösung eines nicht mehr benötigten Pastorationsfonds mit der Kirchgemeinde Erlinsbach AG und die Genehmigung eines Ausführungserlasses zur Ausbildung von Mitarbeitenden.

Im zweiten Teil der Versammlung gab Samuel Behloul, Pfarreileiter in Entfelden und neuer Leiter des Pastoralraums, Einblick in das Leben der fünf Pfarreien. Die pastorale Arbeit sei ein Gradmesser für das, was in der Gesellschaft passiere. Individualisierung, Migration, eine Vielzahl von Lebensentwürfen und die Komplexität der Gesellschaft wirkten sich auf die Art und Weise aus, wie die kirchlichen Angebote ausgerichtet würden. Diese Entwicklung sei beim Besuch von Bischof Felix vom Mai im Pastoralraum zum Thema gemacht worden. Die Frage sei diskutiert worden, wie Mitarbeitende in den Pfarreien und des Bistums einen Umgang mit einer Gesellschaft finden könnten, die sich in einem tiefgreifenden Wandel befinde. «Es wird mehr Flexibilität gewagt, traditionelle Formen werden hinterfragt, und Themen wie Umweltschutz, Soziales oder die religiöse Sozialisierung rücken in den Fokus der Arbeit und müssen neu justiert werden», so Behloul.

Vollständige Abschrift des Vortrags von Samuel Behloul

Beschlüsse nach Traktanden

  1. Das Protokoll der Kreiskirchgemeindeversammlung vom 29. November 2022 in Aarau wird einstimmig genehmigt.
  2. Der Auflösung des Pastorationsfonds Erlinsbach wird einstimmig genehmigt.
  3. Der «Ausführungserlass Ausbildung» wird einstimmig genehmigt.
  4. Die Kreditabrechnung Studienauftrag Restparzelle 2052, Überbauung Kölliken wird einstimmig genehmigt.
  5. Der Antrag, die Jahresrechnung 2022, bestehend aus Erfolgsrechnung, Gewinnverwendung, Anhang zur Jahresrechnung und Bilanz, wird einstimmig gutgeheissen.
  6. Das Budget 2024 wird mit einem unveränderten Steuerfuss von 18 % einstimmig genehmigt.
  7. Der Finanz- und Investitionsplan 2024–2028 wird zur Kenntnis genommen.
  8. Der Verpflichtungskredit «Kirche Peter und Paul Aarau, Beleuchtung innen» wird einstimmig genehmigt.
  9. Der Verpflichtungskredit «Kirche Peter und Paul Aarau, Audioanlage» wird einstimmig genehmigt.
  10. Der Verpflichtungskredit «Töndler Gränichen, Vorplatzerneuerung» wird einstimmig genehmigt.
Hinweis
Gemäss Artikel 32 des Organisationsstatuts der Römisch-Katholischen Landeskirche des Kantons Aarau sind positive und negative Beschlüsse der Kreiskirchgemeindeversammlung der Urnenabstimmung zu unterstellen, wenn dies von einem Fünftel aller oder mindestens 300 Stimmberechtigten innert 30 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich verlangt wird.

29. November 2023 | Dani Schranz

Traktanden und Informationen der Jahresversammlung 2023

Alles nur geklaut?

Alles nur geklaut?

Burghard Förster ist Pfarreileiter in Aarau

«Alles nur geklaut?» oder: Wie biblisch-kirchliche Erfindungen Einzug in das moderne Management gefunden haben, und wie wir sie als modernes Unternehmen schleunigst wieder entdecken und nutzen sollten.

Als Pfarreileiter erfahre ich in der Praxis immer wieder die Diskussionen um die Fragen, ob die Kirche ein Unternehmen ist, ob wir von Kunden reden dürfen oder von Klientel, Gästen, Nutzerinnen und Nutzer etc. Mittlerweile zählen zu unseren Kundinnen und Kunden schon lange nicht mehr «nur» Kirchenmitglieder.

Im Rahmen meiner Weiterbildung «Moderne Personal- und Organisationsentwicklung» wurde mir dann mehr und mehr deutlich, wie viel «Management» wir inhaltlich als kirchliche Organisation (Pfarrei) schon leben, umsetzen und als Teil unserer Kultur betrachten. Schlagwörter und Weisheiten wie «Der Mensch steht im Mittelpunkt», Customer Experience (Erfahrung der Kunden) als Ausrichtung der Unternehmenskultur oder die Fragen, ob in einem Unternehmen der Purpose (Sinn und Zweck) und das Engagement gegeben sind, sollte bei einer kirchlichen Organisation so slebstverständlich sein  wie «Wasser in den Rhein giessen». Sollte. Denn es ist nicht die Frage, ob der Sinn und Zweck der Kirche existiert, das ergibt sich bereits aus der Gründung durch Jesus von Nazareth in den Begriffen Reich Gottes oder Himmelreich. Dies ist Ausdruck des Sinns und Zwecks, der Zukunft und Gegenwart der Kirche als ein Beginn des Reichs Gottes auf Erden, das aber erst am Ende der Zeiten vollendet wird.

Aber ist uns als Unternehmen klar, wie dieser Sinn und Zweck umgesetzt und erreicht wird in einer Welt voller Unsicherheiten? Ein «Papst» im Bereich Changemanagement ist übrigens auch Theologe: Klaus Doppler, mit Studium an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom vor seinem Studium in Psychologie.

Welche Begriffe und Inhalte sind also mehr oder weniger biblisch-christlich begründetet, und wie wäre die Übersetzung ins Heute? Die folgende Zusammenstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ist teilweise auch eine subjektive Auslegung. Aber sie kann allemal Inspiration sein für alle, die sich unverkrampft daran wagen, das Unternehmen Kirche/Pfarrei modern zu führen.

Changemanagement / Moderne Personal- und Organisationsentwicklung

Kirche

BGM (Betriebliches GesundheitsManagement)

Sabbatical ein aus der biblisch-christlichen Religion abgeleiteter Begriff für eine berufliche Auszeit

 

Sabbat resp. Sonntag, ein von Gott «geschaffener» Tag der Ruhe (1. Buch Mose / Genesis, Kap 1.)

Sabbatjahr oder Sabbat Zeit, bestimmte Zeit der Ruhe vgl. Buch Exodus / 1. Buch Mose, Kapitel 23, 10 f. und Deuteronomium / 5. Buch Mose, Kapitel 15, 12–15

Feiertage, Fastenzeit oder Exerzitien (Geistliche Übungen)
Das sind Unterbrechungen des Alltags, des Arbeitslebens und der Rhythmisierung von Jahr und Woche. Unterbrechung wird auch als eine der kürzesten Erklärungen verwendet, was Religion bedeutet. Allen Zeiten ist gleich, dass sie jeweils ganzheitliche Bedeutung haben, Körper, Geist und Seele soll sich neu ausrichten, zur Ruhe, zu sich kommen.

Change auf individueller und organisationaler Ebene

«Metanoia» wird vermehrt auch in der Changemanagement Literatur ver- und angewendet

Metanoia
Das Wort metanoia aus dem griechischen Alten Testament und dem griechischen Neuen Testament bedeutet wörtlich in etwa «Umdenken, Sinnesänderung, Umkehr des Denkens».

Es ist auch Teil einer Versöhnung und eines Neuanfangs nach Brüchen im Leben. Diese Haltung ist und sollte eine Grundhaltung als Kirche sein, nicht Nabelschau, sondern echte Auseinandersetzung mit eigenem Versagen und Gelingen, mit Brüchen, «alten Zöpfen» und einem «Es war immer so»-Denken.

Organisationsentwicklung

Reformation (Evang./reform. Kirche) «ecclesia semper reformanda» ist ein Grundgedanke des Zweiten Vatikanischen Konzils der Röm.-Kath. Kirche in den 1960er-Jahren. Beide Begriffe haben einen entscheidende Bedeutung in der Theologie- und Kirchengeschichte. Kirche ist immer wieder aufgefordert, ihre Botschaft mit den Zeichen der Zeit zu verbinden und in die entsprechende Kultur zu integrieren, damit sie aktuell verstanden wird.

Return of Investment

Was ist der Gewinn einer Investition?

Was ist unser Gewinn, wenn wir (Geld) investieren und uns engagieren als Mitarbeitende und Freiwillige?

Der Spirituelle-christliche Mehrwert, das heisst:

  • Sinn
  • Glauben in das Wirken Gottes durch unser Handeln
  • Hilfe für Menschen
  • Umsetzung der Botschaft des Evangeliums
  • Gottesbeziehung

Systemische Organisationsentwicklung bis zur Holacracy
(Organisationsformen / Firmen ohne Chefetage – ohne Hierarchie)

Katholische Soziallehre u.a. Subsidiaritätsprinzip: Dort, wo die Arbeit ist, werden auch die Entscheidungen getroffen.

Tauftheologie und Gottesebenbildlichkeit des Menschen: Jede getaufte Christin und jeder getaufte Christ hat Anteil an Jesus Christus und damit auch die Befähigung, im Sinne des Evangeliums zu handeln

VUCA-Welt

  • Volatilität
  • Unsicherheit
  • Komplexität
  • Ambiguität (= Mehrdeutigkeit)

Unser Unternehmen, unsere Kultur und Haltung als Mitarbeitende und Freiwillige bedenkt  und beinhaltet diese Gegebenheiten und begleitet Menschen darin.

  • Endlichkeit: Unsere Geschöpflichkeit ist endlich, begrenzt und von daher auch auf Gottes Erbarmen und Liebe angewiesen
  • Religion ist das Einüben im Umgang mit Kontingenz, insbesondere bei unvorhersehbaren Ereignissen wie Krankheit, Tod, Verlieben, Berufungserlebnisse.
  • Einheit in der Vielfalt / Vielfalt in der Einheit ist ein biblischer und christlicher Grundgedanke, den der Apostel Paulus im Brief an die Gemeinde in Rom mit dem Bild «Ein Leib und viele Glieder» deutet und auslegt. Ein Geist und verschiedene Gaben. Ein Haupt (Christus) und viele Glieder (Christinnen und Christen).
  • Die Mehrdeutigkeit ist auch Teil der christlichen Welt- und Gottesvorstellung, in dem Mensch sich einüben kann, dass selbst ewige Wahrheiten letztlich nicht eineindeutig zu erklären sind, sie sind Geheimnis. Ein Gott, der begriffen wird, ist nicht mehr Gott.


Personelles 2023

Personelles

Als Kreiskirchenpflege verfolgen wir seit vielen Jahren das Ziel, ein sehr attraktiver kirchlicher Arbeitgeber im Aargau zu sein. Wir möchten dies erreichen durch wettbewerbsfähige Entlöhnung, überdurchschnittliche Nebenleistungen, nachhaltige Förderung, aber vor allem durch sinnstiftende, intrinsisch motivierende Arbeit.

Die Zahl der Mitarbeitenden hat in den letzten Jahren etwas abgenommen, während die Stellenprozente leicht zugenommen haben (Zeitraum jeweils Dezember bis Ende November des Folgejahrs).

Stellenbesetzung
Wie in den vergangenen Jahren war es möglich, alle Stellen mit kompetenten Mitarbeitenden zu besetzen. Das ist nicht selbstverständlich, denn der Stellenmarkt ist gerade auch im kirchlichen Bereich ausgetrocknet. Der Ruf des Pastoralraum Region Aarau als «Ausbildungspastoralraum» ist ein wichtiges Argument, geeignete Bewerberinnen und Bewerber zu finden.

Förderung und Weiterbildung

Formodula › ist die Ausbildung zur Katechetin mit Fachausweis. Im Pastoralraum Region Aarau haben sich Manuela Klee (Suhr-Gränichen), Beatrice De Faveri (Schöftland), Nicoletta Caruso (Aarau) sowie Pascale Lenzin und Raffaela Santoro Hofer (Entfelden) zu dieser berufsbegleitenden Ausbildung entschlossen.

Am 4. Juni haben Elisabeth Zürcher Heil (im Bild vorne rechts) und Myroslava Rap (Bildmitte) in Bern nach ihrer zweijährigen Berufseinführung von Weihbischof Josef Stübi die institutio empfangen. Sie verpflichten sich dadurch, im Bistum Basel als Seelsorgerinnen zu arbeiten. Die Berufseinführung, welche Myroslava Rap in Aarau und Elisabeth Zürcher Heil in Buchs-Rohr abgeschlossen haben, ist Voraussetzung, um in einer Leitungsfunktion in der Seelsorge tätig zu sein.

Im Sommer konnte Burghard Förster, Pfarreileiter in Aarau, sein Certificate of Advanced Studies in «Moderne Personal- und Organisationsentwicklung» an der Fachhochschule Nordwestschweiz abschliessen. Seine Abschlussarbeit behandelt die Teamentwicklung für das Offene Pfarrhaus, und die Ergebnisse sind schon jetzt in der Organisation des Offenen Pfarrhauses erfolgreich spürbar.

Auch 2023 wurde eine Praktikumsstelle angeboten. Mohamed Aly hat sein Praktikum in Soziokultureller Animation in Aarau absolviert.  Er hat im Abschlussgespräch rückgemeldet, dass er im Vergleich zu seinen Mitstudierenden die beste Betreuung gehabt habe.

Folgende Weiterbildungsmassnahmen können hervorgehoben werden:

  • ein Vortrag von Urs Brosi, Kirchenrechtler, zum Wesen, zur Bedeutung und zum Verständnis des dualen Systems in der Schweiz
  • ein halbtägiger Resilienz-Workshop für alle Mitarbeitenden
  • die obligatorische «Nähe und Distanz»-Ausbildung für alle Mitarbeitende und Behördenmitglieder

Mutationen (Dezember 2022 bis November 2023)

Pensionierungen

  • Brigitta Wartenweiler-Jud, Wegbegleiterin, Suhr

Ausgetreten und weitergegangen sind folgende Mitarbeitende

  • Aly Mohamed,  Praktikant Sozialarbeit, Aarau
  • Farano Angela, Katechetin, Entfelden
  • Gut Jeannette, Katechetin, Schöftland
  • Keinath Christina, Katechetin, Aarau
  • Küpfer Martina, Personalfachfrau, Geschäftsstelle
  • Lienhard Jacqueline, Katechetin, Suhr-Gränichen
  • Mele Pina, Katechetin, Entfelden
  • Müller Rolf, Hausdienste/Sakristan, Entfelden
  • Weber-Kordina Isabelle, Hausdienste, Aarau

Ihnen allen ein herzliches Dankeschön und Gottes Segen auf ihrem weiteren Weg.

Neue Mitarbeitende im Pastoralraum

  • Caruso Nicoletta, Katechetin, Aarau
  • De Faveri Beatrice, Katechetin, Schöftland
  • Freiburghaus Carmen, Sekretariat, Schöftland
  • Klee Manuela Sabrina, Katechetin, Suhr
  • Meier Kurt Josef, Religionspädagoge, Entfelden
  • Müller, Andrea, Wegbegleitung, Suhr-Gränichen
  • Nevistic Tomislav, Hausdienste, Entfelden
  • Thoorens Camille Thérèse Marie, Kirchenmusikerin, Entfelden
  • Wäny Lengweiler Monika, Personalsachbearbeiterin, Geschäftsstelle

Den neuen Mitarbeitenden ein herzliches Willkommen! Viel Freude und Befriedigung bei ihrer Arbeit.

Ich freue mich sehr über die erfolgreiche Besetzung aller Stellen und möchte meinen aufrichtigen Dank an die Gemeindeleitenden und Pfarrei Teams aussprechen. Es ist grossartig zu sehen, wie der Teamgeist die Kreativität die Fröhlichkeit, die Spiritualität und die harte Arbeit zusammen kommen.


31. Oktober 2023 | Antonio Mazzei ›


Jahresbericht Entfelden 2023

Mit jungem Gesicht unterwegs

Kinderchor «St. Martins Singspatzen»

Wer sich für Familien engagiert handelt zukunftsorientiert. Dank der Kreativität und dem grossen Engagement des Pfarreiteams sowie der beherzten Kooperation von Müttern, Vätern und Grosseltern unserer Pfarrei, haben wir in diesem Jahr unsere Angebote im Bereich der Familienpastoral ausbauen können. Im Frühling wurde der fünfzehnköpfige Kinderchor «St. Martins Singspatzen» gegründet. Der Chor hat bereits zwei grossartige Auftritte hinter sich und übt bereits fleissig für den gemeinsamen generationenübergreifenden Auftritt mit dem Kirchenchor St. Martin am Patrozinium.

Mit Freude, Stolz und Dankbarkeit erfüllt uns ebenso die Tatsache, dass uns auch dieses Jahr mit 7 Buben und Mädchen erneut ein Mini-Segen zuteil wurde und dass wir 18 Kinder zur Erstkommunion und 24 junge Menschen zur Firmung begleiten durften. In das neue Schuljahr sind wir mit 52 Kindern in den Religionsunterricht der 1. und der 2. Klasse gestartet.

Und der naturnahe Spielplatz «St. Martins Arche» ist schon nach einem Jahr seines Bestehens zu einem beliebten interreligiösen und interkulturellen Treffpunkt für junge Familien und ihren Nachwuchs geworden. Vor dem Hintergrund dieser erfreulichen Weiterentwicklung der Pfarrei freut uns besonders die Auszeichnung mit dem Zertifikat «Familienfreundliche Räume», die wir an unserem Patroziniumsfest am 12. November entgegennehmen dürfen.


20. Oktober 2023 | Samuel Behloul ›


Jahresbericht Buchs-Rohr 2024

Gemeinschaft stärken

Die vergangenen zwölf Monate waren nicht nur durch Sparmassnahmen geprägt. Es konnte vieles realisiert werden und Neues entstehen. So näherten sich die Pfarreien St. Johannes Evangelist in Buchs-Rohr und Heilig Geist in Suhr-Gränichen weiter an und harmonisieren ab Juli 2024 ihr liturgisches Angebot. Die Gottesdienste werden im Wechsel an den Wochenenden in den jeweiligen Pfarreien gefeiert, wobei an hohen Feiertagen weiterhin in jeder Pfarrei Gottesdienste stattfinden. Damit soll die Gemeinschaft der beiden Pfarreien gestärkt und eine regelmässige Liturgie garantiert werden. Mit diesem Zusammenrücken wollen wir «die Weichen stellen, um die Pfarreien in eine gute Bahn zu lenken».

Auch hinsichtlich der gelebten Gemeinschaft rücken die beiden Pfarreien näher zueinander. So beschlossen die Kirchenchöre von Suhr-Gränichen und Buchs-Rohr bereits im November 2021 eine Zusammenarbeit. Da sich diese Zusammenarbeit bewährte, stimmten die beiden Chorvereine im letzten November einer Fusion zu.

Auch hinsichtlich der gelebten Gemeinschaft rücken die beiden Pfarreien näher zueinander. So beschlossen die Kirchenchöre von Suhr-Gränichen und Buchs-Rohr bereits im November 2021 eine Zusammenarbeit. Da sich diese Zusammenarbeit bewährte, stimmten die beiden Chorvereine im letzten November einer Fusion zu.

In den Frühlingsferien 2024 organisierten die Reformierte Kirchgemeinde Buchs-Rohr und die Pfarrei St. Johannes Buchs-Rohr gemeinsam einen beliebten ökumenischen Ferienplausch. Kinder beschäftigten sich mit dem Thema «Mut und Freundschaft» anhand der Geschichte von Ronja Räubertochter und Birk Borkason. Sie lernten unter anderem den Umgang mit Pfeil und Bogen und bastelten Wildpferde aus Karton. Dank der Unterstützung vieler Freiwilliger war der Anlass ein voller Erfolg.

Zusätzlich gibt es seit März 2024 einen neuen Kirchenrundgang in der Kirche St. Johannes Evangelist, bei dem Besucher mithilfe von QR-Codes die besondere «Einrichtung» der Kirche erkunden können.


14. Oktober 2024 | Marco Heinzer


Jahresbericht Schöftland 2023

Wir bauen Kirche

Vieles in diesem Jahr war von Unbeständigkeit und Unstetigkeit geprägt. Wie würde die Sanierung der Kirche und des Pfarreizentrums wie geplant gelingen? Viele Anlässe konnten wir problemlos ins Pfarreizentrum Kölliken verschieben. Anderes erforderte einiges an Flexibilität.

Unerwartet pannenfrei konnten wir Unsicherheiten im Pfarreileben auffangen und zielorientiert lösen. So ist der Frauenbund Schöftland mit einem neuen Vorstand wieder kraftvoll unterwegs, im Pfarreirat sind neue Mitglieder dazugekommen.

Chinderchile, Kirchenchor, Frauenbünde, Pfarreirat, Besuchsgruppen, Minis, Jasserinnen und andere Pfarreigruppen haben das vielfältige und vielschichtige Pfarreileben aktiv gestaltet, manche Krisen überwunden und neue Perspektiven gefunden.

Alle diese verschiedenen Pfarreiaktivitäten sind beeindruckend. Sie sind Ausdruck eines farbenreichen, vielseitigen und durchaus mehrdeutigen Pfarreilebens.

Visionen sind dabei unverzichtbar. Wir sehnen uns alle nach einer friedlicheren, gerechteren Welt. Das ist für die vielen freiwillig Engagierten der Ansporn, sich einzubringen.

Unsere Lebenswelten sind vielschichtig verschieden, teils gelingend, teils brüchig. Wir bieten Raum und Zeit an, von diesen Lebenswelten zu erzählen, um sie besser zu verstehen und heilende Erfahrungen zu machen. Dazu gehörten etwa die Lesung mit Texten von indigenen Frauen, das «Theater 58», das Bibliodrama und auch die ganz normalen sonntäglichen Gottesdienste.

Chaos bedeutet das nicht, sondern viel mehr Klarheit und pointierte Stellungnahme. Das haben wir spätestens nach der Veröffentlichung der Vorstudie zu den sexuellen Missbräuchen in der Kirche neu erfahren. Da beziehen wir klar Stellung aus dem Blickwinkel der Opfer.

Allerdings kann das alles nur gelingen, wenn wir beweglich bleiben. Als Pfarrei versuchen wir, die verschiedensten Lebenssituationen der Menschen ernst zu nehmen und situationsbezogen darauf zu reagieren. Wer jassen will, darf jassen, wer Rosenkranz beten will, darf Rosenkranz beten.


PS: Die Anfangsbuchstaben VUCA stehen für das Akronym der englichsen Begriffe volatility, Volatilität (Unbeständigkeit), uncertainty, Unsicherheit, complexity, Komplexität und ambiguity, Mehrdeutigkeit. Mehr Informationen dazu gibts bei Wikipedia ›


19. Oktober 2023 | Beat Niederberger ›


Bericht des Präsidenten 2023

Bericht des Präsidenten

Liebe Mitglieder im Pastoralraum Region Aarau,

unser Pastoralraum umfasst fünf Pfarreien mit insgesamt 19’500 Mitgliedern. 90 Mitarbeitende in Schöftland, Suhr-Gränichen, Buchs-Rohr, Entfelden und Aarau arbeiten für die Grundfunktionen des christlichen Lebens: den Dienst am Mitmenschen, die Verkündigung der Frohen Botschaft, das Feiern der Liturgie, und das gemeinschaftliche Unterwegssein. Dies ermöglichen Sie mit rund 8 Millionen Franken Kirchensteuern, von welchen fast 90 % unmittelbar vor Ort wirksam werden und weitere 9 % im Kanton Aargau verbleiben.

An dieser Stelle möchte ich zuerst Ihnen, liebe Mitglieder, für Ihre Unterstützung danken und ebenfalls all unseren Mitarbeitenden für ihren tatkräftigen Einsatz.

Rückblick
Als Kreiskirchenpflege sind wir 2023 in einer neuen Form gestartet. Sie setzt sich zusammen aus den fünf Präsidenten der Ortskirchenpflegen, der Pastoralraumleiterin und einem Pfarreileiter. Für dieses Jahr haben wir uns die Ziele gesetzt, dass wir als Team funktionieren, und dass wir Themen offen und transparent diskutieren, um so fundierte Entscheidungen treffen zu können. Nach 10 Monaten wage ich zu behaupten, dass wir gut unterwegs sind. Dies auch dank der Unterstützung der Geschäftsstelle, welche den Übergang in die neue Organisation mit grosser Geduld und Fachwissen begleitet hat.

Diesen Sommer durften wir nach Corona-bedingtem Unterbruch wieder ein Dankesessen für die Mitarbeitenden und Behördenmitgliedern feiern.  Die Pfarrei St. Martin Entfelden hatte dies wunderbar organisiert.

Im Herbst hat auch uns die Veröffentlichung die «Pilotstudie zur Geschichte des sexuellen Missbrauchs» erschüttert und betroffen gemacht. Im Pastoralraum legen wir schon seit Jahren Wert auf umfassende Prävention.

Wie jedes Jahr wurde das Budget 2024 intensiv diskutiert. Nach mehreren Beratungen und ermuntert durch wichtige, mahnenden Worte der Finanzkommission konnten wir für 2024 den Sachaufwand um 17 % senken.

Ausblick
Schon seit Jahren schrumpft unsere Mitgliederzahl jährlich um 1,5 %, bedingt durch Verstorbene, Austritte und wenige Eintritte. Dieser Trend wird sich fortsetzen und zu sinkenden Kirchensteuereinnahmen führen.

Auch in der Kirche herrscht Fachkräftemangel. Die meisten unserer Seelsorgenden werden in den nächsten 10 Jahren pensioniert, und einige Stellen werden aus Personalmangel im Bistum eventuell nicht lückenlos wiederbesetzt werden können.

Nächstes Jahr wird sich die Kreiskirchenpflege deshalb noch intensiver darum kümmern, das künftige Bild unseres Pastoralraums zu erarbeiten und sich notwendige Massnahmen überlegen, damit die Pfarreien nachhaltig und lebendig bleiben können.

Ich bin zuversichtlich, dass uns dies gelingen wird. Zusätzlich zu den Kompetenzen unserer 90 Mitarbeitenden und 30 Behördenmitglieder entdecken wir immer wieder Menschen mit ausserordentlichen Fähigkeiten, langjähriger Berufserfahrung und mannigfaltigen Lebenshintergründen. Wenn wir dieses Potenzial ausschöpfen, wenn wir unkonventionelle und kreative Ansätze wagen, wird es uns gelingen, die Zukunft nachhaltig zu gestalten und zu sichern.

Denn die wichtige, gute Arbeit findet nicht in Sitzungen statt, sondern vor Ort in unseren Pfarreien. Wenn unsere Gemeindemitglieder dort fruchtbare Begegnung und gemeinsames Teilen erleben, wenn es Raum für Erzählungen gibt, und wenn Gespräche heilen können – dann hat die Kreiskirchenpflege ihre Arbeit im Hintergrund geleistet.

Herzliche Grüsse,

Markus Greiner, Präsident Kreiskirchenpflege Aarau


2. November 2023 | Markus Greiner ›


Kloster Muri «by night»

Freitag, 25. Oktober 2024

Kloster Muri «by night»

Freitag, 25. Oktober 2024

Eine spannende und geheimnisvolle Führung im Dunkel der imposanten Klosterkirche mit der goldenen Kuppel. Durch Gänge und Räume des Klosters, wo früher Mönche lebten, und zur Familiengruft, wo Herzen und Särge der letzten österreichisch-ungarischen Herrscherfamilie beerdigt sind.

Treffpunkt Freitag, 25. Oktober, um 16.40 Uhr, unter der Bahnhofsuhr am Bahnhof Aarau
Abfahrt Richtung Muri um 16.50 Uhr
Rückfahrt Richtung Aarau um 19.39 Uhr
Ankunft in Aarau um 20.07 Uhr

Teilnehmer Jugendliche der 6. bis 9. Klasse
Leitung Claudia Graf, Nicole Gabler und Frank Krause
Kosten Der Ausflug ist für die Jugendlichen gratis. Die Kosten trägt der Jugendfonds des Pastoralraums
Region Aarau.

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Jahresbericht Aarau 2023

Rückschau und Ausblick

Jahresthema aktuell

Am Patrozinium Ende Juni haben wir unser neues Jahresthema vorgestellt: «durchhalten – Halt geben.»

Wer hätte damals gedacht, dass es kurze Zeit später so aktuell werden würde …

Der «Bericht zum Pilotprojekt zur Geschichte sexuellen Missbrauchs im Umfeld der römisch-katholischen Kirche in der Schweiz seit Mitte des 20. Jahrhunderts» hat uns erschüttert und tief betroffen gemacht.

Ganz im Sinn unseres Jahresthemas haben wir unsere Haltung mit Plakaten auf dem Kirchenplatz sichtbar gemacht.

Freiwillige im Garten der Pfarrei Peter und Paul Aarau

Zuwachs

Im letzten Jahr haben wir uns über den Zuwachs in mehreren Bereichen freuen können. So verzeichnet der monatliche Seniorentreff mittlerweile sechsmal mehr Teilnehmende als zu Beginn. Interessante Themen und eine gute Stimmung finden bei Seniorinnen und Senioren offensichtlich Anklang. Die spirituellen, gemeinschaftlichen und kulturellen Angebote der Pfarrei ziehen mehr Besucherinnen und Besucher denn je an. Wie eine im Juni durchgeführte Erfassung ergeben hat, gehen ca. 1250 Menschen beim Offenen Pfarrhaus wöchentlich ein und aus.

Krieg, Armut, andere Notsituationen, das Bedürfnis nach Kontakten oder nach einem ruhigen, willkommenden Ort bringen Menschen zu uns. Zudem wächst es und blüht auch rund ums Pfarrhaus und die Kirche. Mithilfe von freiwilligen Helferinnen und Helfern wurden neue Lebensräume für einheimische Pflanzen und Tiere geschaffen.


13. Oktober 2023 | Bernadette Lütolf › und Myroslava Rap ›


Jahresbericht Suhr-Gränichen 2023

Veränderungen dürfen sein

oder: Abschied vom Relitionsunterricht an der Schule – Zukunft des Religionsunterrichts und der Katechese in der Gemeinde

Wie soll Katechese heute sein?
Wie werden wir unserem Auftrag, das Reich Gottes erfahrbar zu machen, gerecht? Welche Inhalte haben dabei Priorität? Die Mehrzahl der Familien ist nicht im klassischen Sinn «kirchlich sozialisiert». Glaubensleben und religiöse Tradierung in der Familie, wie es zur Zeit der Volkskirche üblich war, gibt es kaum mehr. Auch Gottesdienst- und Pfarreierfahrungen sind spärlich. Das kann analysiert, in Studien zur Kirchenstatistik nachgelesen und zum Teil auch bedauert werden. Für uns ist es die Chance, gemeinsam im Glauben zu lernen und zu erarbeiten, wie wir Kirche sein wollen.

Herausforderungen gibt es dabei einige: Wir sind ein Teil des «Freizeitmarktes», nebst Sport, Musik, und dem riesigen Alltagspensum, welches Familien heute leisten. Für Familien bedeutet unser Angebot Zusatzaufwand wie können wir sie darin bestmöglich unterstützen? Schnell werden Kinder vom Religionsunterricht abgemeldet, weil es zu viel ist: Wie gelingt also Vergemeinschaftung ohne Vereinnahmung [1]? Wie wird Katechese als Bereicherung wahrgenommen?

Impressionen aus dem Pfarreileben

Warum ich diese Herausforderungen als Chance für die Katechese sehe
Im Kontakt mit den Müttern und Vätern, z.B. bei einem Anlass für die neuen Erstklässler:innen, gehen wir transparent mit den Herausforderungen um. Wir machen sie zu Beteiligten und suchen mit ihnen gemeinsam nach Möglichkeiten. Wir stellen uns zusammen die Frage, wie Kirche sein soll, was ihre Bedürfnisse sind und wo sie ihren Teil an die Gemeinschaft beitragen können. Aus diesen Gesprächen entwickelt sich unser Katecheseangebot weiter.

Als Bedürfnis wurde «organisierte Familienzeit» genannt, daraus wurden bei uns thematische «Generationentage». Das sind Anlässe im Bereich der Entdeckungspastoral, die religiöse Räume zum gemeinsamen Erleben öffnen. Mit biblischer Geschichte, kreativer Verarbeitung, gemeinsamem Essen und einer Liturgie, um das zu feiern, was gemeinsam erfahren wurde. Aus der Rückmeldung der Eltern, «wir kennen unsere Inhalte selbst nicht mehr», nahmen wir für uns den Auftrag, bei jedem Anlass ein «Refreshing in Glaubensfragen» vorzubereiten, mit dem die Erwachsenen selbstständig ihr Wissen erweitern können. Aus dem elterlichen Bedürfnis nach thematischem Austausch werden wir beim nächsten Generationentag von Müttern und Vätern moderierte Erwachsenen-Gesprächsrunden zum Thema aufgreifen – danach wird ausgewertet, Feedback eingeholt und weiterentwickelt.

Ein weiteres spannendes Projekt wird die «Chindgsi-Katechese». Auch sie entstand aus Bedürfnissen der Eltern, dient der Familienentlastung («Papiii, ich will auch in die Religion, wenn meine grosse Schwester darf!») und uns zur spielerischen Bibelarbeit. Durch unsere Offenheit zur Veränderung, unsere Freiheiten in den ausserschulischen Zeitfenstern und das Umsetzen von Anliegen gelingt es, Mütter und Väter aktiv einzubinden, Räume zu öffnen und gemeinsam authentisch Kirche zu gestalten.

Generationentag in der Pfarrei Suhr-Gränichen

Ja, diese Art zu arbeiten erfordert Agilität und Mobilität. Sie braucht psychologische Sicherheit und eine gute Teamkommunikation, ebenso fachliche Spezialisierung und Sensibilität – sehr gern habe ich in der SKZ 17/2023 gelesen, dass ForModula an die Herausforderungen angepasst wird. Was diese Art zu arbeiten bietet? Die Möglichkeit, Synodalität zu fördern [2], das eigene Gottes- und Kirchenbild herauszufordern und weiterzuentwickeln, das Evangelium zu leben.

1 Vgl. Barbara Kückelmann, «Die Kirche muss sich ändern», SKZ 17/2023

2 Vgl. Christian Hennecke: Lust auf Morgen!, Christsein und Kirche in die Zukunft denken ›


11. Oktober 2023 | Nicole Gabler ›


Zug um Zug

Freitag/Samstag, 23./24. August 2024

Zug um Zug

Freitagabend und Samstag, 23. und 24. August 2024, mit Übernachtung

Das grosse Spiel mit dem Zug quer durch die Schweiz

Freitag, 23. August 2024, 19.00 Uhr bis Samstag, 24. August 2024, 20.00 Uhr

Kennst du den besten Weg nach Murten? Findest du die schnellste Verbindung nach Zug? Triffst du den Joker in Zürich? Am Freitag treffen sich alle Teilnehmenden in Aarau, erfahren die Spielregeln, überlegen sich ihre Taktik und schliessen den Tag gemütlich ab. Nach einer Übernachtung geht es am Samstagmorgen los auf das Schienennetz.

Ihr könnt euch als Gruppe anmelden. Jede Gruppe setzt sich aus mindestens 3 Teilnehmenden sowie einer Gruppenleiterin oder einem Gruppenleiter (ü16) zusammen. Diese ist am Samstag mit dem Zug in der ganzen Schweiz unterwegs.

Das Ziel: Als Gruppe möglichst viele Punkte sammeln, um Zug um Zug zu gewinnen.

Am Abend treffen sich alle wieder zum Znacht. Danach kommt es zur Auswertung des erlebnisreichen Zugspiel-Tages. Nach der Ehrung der Siegergruppe und einem kleinen Programm endet das Weekend um ca. 20 Uhr in Aarau.

Teilnehmen können Jugendliche der Oberstufe und junge Erwachsene

Leitung OK «Zug um Zug»

Ort Start und Ziel in Aarau

Kosten CHF 50.– pro Person. Die Teilnahme soll für alle möglich sein. Melde dich, falls die Kosten ein Hindernis sind.

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Ein Wochenende in den Bergen

Samstag/Sonntag, 15./16. Juni 2024

Ein Wochenende in den Bergen

Samstag und Sonntag, 15. und 16. Juni 2024

Natur pur erleben in den Bergen: Wir folgen den Spuren von Willhelm Tell und lernen dabei einen Teil vom «Weg der Schweiz» kennen.

Teilnehmen können Jugendliche ab der Oberstufe und junge Erwachsene

Ort Jugendherberge Seelisberg (kleinste Jugendherberge der Schweiz)

Leitung Frank Krause

Kosten CHF 50.–

Anmeldung


Fair kämpfen

Samstag, 27. April 2024, in Suhr

Fair kämpfen

Samstag, 27. April 2024, in Suhr

Die Teilnehmenden setzen sich mit körperlicher Gewalt und Angriffen auseinander. Sie lernen einfache Techniken, um sich bei Angriffen gezielt befreien und wehren zu können.

Teilnehmen können alle Jugendlichen der Oberstufe

Ort Turnhalle Feld, Gönhardweg 21, 5034 Suhr, Lageplan ›

Zeit 14.00–17.00 Uhr

Leitung Frank Krause und Lukas Isler

Kosten Die Teilnahme ist kostenlos

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Mein Beitrag zum Grünen Güggel

Mein Beitrag zum Grünen Güggel

Eine nachhaltig-ökologischen Kirche gestalten

Ich überlege mir vor jedem Einkauf, ob ich wirklich brauche, was ich im Begriff bin zu kaufen und ob es eine ökologischere oder sozialere Alternative gibt. Kriterien sind dabei das Herstellungsmaterial, die Produktionsbedingungen, die Verpackung oder die erwartete Lebensdauer. Kinderspielzeug kaufe ich beispielsweise gerne Second Hand, im Brocki oder im Internet. Auch Kleider kaufe ich selten neu, da ich mit den meisten Produktionsbedingungen nicht einverstanden bin. Beim Essen achte ich auf Regionalität, Bio oder Demeter-Zertifizierung. Ich bin Genossenschafter*in und Mitbegründerin der Solidarischen Landwirtschaft GartenBerg und erhalte jede Woche einen bunt gefüllten Korb voller Biogemüse.  Bio- Manderindli bestelle ich bei Gebana, einer vorbildlichen Unternehmung, die mit Kleinbauern auf der ganzen Welt zusammenarbeitet (www.gebana.com) . Nachdem ich vor einigen Jahren den Film «Blood in the mobile» gesehen habe, möchte ich die gängigen Handyhersteller keinesfalls mehr unterstützen und besitze nun ein Fairphone. Ich versuche auch meinen Kindern ein kritisches Konsumverhalten zu lehren, was ich immer auch wieder als grosse Herausforderung erlebe.

Heidi Emmenegger, Sozialarbeiterin


5000 km mit dem E-Bike: Es ist immer ein spannender Moment, wenn der Tacho umspringt. So war es vergangene Woche, als ich die 5000 km Marke bei meinem E-Bike «knackte».

Damit war ich also seit Februar 2018 im Schnitt 25 km pro Woche unterwegs (die Ferien abgerechnet). Mag wenig klingen, aber dafür gings (fast) immer ohne Auto, bei Wind und Regen ins «Bergland» Küttigen und Biberstein oder durch Aarau, nach Entfelden, Suhr, Buchs und Schöftland Aarau. Zugegeben, manchmal auch per ÖV. So kam ich zum Beispiel an den Staus um 17 Uhr Richtung Entfelden gut vorbei und hatte immer einen Parkplatz. Es war die erste Anschaffung hier als ich wusste, Küttigen und Biberstein gehören zu meinem Aufgabengebiet.

Es hat sich gelohnt, und gesund ist es auch noch.
Burghard Förster, Pfarreileiter


Es ist mir ein Anliegen, dass wir als Gesellschaft in Zukunft weniger Strom brauchen. Als Sakristan habe ich in unserer Kirche inzwischen praktisch alle herkömmlichen Glühbirnen durch LED ersetzt. Während zwei Tagen habe ich über 200 Lämpchen ausgewechselt.

Der Aufwand lohnt sich: LED Glühbirnen brauchen bis zu 30 mal weniger Strom. Auch privat achte ich auf einen niederen Stromverbrauch bei der Beleuchtung und im Allgemeinen.
Herbert Marty Sakristan


Regionales Jugendtreffen

Samstag, 2. März 2024, in Schöftland

Regionales Jugendtreffen

Samstag, 2. März 2024, in Schöftland

Mit Zauber-Workshop und Magier-Show

Für Jugendliche der Oberstufe

Ort Pfarreizentrum Schöftland

Zeit 18.15–21.15 Uhr

Leitung Regio-Team

Kosten kostenlos

Keine Anmeldung erforderlich


Gespräch

«Die Verkündigung der Frohen Botschaft ist systemrelevant.»

«Die Verkündigung der Frohen Botschaft ist systemrelevant.»

Brigitta Minich, Pastoralraum-Leiterin, und Markus Greiner, Präsident der Kreiskirchenpflege

Das duale System der Katholischen Kirche in der Schweiz baut auf das Zusammenspiel der staatskirchenrechtlichen und der pastoralen Seite. Wie dieses Miteinander gelingt, zeigt sich in der Kirchenpflege – dem Ort, wo gemeinsam Lösungen gesucht und Entscheidungen getroffen werden. Markus Greiner, Präsident der Kreiskirchenpflege (KKP), und Brigitta Minich, Pastoralraum-Leiterin, haben sich zum Gespräch getroffen.

Einstiegsfrage: Was schätzt der Präsident der Kreiskirchenpflege an der Pastoralraum-Leiterin besonders?
Markus Greiner Ihre Offenheit. Ich spüre ihre tiefe Religiosität und ihre Liebe zu den Menschen.

Und was erwartet die Pastoralraum-Leiterin vom Präsidenten der Kreiskirchenpflege?
Brigitta Minich Dass wir unsere Kirche im Jetzt inmitten der Gesellschaft proaktiv gestalten – du als KKP-Präsident, ich als Pastoralraum-Leiterin, zusammen mit meinen Pfarreileitungskollegen. Du hast einmal schön gesagt, dass du möchtest, dass wir die tollste Arbeitgeberin im Kanton werden. Das habe ich gehört, und da wir uns als Ausbildungspastoralraum verstehen, bin ich guten Mutes und höre so etwas mit grosser Pionier- und Aufbruchfreude.

Heisst das, dass neue Arbeitsplätze geschaffen werden?
Markus Greiner Die beste Arbeitgeberin zu sein, bedeutet nicht, am meisten Personal zu beschäftigen. Vielmehr sollen die Stellen, die wir anbieten, sinnstiftend sein, Freude bereiten und jene befriedigen, die die Arbeit leisten. Es ist mir wichtig, dass unsere Mitarbeitenden abends mit einem guten Gefühl nach Hause gehen im Wissen, etwas beigetragen zu haben.

Wie ist der Ausdruck «die Gesellschaft proaktiv gestalten» gemeint?
Brigitta Minich Mir ist das Wirken von innen wichtig. Die Auftritte der Katholischen Kirche gegen aussen finde ich momentan nicht sehr zielführend, weil ich glaube, dass wir uns gegen innen reformieren sollten. Wir müssen uns wieder orientieren an dem, was unsere Quelle und was unser Kernauftrag ist, die Verkündigung der Frohen Botschaft. Diese Botschaft ist äusserst systemrelevant und muss dringend in diese Gesellschaft und in unsere Zeit hineinverkündet werden – in einer Sprache, die die Menschen heute verstehen. Der Pastoralraum hat sich das Motto «nah bei den Menschen» gegeben. Das sollten wir uns immer bewusst sein, und dafür wollen wir in guter, konstruktiver Zusammenarbeit Verantwortung übernehmen. Ich schätze das duale System und stehe für den demokratischen Teil unserer Hierarchie ein. Hier braucht es aktive und innovative Menschen. Die religiöse Grundausrichtung oder Herkunft ist ja auf beiden Seiten vorhanden – egal, ob jemand staatskirchenrechtlich oder pastoral tätig ist. Wir haben einen Glauben, der uns trägt.

Um dieses Ziel zu erreichen, stehen jährlich rund 9 Millionen Franken zur Verfügung.
Markus Greiner Von diesen 9 Millionen bleiben 90 bis 95 Prozent bei uns. Das Geld fliesst in unsere Gemeinden für die pastorale Arbeit. Damit bezahlen wir die Saläre unserer Mitarbeitenden, pflegen unsere Liegenschaften, damit sie zu schönen Behausungen werden, und wir haben die Möglichkeit, über die Zukunft nachzudenken. Als Solidaritätsgemeinschaft können wir uns überlegen, was in fünf, zehn oder zwanzig Jahren wichtig sein wird. Diesen Luxus, so langfristig zu denken, wollen wir schöpferisch nutzen.

Was unterscheidet denn eine Solidaritätsgemeinschaft von einer Dienstleistungsgesellschaft?
Markus Greiner Man kauft sich bei uns durch die Kirchensteuer keine Beerdigung, man kann sich bei uns beerdigen lassen, wenn man das möchte. Man kauft sich keine Kommunion, sondern leistet mit der Kirchensteuer einen Beitrag, solidarisch denen gegenüber zu sein, die bei uns mitmachen wollen.

Eine schöne Aufgabe, eine Solidaritätsgemeinschaft zu präsidieren.
Markus Greiner Ich möchte meine Talente nicht nur im beruflichen Umfeld einsetzen, sondern auch einen Beitrag leisten, damit sich die Kirche weiterentwickelt und neue Wege ausprobiert. Das lässt Scheitern zu, und das lässt Erfolg zu.

Eine solche Weiterentwicklung setzt Einigkeit und eine gemeinsame Stossrichtung innerhalb des dual zusammengesetzten Gremiums voraus. Wie zeigt sich diese konkret?
Brigitta Minich Beispielsweise im Zusammenhang mit unseren Begegnungsräumen. Sie sollen in einem guten Zustand sein. Sie werden von unterschiedlichsten Gruppen genutzt. Oder in einem gemeinsamen Auftritt gegen aussen, indem wir als Römisch-Katholische Kirche im Aargau etwas zum sozialen Frieden und zum multikulturellen Zusammenleben beitragen können. Dass wir die geballte «Man- und Womenpower» im Pastoralraum und in der Kreiskirchgemeinde zusammenlegen können. Mein Bild ist immer der Weinberg: Da braucht es unterschiedliche Arbeiterinnen und Arbeiter, damit im Herbst die Trauben geerntet werden können und der Wein bereitet werden kann, den wir als Katholikinnen und Katholiken schlussendlich auf den Altar stellen und um Verwandlung bitten. Das ist meine Vision der Zusammenarbeit: dass wir zusammen an unterschiedlichen Orten auf dieses gemeinsame Ziel hinarbeiten, damit der Weinberg fruchtbringend bewirtschaftet werden kann. Dabei sind so viele unterschiedliche Arbeiten zu verrichten, die nur mit einem sinnvollen Miteinander gelingen können.

Markus Greiner Wir haben in den Behörden mit Theologinnen und Theologen, Polizisten, Juristen, Rechtsanwälten oder Architekten eine spannende Konstellation, ganz viele Talente und Berufsgruppen, die sich per Definition eigentlich nicht einigen können. Aber das ist eben das Spannende: Alle bringen sich mit ihrer Lebenserfahrung ein, und das führt zu nachhaltigen Ergebnissen.

Das war der Blick nach innen. Richten wir ihn nun nach aussen. Sollte die Kirche mit ihrem Wirken zur öffentlichen Meinungsbildung beitragen?
Markus Greiner Die Kirche kann positiven Einfluss auf die Entwicklung der Welt zu einem friedlicheren Ort nehmen. Wir haben heute beispielsweise mit dem Klimawandel globale Probleme, die von globalen Organisationen wie der Kirche behandelt werden müssen.

Die Kirche darf sich also in den politischen Prozess einmischen.
Markus Greiner Die Kirche mischt sich über jeden Menschen persönlich in die Politik ein. Als Organisation ist die Kirche Teil der res publica, der öffentlichen Sache.

Vor zwei Jahren sah man vor einigen Kirchen Plakate, die für ein Ja zur Konzernverantwortungsinitiative warben. War das richtig?
Markus Greiner Es ist nicht an mir, ein Plakat aufzuhängen oder nicht. In erster Linie ist es spannend, wie der Diskussionsprozess läuft. Vielleicht hätte die Diskussion damals noch breiter in den Kirchgemeinden geführt werden sollen.

Brigitta Minich Die Kirche soll sich einbringen in die Meinungsbildung. Wir sollen Räume öffnen, damit sich Menschen eine Meinung bilden können. Da können wir dank unseres christlichen Hintergrunds etwas beitragen. Dies haben wir beispielsweise vor einem Jahr im Rahmen einer öffentlichen Podiumsdiskussion zur Änderung des Transplantationsgesetzes gemacht. Das ist genau die Art, wie ich mir unsere Rolle vorstelle. Zurückhaltender bin ich, wenn es um ein direktes Einmischen in die Politik geht, weil unsere Mitglieder ganz unterschiedliche persönliche Haltungen haben. Unser Spielraum ist dabei gegeben, weil wir wegen der zehn Gebote und den Seligpreisungen eine Grundhaltung haben, die wir nicht verraten dürfen.

Unterschiedliche Lebenswelten zeigen sich auch innerhalb der fünf Pfarreien und Ortskirchen. Worin besteht der gemeinsame Nenner?
Markus Greiner Es gibt ein pastorales Leitbild mit lokal verankerten Ortskirchen. In städtischen und ländlichen Gebieten haben Menschen eine unterschiedliche Einstellung zu dem, was ihnen wichtig ist und was sie von der Kirche erwarten. Diese Vielfalt ist eine Bereicherung. Deshalb müssen wir gut schauen, wie viel Gemeinsames sinnvoll ist, und wo jede Ortskirche für sich selbst die beste Lösung findet.

Brigitta Minich Ich stehe hinter diesem Pastoralraummodell mit eigenständigen Pfarreien und Pfarreileitungen, die ihr eigenes pastorales Handeln verantworten, weil wir eine so grosse Region sind. Bei uns vereinen sich ländliche Gebiete, Agglomerationsgemeinden und die Kantonshauptstadt. Da gibt es unterschiedliche Wahrnehmungen, Ansprüche und Bedürfnisse. Wir haben das Glück, dass gegenwärtig alle Pfarreileitungen besetzt sind. Hinsichtlich der Entwicklung des Pastoralraums mache ich mir diesbezüglich jedoch Gedanken, denn personelle Wechsel wie Pensionierungen können die pastorale Entwicklung schnell verändern.

Als beste Arbeitgeberin müsste die Kreiskirchgemeinde keine Angst um Nachwuchskräfte haben.
Markus Greiner Wir können innerhalb der Kreiskirchenpflege eine Arbeitskultur und ein Klima entwickeln, welches zu nachhaltigen Entscheidungen führt. Das liegt auch in meiner Verantwortung. Sollten wir für Pfarreileitende keine Nachfolge finden, ist ein Modell gefragt, das wir gemeinsam entwickeln und umsetzen. Vielleicht gibt es in einigen Jahren Lösungen, damit personelle Wechsel nicht als Verlust wahrgenommen werden. Es geht dabei um die Frage, wie mit dem vorhandenen Personal die Aufgaben in der Zukunft erfüllt werden können.

In Zukunft wird der Pastoralraum vermutlich noch vielfältiger und multinationaler geprägt sein. Bereits heute haben 50 Prozent der Mitglieder einen Migrationshintergrund.
Brigitta Minich Durch die Migration haben wir trotz Kirchenaustritten praktisch gleichbleibende Mitgliederzahlen. Die Herausforderung besteht im Spannungsfeld zwischen diesen Menschen mit ihrer eigenen Frömmigkeit und den Schweizerinnen und Schweizern, die sich immer mehr von der Kirche distanzieren. Wir müssen in den Pfarreien eine Pastoral der Vielfalt entwickeln, welche Menschen integriert und sie hier beheimatet, egal, von wo sie kommen. Unterschiedlichen Bedürfnisse gilt es anzunehmen und zu berücksichtigen. Die Situation hat sich in den letzten 15 Jahren komplett verändert. Das betrifft auch das Personal. Mitarbeitende, die vor 20 oder 30 Jahren ihre Ausbildung gemacht haben, arbeiten heute ganz anders, als sie es gelernt haben. Das braucht viel Agilität in den Teams.

Spiegelt sich diese Entwicklung hin zu Multinationalität auch in den Behörden wider?
Markus Greiner Das ist ein langfristiges Ziel. Die Vertretungen von Migrantinnen und Migranten in den Kirchenpflegen kann weiterentwickelt werden. Schon jetzt haben wir Personen mit Migrationshintergrund in den Behörden, und viele Menschen engagieren sich in den Missionen.

Euer Schlusswort an die Leserinnen und Leser?
Brigitta Minich Die Kirche hat einmal das Hirtenbild entwickelt: Der Hirt ist die Person, die der Herde vorangeht. Vor ein paar Jahren bin ich darauf gestossen, dass es in Israel, von wo das Bild ursprünglich stammt, genau umgekehrt ist. Dort läuft die Schafherde voraus, denn die Schafe wissen am besten, wo sie Futter finden, und der Hirt oder die Hirtin hat die Aufgabe, die Herde zusammenzuhalten und sie zu beschützen. Ich liebe dieses zweite Bild sehr. Und so wünsche ich mir von Leserinnen und Lesern, dass sie mit ihren eigenen Ideen auf mich zukommen und sie mir mitteilen. Auch in Bereichen, die uns vielleicht noch nicht präsent sind.

Markus Greiner Nelson Mandela nennt dies leading from behind. Die Kirche funktioniert nur mit all den Freiwilligen. Und ich bin dankbar für alle, die sich engagieren, ihre freie Zeit, ihren Spass und ihre Energie einbringen.


Schneetag in Engelberg

Sonntag, 21. Januar 2024

Schneetag in Engelberg

Sonntag, 21. Januar 2024

Ein perfekter Tag im Schnee, mit Skifahren, Boarden oder Schlitteln.

Wir fahren gemeinsam mit dem Car nach Engelberg. Dort verbringen wir einen ganzen Tag im Schnee, inklusive Mittagessen und Tageskarte.

Das ist inbegriffen

  • Busfahrt nach Engelberg und zurück
  • Tageskarte
  • Schlittenmiete
  • Spaghetti-Plausch

Programm

  • 6.50 Uhr: Abfahrt ab Aarau, Feerstrasse 4, auf Höhe der Katholischen Kirche, Lageplan ›
  • 7.15 Uhr: Abfahrt ab Schöftland bei der Katholischen Kirche, Lageplan ›
  • 8.45 Uhr: Ankunft in Engelberg
  • 8.45–12.00 Uhr: Skifahren, Snowboarden, Schlitteln oder Funpark
  • 12.00–13.00 Uhr: Spaghetti-Plausch
  • 13.00–16.15 Uhr: Skifahren, Snowboarden, Schlitteln oder Funpark
  • 16.30 Uhr: Abfahrt ab Engelberg
  • ca. 18.00 Uhr: Ankunft in Schöftland
  • ca. 19.00 Uhr: Ankunft in Aarau

Teilnehmer Jugendliche der 6. bis 9. Klasse und junge Erwachsene

Leitung Yvonne Zwyssig, Beatrice De Faveri und Frank Krause

Ort Engelberg

Kosten CHF 50.–, der Rest wird aus dem Jugendfonds bezahlt

Anmeldung bis Mittwoch, 17. Januar 2024


Rückblick

39 Jugendliche waren dabei und haben auf den Pisten, auf der Schlittelbahn und im Fun-Park vergnügliche und sportive Stunden erlebt. Das Gruppenfoto zeigt uns müde, Gott sei dank alle unverletzt und sehr zufrieden, kurz vor der Rückfahrt mit dem Car.

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Livestream

Weihnachtsgottesdienst an Heiligabend ›

Livestream Weihnachtsgottesdienst

An Heiligabend, 24. Dezember, übertrugen wir um 17 Uhr den Familiengottesdienst aus der Katholischen Kirche Heilig Geist in Suhr live – für alle, die von zuhause aus am Computer oder von unterwegs am Smartphone mitfeiern möchten. Der Livestream kann noch ein paar Tage aufgerufen werden.


Besuch im Haus der Religionen

Samstag, 9. Dezember 2023, Bern

Besuch im Haus der Religionen

Samstag, 9. Dezember 2023

Im Haus der Religionen wird etwas Einzigartiges probiert: Menschen aus acht Religionsgemeinschaften kommen dort zum Beten und Feiern zusammen. In deren verschiedenartigen und teils farbenfrohen Tempeln und Räumen lernen wir ihre Religionen und Bräuche kennen.

Im Anschluss besteigen wir den Turm der grössten und wichtigsten spätmittelalterlichen Kirche der Schweiz mit einer herrlichen Aussicht über die Stadt Bern und in die Alpen. Danach bleibt Zeit zum «Shoppen» in der Altstadt.

Teilnehmer Jugendliche der 6. bis 9. Klasse und junge Erwachsene

Leitung Beat Niederberger und Nicole Gabler

Ort Bern

Kosten kostenlos


Bericht der Versammlung

der Kreiskirchgemeinde 2022 ›

Angestellte erhalten 3,4 Prozent Teuerungsausgleich

Jahresversammlung der Kreiskirchgemeinde Aarau vom 29. November 2022 in Aarau

Rita Walker (stehend) leitet die Versammlung der Kreiskirchgemeinde Aarau in der Kirche Peter und Paul in Aarau

Die 85 Mitarbeitenden der Römisch-Katholischen Kreiskirchgemeinde Aarau erhalten nächstes Jahr einen Teuerungsausgleich von 3,4 Prozent. Das haben die Stimmberechtigten anlässlich der Jahresversammlung vom 29. November 2022 in Aarau einstimmig beschlossen. Zugestimmt haben die 58 Anwesenden ebenfalls den Ergänzungen zum Personalreglement, in welchem die Sozialleistungen der Angestellten in den fünf Pfarreien Aarau, Buchs-Rohr, Entfelden, Schöftland und Suhr-Gränichen geregelt sind. So erhalten alle Mitarbeitenden unabhängig ihres Anstellungsgrads zusätzlich zu den kantonalen Familien- und Ausbildungszulagen monatlich 150 Franken pro Kind. Diese Zulagen seien insbesondere für Angestellte wie Sakristane oder Katechetinnen mit kleinen Pensen substanziell, so die Personalverantwortliche, Beatrice Ruflin. Die Kreiskirchgemeinde wolle eine familienfreundliche, faire und fortschrittliche Arbeitgeberin sein. So gewährt sie ihren Angestellten im Krankheitsfall während eines halben Jahres den vollen Lohn, und alle Mitarbeitenden ab 60 Jahren haben Anspruch auf sechs Wochen Ferien im Jahr.

Ebenfalls ohne Gegenstimme genehmigt wurden die Jahresrechnung 2021, welche mit einem Ertragsüberschuss von 298’366 Franken abschliesst sowie das Budget 2023, das laut Erläuterungen von Lukas Häusermann, Mitglied der Finanzkommission, einen kleinen Gewinn von 6000 Franken vorsieht. Trotz des kontinuierlichen Rückgangs der Mitgliederzahlen in der Römisch-Katholischen Kirche von jährlich rund 1,5 Prozent zeigte er sich hinsichtlich der künftigen finanziellen Lage der Kreiskirchgemeinde zuversichtlich. Bei einem unveränderten Steuersatz von 18 Prozent rechnet er mit einer Erhöhung des Steuersubstrats von rund 400’000 Franken auf 9,4 Millionen bis ins Jahr 2027, wie er anhand des Finanzplans ausführte.

Die Kreditabrechnungen zur Audio- und Lichtsteuerung in der Kirche Buchs und zur Sanierung der Glockenanlangen in den Kirchen Buchs und Suhr sowie der Planungskredit zur Modernisierung der Kirche Schöftland wurden diskussionslos verabschiedet.

Die Versammlung vom 29. November war die letzte unter dem Vorsitz von Rita Walker, Präsidentin der Kreiskirchenpflege Aarau. Das Leitungsgremium wird im Hinblick auf die neue Legislatur 2023–2026 von 16 auf 7 Personen verkleinert. Vizepräsident Werner Ryter bedankte sich bei ihr für das grosses Engagement und ihr Wirken als Präsidentin während der letzten acht Jahre.


Beschlüsse nach Traktanden

  1. Das Protokoll der ausserordentlichen Kreiskirchgemeindeversammlung vom 28. Juni 2022 wird einstimmig genehmigt.
  2. Das «Reglement betreffend Ergänzungen der Kreiskirchgemeinde Aarau» zum Personalreglement der Römisch-Katholischen Kirche im Aargau wird einstimmig genehmigt.
  3. Das «Spesenreglement für Mitarbeitende» der Kreiskirchgemeinde Aarau wird einstimmig genehmigt.
  4. Das «Reglement Basisentschädigung Sitzungsgelder und Spesen» wird einstimmig genehmigt.
  5. Der Antrag, die Dienstbarkeit für die Abwasserleitung und den Spielplatz im Rahmen der Überbauung der Parzelle 3173 sei mit der Bauherrschaft zu regeln und im Grundbuch einzutragen, wird einstimmig gutgeheissen.
  6. Die Kreditabrechnung «Beleuchtung und Audio, Kirche Buchs» wird einstimmig genehmigt.
  7. Die Kreditabrechnung «Sanierung Glockenanlage, Kirche Buchs» wird einstimmig genehmigt.
  8. Die Kreditabrechnung «Erneuerung Glockenanlage, Kirche Suhr» wird einstimmig genehmigt.
  9. Die Kreditabrechnung «Planungskredit, Kirche Schöftland» wird einstimmig genehmigt.
  10. Der Antrag, die Jahresrechnung 2021, bestehend aus Erfolgsrechnung, Anhang zur Jahresrechnung, Bilanz und der Verwendung des Ertragsüberschusses sei zu genehmigen, und die Verantwortlichen seien zu entlasten, wird einstimmig gutgeheissen.
  11. Das Budget 2023 mit einem unveränderten Steuerfuss von 18% wird einstimmig genehmigt.
  12. Der Finanz- und Investitionsplan 2023–2027 wird zur Kenntnis genommen.
  13. Die Mitglieder der Finanzkommission, Lukas Häusermann, Aarau (Präsident, bisher), Katja Ilak, Buchs-Rohr (neu), Simone Kräuchi, Entfelden (neu) und Beat Dobmann, Schöftland (bisher) werden einstimmig gewählt.
  14. Die Stimmenzähler Erich Auderset, Aarau (bisher), Robert Probst, Buchs-Rohr (bisher), Sanja Nevistic, Entfelden (neu), Niklaus Huber, Schöftland (bisher), Monika Schmid, Suhr-Gränichen (bisher) und Gabriele Gysin, Suhr-Gränichen (neu) werden einstimmig gewählt.
Hinweis
Gemäss Artikel 32 des Organisationsstatuts der Römisch-Katholischen Landeskirche des Kantons Aarau sind positive und negative Beschlüsse der Kreiskirchgemeindeversammlung der Urnenabstimmung zu unterstellen, wenn dies von einem Fünftel aller oder mindestens 300 Stimmberechtigten innert 30 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich verlangt wird.

30. November 2022 | Dani Schranz

Traktanden und Informationen der Jahresversammlung 2022

Wahlresultate

Gesamterneuerungswahlen 27.11.2022 ›

Wahlresultate der Gesamterneuerungswahlen der Römisch-Katholischen Kreiskirchgemeinde Aarau

für die Amtsperiode 2023–2026
Urnengang vom 27. November 2022
Stimmbeteiligung: 10,88%

Aarau

Ortskirchenpflege

Präsident Markus Greiner, Aarau, bisher, 604 Stimmen
Cécile Amstutz Seefeld, Rombach, bisher, 626 Stimmen
Marlene Brand, Aarau, bisher, 614 Stimmen
Gaby Fuchs, Aarau, bisher, 642 Stimmen
Martin Gartner, Aarau, bisher, 629 Stimmen
Lorenz Rüttimann, Küttigen, bisher, 632 Stimmen
Mathias Schmutz, Küttigen, neu, 617 Stimmen

Synode

Erich Auderset, Aarau, bisher, 636 Stimmen
Marcel Notter, Erlinsbach, neu, 620 Stimmen
Mathias Schmutz, Küttigen, neu, 638 Stimmen

Pfarreileitung

Der Pfarreileiter Burghard Förster wurde von den Wahlberechtigten mit 680 Stimmen im Amt bestätigt.

Stimmbeteiligung: 14,55%


Buchs-Rohr

Ortskirchenpflege

Präsident Andreas Pechlaner, Aarau Rohr, bisher, 244 Stimmen
Irene Egli, Buchs, bisher, 245 Stimmen
Susanna Joggi, Buchs, bisher, 233 Stimmen
Lucy Panthalattiyil, Buchs, neu, 235 Stimmen
Roberto Rea, Aarau Rohr, bisher, 247 Stimmen
Paola Zarabara, Aarau Rohr, bisher, 250 Stimmen

Synode

Marianne Wyler, Buchs, bisher, 247 Stimmen
Harald Zurheide, Buchs, neu, 258 Stimmen

Pfarreileitung

Der Pfarreileiter Marco Heinzer wurde von den Wahlberechtigten mit 249 Stimmen im Amt bestätigt.

Stimmbeteiligung: 12,62%


Entfelden

Ortskirchenpflege

Präsident Stefan Pöder, Unterentfelden, bisher, 211 Stimmen
Mischa Hänsli, Unterentfelden, neu, 209 Stimmen
Maria John, Oberentfelden, neu, 212 Stimmen
Thomas Oberholzer, Oberentfelden, bisher, 211 Stimmen
Claudia Schläfle-Freiermuth, Oberentfelden, bisher, 217 Stimmen

Synode

Matthias Muoth, Oberentfelden, bisher, 206 Stimmen
Stefan Pöder, Unterentfelden, bisher, 217 Stimmen

Pfarreileitung

Der Pfarreileiter Samuel Behloul wurde von den Wahlberechtigten mit 221 Stimmen gewählt.

Stimmbeteiligung: 10,11%


Schöftland

Ortskirchenpflege

Präsident Werner Ryter, Schöftland, neu, 240 Stimmen
Erwin Koch, Schöftland, bisher, 242 Stimmen
Judith Gugelmann, Staffelbach, bisher, 248 Stimmen
Cinzia Laperuta, Staffelbach, neu, 252 Stimmen

Synode

Bernadette Bernasconi, Moosleerau, bisher, 247 Stimmen
Gerd Lutters, Kölliken, bisher, 236 Stimmen
Werner Ryter, Schöftland, neu, 238 Stimmen

Pfarreileitung

Der Pfarreileiter Beat Niederberger wurde von den Wahlberechtigten mit 266 Stimmen im Amt bestätigt.

Stimmbeteiligung: 7,12%


Suhr-Gränichen

Ortskirchenpflege

Präsident Antonio Mazzei, Suhr, bisher, 256 Stimmen
Maurus Capaul, Suhr, bisher, 252 Stimmen
Leo Kleinstein, Gränichen, bisher, 255 Stimmen
Hans-Peter Leibundgut, Suhr, bisher, 261 Stimmen
Hans-Ulrich Oertle, Gränichen, bisher, 256 Stimmen

Synode

Christa Koch, Suhr, bisher, 272 Stimmen
Jacqueline Lienhard, Suhr, neu, 255 Stimmen

Pfarreileitung

Die Pfarreileiterin Brigitta Minich wurde von den Wahlberechtigten mit 275 Stimmen im Amt bestätigt.

Stimmbeteiligung: 9,99 %


27. November 2022 | Dani Schranz ›


Jahresbericht Entfelden 2021-2022

Bunt und segensreich

Mit einem bunten und segensreichen Pfarreileben sind wir 2022 beschenkt worden. Nach zwei Pandemiejahren durften wir Traditionelles wieder feiern und Neues realisieren. Am Palmsonntag haben wir den naturnahen Spielplatz, «Martins Arche» eingeweiht, der auch dank vielen fleissigen, kleinen und grossen Hände der Pfarreiangehörigen realisiert werden konnte. Ebenso durften wir wieder das traditionelle «St. Martin trifft sich» als ein grossartiges Familienfest feiern. Am Beispiel der biblischen Geschichte von der Arche Noah zeigten die Kinder auf kreative und farblich bunte Weise, was es bedeutet, wenn eine Pfarrei zum Ort wird, an dem es für alle Platz gibt, für kleine und grosse «Tiere», wo jede und jeder sich einbringen kann – ganz im Sinne unseres Pfarreimotos: Du bist willkommen!

Und im Familiengottesdienst zum Schuljahresanfang durften wir acht Mädchen und Buben in unsere Minischar neu aufnehmen. Zur grossen Freude unserer Minis haben wir zum ersten Mal auch eine Mini-Reise in den Europapark organisiert. Und seit dem 20. September kräht der Grüne Güggel auch in Entfelden.

Nicht nur ein buntes, sondern auch vom Gottes reichen Segen begleitetes Jahr geht für unsere Pfarrei zu Ende. Und dafür sind wir alle dankbar.


21. Oktober 2022 | Samuel Behloul


Jahresbericht Buchs-Rohr 2021-2022

Beteiligung am «synodalen Prozess»

Der synodale Prozess «Wir sind ganz Ohr» in der Pfarrei Buchs-Rohr

Wie nähere ich mich dem von Papst Franziskus angestossenen Prozess «Wir sind ganz Ohr» › in einem Artikel an, ohne dass er gleich eine wissenschaftliche Arbeit wird? Ich habe mich entschieden, ein paar Schlaglichter darauf zu werfen.

Ablauf von «Wir sind ganz Ohr» in der Pfarrei St. Johannes
Im Pfarreizentzentrum St. Johannes in Buchs fanden im Herbst 2021 zwei «Pasta-Talks» zum Thema «Wir sind ganz Ohr» statt: Am 5. November nahmen 11 Jugendliche und am 25. November 12 Erwachsene daran teil, und am Schluss wurde die Umfrage von jeder Gruppe am PC ausgefüllt.

Am 13. Januar 2022 endete die First für die Auswertung zu «Synodaler Prozess zur Synode 2023 – Bistum Basel – Ergebnisse aus den Dialoggruppen». Nun war es möglich, die Umfrageergebnisse der Pfarreiangehörigen der Pfarrei St. Johannes mit dem bistumsweiten Gesamtergebnis zu vergleichen. Dieser Schlussbericht wurde im Auftrag des Bistums vom Meinungsforschungsinstituts gfs Bern › erstellt.

Um das zu ermöglichen, stellten Erika Kunz und Yvonne Zwyssig eine Ausstellung in der Kapelle auf die Beine. Jedermann konnte vom 1. bis 18. Februar 2022 in Ruhe die Ergebnisse aus der Pfarrei mit den Grafiken und Erläuterungen des gfs-Berichts vergleichen.

In welchem Verhältnis stehen die Antworten der Buchser-Rohrer zur gfs-Analyse?
Das lässt sich nicht pauschalisieren. Aber greifen wir doch das Unterthema «Gebet als Inspiration» aus dem Themenfeld Feiern heraus, und vergleichen die Buchser-Rohrer Antworten mit den bistumsweiten Antworten gemäss der gfs-Analyse. Zu diesem Themenkomplex lagen in Buchs-Rohr 2 Tischsets mit 9 Antworten vor. 4 der Antworten lassen sich eindeutig der gfs-Rubrik «Gebete fördern Lebensfreude und Gemeinschaftsgefühl» zuordnen. Je 1 Antwort bestätigt, dass «Grundwerte verbinden: Die Grundwerte, welche durch den Gottesdienst und das Gebet vermittelt werden» bzw. «Spirituelles Gemeinschaftserlebnis: Der Gottesdienst und das Gebet sorgen für ein Gemeinschaftserlebnis»

Unter die Rubrik «andere Antworten» fallen bei den Buchser-Rohrer 3 der Antworten. Vergleicht man die Reihenfolge der Gewichtung der einzelnen vier Antworten so entspricht Buchs-Rohr in diesem Unterthema nicht der gfs-Analyse:

gfs-Analyse

  1. Grundwerte verbinden (durch Gebete und Gottesdienst) (44%)
  2. Gebete fördern Lebensfreude und Gemeinschaftsgefühl (38%)
  3. Spirituelles Gemeinschaftserlebnis (durch Gebete und Gottesdienst) (34%)
  4. andere Antworten (27%)

Buchs-Rohr

  1. Gebete fördern Lebensfreude und Gemeinschaftsgefühl (44,4%)
  2. andere Antworten (33,3%)
  3. Grundwerte verbinden (durch Gottesdienst und Gebete) (11,1%)
  4. Spirituelles Gemeinschaftserlebnis (durch Gottesdienst und Gebete) (11%)

Diese unterschiedliche Gewichtung ist für mich als Pfarreiseelsorgerin von St. Johannes nicht überraschend, denn zumindest die Chinderchile ist seit dem Abebben der Coronapandemie wieder so zurückhaltend besucht wie vor der Pandemie. (Zur Zeit der Pandemie hatten wir bis zu 48 Mitfeiernde, weil eben alles andere verboten und nur noch der Gottesdienst möglich war, worüber die Eltern sehr froh waren.) In Gesprächen erfahre ich immer wieder, wie wichtig den einzelnen Gläubigen das persönliche Gebet ist. Der Gottesdienst findet in dem eng getakteten Wochenprogramm fast keinen bis gar keinen Platz mehr (ausser vielleicht noch an Weihnachten und Ostern).

Gibt es ein Themenfeld, das ohne die gfs-Rubrik «andere Antworten» auskommt?
Nein, in allen 7 Themenfeldern gibt es Antworten, die in dieser Rubrik gehören. Damit entsprechen die Buchser-Rohrer Antworten der gfs-Analyse.

Gibt es ein Themenfeld, bei dem alle Antworten in die Rubrik «andere Antworten» fallen?
Ja, beim Themenfeld «Zuhören» und zwar bei allen drei Unterthemen, die von den Buchser-Rohrer bearbeitet wurden. In der gfs-Grafik ist der Balken «andere Antworten» natürlich nicht besonders aussagekräftig. Deshalb lohnt es sich, diese Antworten auf den Tischsets genauer unter die Lupe zu nehmen. Die Unterthemen «Wo wird man gehört?» bzw. «Wo wird man nicht gehört?» wurden mehrheitlich von Oberstufenschülern ausgefüllt, denn der Jugendtreff «Life» und der Religionsunterricht kommen auf den Sets vor. Wenn man diese Antworten nebeneinanderlegt, dann ergeht es einem wie dem Ehepaar, dessen Stimmabgabe sich gegenseitig neutralisiert, weil der Eine Ja und die Andere Nein stimmt. Und doch ist es wichtig, dass beide Stimmen abgegeben werden wegen der Stimmbeteiligung. Die einen Schüler brachten fürs Gehörtwerden den Jugendtreff «Life» und den Religionsunterricht als Beispiel, die anderen genau die zwei gleichen Angebote fürs Nichtgehörtwerden. Ein Oberstufenschüler nannte fürs Gehörtwerden «im Gottesdienst, wenn man was sagt.» Hier kommt die Erfahrung des selbstwirksamen Auftretens vor der versammelten Gottesdienstgemeinde zum Ausdruck. Eine Oberstufenschülerin bezeugt zum gleichen Unterthema ihren Glauben mit den Worten: «Wenn ich allein in der Kirche bete, ich glaube, dass Gott* mit zuhört. (*Es gibt nur einen Gott, egal welchen Glauben Mann/Frau hat.)»

Gibt es Themenfelder, bei denen alle vorgelegten Unterthemen bearbeitet wurden?
Ja, das ist zweimal der Fall. Und zwar beim Themenfeld «Feiern» mit den Unterthemen «Gebet als Inspiration», «Gottes Wort als Entscheidungshilfe», «Förderung Teilnahme Gottesdienst» und beim Themenfeld «In der Kirche und Gesellschaft den Dialog führen»  mit den Unterthemen «Guter Dialog», «Umgang mit Konflikten», «Dialog mit anderen Konfessionen».

Für alle, die Zahlen und Übersichten lieben: Einige Infos zu gewählten (bzw. weggelassenen) Themenfeldern und Unterthemen
Der Papst und mit ihm die Schweizer Bischofskonferenz haben 10 Themenfelder mit insgesamt 27 Unterthemen zur Beantwortung vorgelegt. Für den Pasta-Talk wurden diejenigen 7 Themenfelder ausgewählt, die auch von Oberstufenschülern bearbeitet werden konnten. Diese Unterthemen waren auf Tischsets aufgedruckt und nach Themenfelder ausgelegt worden, so dass jede Person sich das Tischset nehmen konnte, welches ihr entsprach.

Insgesamt wurden im Pasta-Talk und im Unterricht mit den Oberstufenschülern 33 Tischsets zu 14 Unterthemen (von 21 möglichen) der 7 Themenfelder (von 10) beantwortet.

Übersicht der für St. Johannes ausgewählten Themenfelder inkl. bearbeiteter Unterthemen. Nicht bearbeitete Themen sind kursiv gesetzt.

Weggefährten

  1. Wer gehört dazu?
  2. Wer wird ausgeschlossen?
  3. Wer gestaltet? (3 Tischsets)

Zuhören

  1. Wo wird man gehört? (4 Tischsets)
  2. Wo wird man nicht gehört? (3 Tischsets)
  3. Wo werden Randgruppen gehört?
  4. Hindernisse für das Zuhören? (2 Tischsets)

Wort ergreifen

  1. Erlebte Kommunikation
  2. Was erleichtert Kommunikation? (4 Tischsets)
  3. Was hindert Kommunikation? (2 Tischsets)

Feiern

  1. Gebet als Inspiration (2 Tischsets)
  2. Gottes Wort als Entscheidungshilfe (2 Tischsets)
  3. Förderung Teilnahme Gottesdienst (1 Tischset)

Mitverantwortung in der Sendung

  1. Einstehen für den Glauben (2 Tischsets)
  2. Unterstützung durch Kirche
  3. Zusammenspiel Kirche – Pfarrei

In der Kirche und der Gesellschaft den Dialog führen

  1. Guter Dialog (1 Tischset)
  2. Umgang mit Konflikten (2 Tischsets)
  3. Dialog mit anderen Konfessionen (1 Tischset)

Sich in der Synodalität bilden

  1. Gemeinsamen Weg möglich machen (4 Tischsets)
  2. Hilfsmittel und Hilfestellungen für den Dialog

Auf grösste Resonanz mit je 4 Tischsets stiessen die Unterthemen «Gemeinsamen Weg möglich machen» (aus dem Themenfeld «Synodalität»), «Was erleichtert Kommunikation?» (aus dem Themenfeld «Das Wort ergreifen») und «Wo wird man gehört?» (aus dem Themenfeld «Zuhören»).

Je nur 1 Tischset bekamen «Förderung Teilnahme Gottesdienst» (aus dem Themenfeld «Feiern») und aus dem Themenfeld «In der Kirche und der Gesellschaft den Dialog führen» die beiden Unterthemen «Guter Dialog» und «Dialog mit anderen Konfessionen».

Übersicht der für St. Johannes weggelassen Themenfelder inkl. Unterthemen

Austausch mit anderen christl. Konfessionen:

  1. Beziehung zu anderen christlichen Konfessionen

Autorität und Teilnahme:

  1. Entscheidungsfindung
  2. Mitverantwortung

Unterscheiden und Entscheiden:

  1. Geistliche Prozesse
  2. Atmosphäre des Vertrauens
  3. Transparenz und Rechenschaft

Vergleicht man diese drei weggelassenen Themenfelder mit den gemäss der gfs-Analyse der drei Schlusslichtern in der Bearbeitung der Themenfelder, dann fällt auf, dass die beiden Themenfelder «Austausch mit anderen christlichen Konfessionen» und «Unterscheiden und Entscheiden» auch in der gfs-Analyse zu den drei Schlusslichtern gehören. Das dritte Schlusslicht bei der gfs-Analyse bildet das Themenfeld «Sich in der Synodalität bilden». In diesem Punkt unterscheiden sich die Buchser-Rohrer vom Bistumsdurchschnitt.


18. Oktober 2022 | Elisabeth Zürcher Heil


Jahresbericht Aarau 2021-2022

Das Infofenster ist eröffnet

Die einstige «Volkskirche» ist mittlerweile eine Kirche neben anderen Kirchen und weiteren Anbietern sozialer, aber auch spiritueller Angebote in einer von Vielfalt geprägten Gesellschaft

Die Aufgaben unserer Pfarrei und Kirche Peter und Paul in Aarau verändern sich. Neben den «klassischen» Angeboten mit den spirituellen, seelsorgerlichen und liturgischen Kompetenzen bieten wir vermehrt Raum und Begegnung für Menschen mit unterschiedlichen Anliegen.

Wir sehen schon seit einiger Zeit, dass die Bedürfnisse in den klassischen kirchlichen Felder abnehmen. Es gibt weniger Beerdigungen, Taufen und Trauungen. Neue Aufgaben kommen dagegen vermehrt dazu. Das Konzept «Offenes Pfarrhaus» beschreibt eine Möglichkeit, darauf zu reagieren. Seit 2015 war es immer wieder Thema, im Offenen Pfarrhaus die personelle Präsenz im Bereich der Sozialarbeit bzw. der soziokulturelle Animation zu verstärken.

Das wurde jetzt in die Wege geleitet mit der Entscheidung, die Sozialarbeit mit 50 Stellenprozenten zu erhöhen. Damit ist der Bereich Seelsorge/Liturgie neu bei 140 Stellenprozenten (vorher etwa 145) inklusive der priesterlichen Mitarbeit des albanischen Missionars Albert Jakaj.

Die Sozialarbeit ist damit neu bei 100 Stellenprozenten (vorher 50). Eine erste sichtbare Umsetzung ist der neue Empfang im Foyer des Offenen Pfarrhauses.

Das Infofenster ist geöffnet
Zwei Familien sind auf dem Spielplatz, junge Erwachsene entfliehen der Hitze im Schatten des grossen Mammutbaums, diverse Leute gehen in den Räumen des Offenen Pfarrhauses und der darüber liegenden Caritas ein und aus – alltägliche Szenen in der Pfarrei Peter und Paul Aarau. Dieser starken Nutzung der Innen- und Aussenräume wird nun mit einer neuen Präsenz begegnet, und zwar durch das Infofenster hin zum Foyer. Hier können Fragen geklärt, Informationen abgegeben, Kontakte geknüpft und Ideen besprochen werden. Möglich ist dieses neue Angebot durch die Erweiterung des Teams der Sozialen Arbeit. Das Fenster ist vorläufig von Montag bis Freitag,  von 9 bis 11 Uhr offen. Eine Flyer-Wand mit nützlichen Informationen wird das Angebot in Kürze erweitern.

Eine gute Balance
Dadurch ist zum einen das Angebot in der Seelsorge und Liturgie erhalten und zum anderen das soziale Angebot im Offenen Pfarrhaus gestärkt – eine gute Balance zwischen den «klassischen Angeboten» und den neuen Herausforderungen mit dem Ziel, unsere Kirche in ihrer Relevanz und Bedeutung für die Menschen und die Gesellschaft auch in Zukunft zu gewährleisten.

Wir hoffen, dass so unsere Pfarrei und Kirche Peter und Paul mit dem grossen Platz weiterhin Orte sind, an denen die Grundaufgaben der Kirche (Liturgie, Verkündigung mit Predigt, Katechese und Bildung sowie Diakonie und Sozialarbeit) überzeugend, dynamisch, nachhaltig und erfahrbar gelebt werden, als Angebote für und in einer sich verändernden und vielfältigen Gesellschaft.


14. Oktober 2022 | Michelle Oberle und Burghard Förster


Jahresbericht Suhr-Gränichen 2021-2022

Impressionen aus dem Pfarreileben 2021/2022

Pfingsten – Patrozinium: Fest unserer Kirche in Suhr

Unsere Kirche in Suhr ist dem Heiligen Geist geweiht. Darum ist Pfingsten in ganz besonderer Weise das Fest unserer Kirche. Aber geht es da um das Gebäude? Das Gebäude, unsere Kirche, ist das Haus, in dem das Wirken des Heiligen Geistes erinnert, gefeiert und erfahren werden kann. Aber nicht so, dass diese Erfahrung im Gebäude bleibt, sondern, dass Menschen sie mit in ihren Alltag nehmen können, wo sie Konsequenzen für ihr Leben haben kann.

So ähnlich wie es die ersten Jüngerinnen und Jünger erlebt haben: «Und es erschienen ihnen Zungen, wie von Feuer, die sich verteilten; auf alle liess sich eine nieder. Und sie wurden vom Heiligen Geist erfüllt und begannen, in anderen Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.» (Apg 2f) Weiter heisst es dann, dass die Menschen sie in ihrer Sprache verstehen konnten. Da klingt nun etwas sehr Spannendes an! Plötzlich fremde Sprachen sprechen können, tönt nach einem Wunder. Schöne Idee, hat aber mit einer möglichen Realität wenig zu tun. Auf jeden Fall muss ich, auch wenn ich glaube und gefirmt bin, jede Fremdsprache mit Disziplin lernen. Aber wenn es heisst, dass die Menschen sie in ihrer Sprache verstehen konnten, dann dürfen wir das so übersetzen, dass vom Heiligen Geist erfüllte Menschen Menschen sind, die so kommunizieren, dass andere sie verstehen. Und das hat ganz bestimmt Konsequenzen für unseren Alltag. Wir wollen den Heiligen Geist ernst nehmen und schauen, was in unserem Alltag passieren kann.

Neues Motto

Darum gehen wir ab Pfingsten mit einem neuen Motto «auch wir sind Heilig Geist.» auf den Weg. Das bedeutet für uns: Jeder und jede in unserer Pfarrei ist erfüllt von Heiligem Geist. Und wir sind als Gemeinschaft eingeladen zu entdecken, was passiert, wenn wir uns das so richtig bewusst machen und uns fragen: Was macht das mit uns, wenn wir hören, dass wir von Heiligem Geist erfüllt sind und wir zusammen die Pfarrei Heilig Geist Suhr-Gränichen sind?

Pfarreifest vom 3. September

Der neu gegründete Pfarreirat hat es sich zur ersten ambitionierten Aufgabe gemacht, gemeinsam ein Fest mit dem Motto «Wir sind ganz Ohr» (Motto der Weltsynode) zu feiern.

Der Mittelpunkt und gleichzeitige Höhepunkt des Festes war die gemeinsame Eucharistiefeier mit der albanischen und italienischen Mission und zehn Ministrantinnen und Ministranten aus den Missionen und der Pfarrei, die – ohne Probe – wunderbar präsent waren.  Bereits die Vorbereitung auf die Feier mit Don Albert und Gabriella Gugliellmi war ein Fest.

Die sprachliche Vielfalt, die gleichzeitig ein Spiegelbild für die Vielfalt der Pfarrei Heilig Geist Suhr-Gränichen ist, wurde im Vaterunser – in der jeweiligen Muttersprache gebetet – hörbar. Die Feier wurde musikalisch vom Kirchenchor sowie adHoc Sänger*innen mitgestaltet.

Das anschliessende Nachtessen bot Gelegenheit für zahlreiche Gespräche und wertvolle Begegnungen. Gelegenheit, aufeinander zuzugehen und sich gemeinsam darüber auszutauschen, was geschätzt wird und wo Neues entstehen könnte, welche Zukunft geträumt wird und wohin sich die Pfarrei weiterentwickeln könnte.

Auch die Kinder kamen nicht zu kurz: Sie durften sich vom Ballonmann eine farbenfrohe Ballonfigur wünschen, liessen mit der JuBla Papierflieger fliegen oder genossen eine Fahrt auf den beliebten Trampirössli.

Wir danken herzlich allen helfenden Händen, die zum Gelingen dieses Festes beigetragen haben! Wir haben uns über jede Unterstützung sehr gefreut.

Wir sind weiterhin «ganz Ohr»: Haben Sie Anregungen und Ideen für die katholische Pfarrei oder sind Sie interessiert, im Pfarreirat mitzuwirken, dann nehmen Sie Kontakt auf mit Brigitta Minich › auf. Ich freue mich auf Sie!

Grüner Güggel

Seit eineinhalb Jahren beschäftigen wir uns im Umwelt- und Pfarreiteam intensiv mit unserem Umweltmanagement. Seither haben wir für die Zertifizierung durch das Prozesslabel «Grüner Güggel» gearbeitet. Am 20. September fand die Validierung durch den Fachmann statt. Wir freuen uns sehr darüber, dass wir die Validierung bestanden haben und die feierliche Zertifikatsübergabe am 13. November im Gottesdienst stattfinden kann.

Ich lade alle Interessierten ein, die mehr wissen wollen, das Stichwort «grüner güggel» zu recherchieren. Den grünen Güggel auf dem Kirchenplatz haben sie sicher alle gesehen. Einige von uns haben sehr viel Arbeit geleistet. Ein besonderer Dank geht an David Leuenberger und Gabriele Gysin für ihren grossen Einsatz. Aber auch allen anderen möchte ich herzlich danken. Das Thema ist top aktuell, und wir bleiben dran. Es gibt immer noch Verbesserungs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Wer bei Themen in Nachhaltigkeit Kompetenzen hat und gerne mitarbeiten möchte: Wir würden uns sehr freuen!


14. Oktober 2022 | Brigitta Minich


Personelles 2022

Personelles

Die Zahl der Mitarbeitenden und Behördenmitglieder sowie die Stellenprozente blieben in den vergangenen drei Jahren ziemlich konstant (Zeitraum jeweils von Dezember bis Ende November).

*Bei der Zahl der Mitglieder Behörden sind neu auch die Mitglieder der Finanzkommission eingeschlossen.

Wie schon in den vergangenen Jahren war es möglich, alle Stellen mit kompetenten Mitarbeitenden zu besetzen. Das ist nicht selbstverständlich, denn der Stellenmarkt ist gerade auch im kirchlichen Bereich ausgetrocknet.

Besonders schwierig ist es, Katechetinnen und Katecheten zu finden. Da bewährt es sich sehr, dass der Pastoralraum Region-Aarau als «Ausbildungspastoralraum» geeignete Bewerberinnen und Bewerber aus den eigenen Pfarreien für die Ausbildung begeistern kann.

Auch das Finden von geeigneten Sakristanen und Hauswartinnen ist nicht immer einfach. Eine Sakristanin, ein Hauswart muss nicht nur handwerklich und technisch versiert sein, sondern auch administrativ à jour sein. Zudem müssen sie auch überaus dienstfertig sein und gerne für die Katholische Kirche arbeiten.

Darum bin ich dankbar und glücklich über die gute Besetzung aller Stellen. Ein besonderer Dank geht hier an die Gemeindeleitenden und an die Pfarrei-Teams der fünf Pfarreien. Sie alle haben – mit Teamgeist, Kreativität, Fröhlichkeit und Spiritualität – neue Mitarbeitende angeworben und für die Arbeit im Pastoralraum Region Aarau überzeugt.

Die Prozentzahlen beziehen sich auf das Total der Stellenprozente (3399 Prozent)

Mutationen (Dezember 2021 bis November 2022)

Pensionierungen

  • Roschi Ursula, Katechese, Suhr-Gränichen (16 Dienstjahre)
  • Willi Daniel, Kirchenmusik, Aarau (44 Dienstjahre)

Zwei Pensionierungen – 60 Jahre Dienst! Ganz herzlichen Dank für die langjährige Mitarbeit und Gottes Segen für die Zukunft.

Ausgetreten und weitergegangen sind folgende Mitarbeitende

  • Bolzern Adrian, Seelsorge, Aarau
  • Bühler Ivo, Sozialarbeit, Aarau
  • Deutschmann Katja Nicole, Kirchenmusik, Aarau
  • Iten Hürlimann Natascha, Katechese, Aarau
  • Jonczak Dorota, Katechese, Suhr-Gränichen
  • Martin Sarah, Sekretariat, Geschäftsstelle
  • Martins Sampaio João Pedro, Kirchenmusik, Entfelden
  • Moser Andrea, Katechese, Suhr-Gränichen
  • Nigg Tolvanen Franziska, Pfarreisekretariat, Aarau
  • Steinmann-Ramseyer Christine, Hausdienst, Aarau
  • Stocker Benno, Katechese, Schöftland

Ihnen allen ein herzliches Dankeschön und Gottes Segen auf ihrem weiteren Weg.

Neue Mitarbeitende im Pastoralraum

  • Aly Mohamed, Praktikant Sozialarbeit, Aarau
  • Egloff Monika, Sekretariat, Entfelden
  • Fessel Dörte, Sekretariat, Geschäftsstelle
  • Gadola-Michel Irene, Katechese, Aarau
  • Graf Claudia, Katechese, Suhr-Gränichen
  • Gysin Gabriele Armando, Sakristei und Hausdienst, Suhr-Gränichen
  • Jakaj Albert, priesterliche Mitarbeit, Aarau
  • Martin Sarah, Sekretariat, Geschäftsstelle
  • Oberle Michelle, Sozialarbeit, Aarau
  • Sehr Lukas, Kirchenmusik, Entfelden
  • Stahl Roman, Kirchenmusik, Aarau
  • Wendling Cecile, Katechese, Schöftland

Den neuen Mitarbeitenden ein herzliches Willkommen! Viel Freude und Befriedigung bei ihrer Arbeit.


14. Oktober 2022 | Beatrice Ruflin


Jahresbericht Schöftland 2021-2022

Impressionen aus dem Pfarreileben 2021/2022

Sommerlager

Über 40 Kinder trafen sich im 3. Sommer-Tageslager zu vielfältigen Aktivitäten: Holz und Wald beschäftigten die Kinder und Jugendlichen in ihrem ganzen Reichtum und ihrer grossen Faszination.

Tolle Wolle

Sich nach den Corona-Einschränkungen wieder treffen, sich verbinden und Ideen verstricken. Das Projekt Tolle Wolle führte strickende Menschen zusammen, es gab viele ermutigende Momente und viele bunt eingestrickte Pflanzen und Einrichtungen rund um das Pfarreizentrum.

Pfarreifest

Generationenübergreifend feiern wir Mitte August das Fest Mariä Himmelfahrt mit Kräutersegnung und unser ebenso vielfältiges Pfarreileben. Die Big9Jazzband unterhielt uns bestens und viele Aktivitäten luden ein, selber kreativ zu werden.

Stationenweg – Weihnachten im Freien

Not macht erfinderisch. Wenn man drinnen nicht feiern kann, dann feiern wir draussen. Die biblische Geschichte erzählt, dass die Geburt nicht drinnen stattfinden konnte. Die Weihnachtsfeiern konnten auch nicht drinnen durchgeführt werden. Den Mitternachtsgottesdienst draussen feiern war eine neue bereichernde Erfahrung. Ebenso der Stationenweg für Familien rund um das Pfarreizentrum anstelle des Kindergottesdienstes. Wir feierten Weihnachten anders, biblischer, draussen.


Kreiskirchenpflege Aarau

wird verkleinert ›

Kreiskirchgemeinde Aarau beschliesst Verkleinerung der Kirchenpflege

An der ausserordentlich einberufenen Versammlung › der Römisch-Katholischen Kreiskirchgemeinde Aarau vom Dienstag, 28. Juni 2022, hat eine Zweidrittelmehrheit einer Verkleinerung der Kreiskirchenpflege von 16 auf 7 Mitglieder zugestimmt.

Neu setzt sich die Kirchenpflege der Kreiskirchgemeinde Aarau aus den fünf Präsidien der Ortskirchenpflegen Aarau, Buchs-Rohr, Entfelden, Schöftland und Suhr-Gränichen, der Pastoralraum-Leiterin sowie einem weiteren Pfarreileiter zusammen.

Heute besteht die Exekutivbehörde aus sechs an der Urne gewählten Mitgliedern mit Ressortverantwortung, den Präsidien der fünf Ortskirchenpflegen aus Aarau, Buchs-Rohr, Entfelden, Schöftland und Suhr-Gränichen sowie dem Kollektiv der fünf Pfarreileitungen als Vertreter der pastoralen Seite. Neu soll die Kreiskirchenpflege aus den fünf Präsidien der Ortskirchen sowie zwei Mitliedern aus den Pfarreileitungen zusammengesetzt sein. Der Antrag auf Verkleinerung der Behörde kam aus den eigenen Reihen der Kreiskirchenpflege, die im dualen System der Katholischen Kirche für die staatskirchenrechtlichen Belange zuständig ist.

Mehrere Votanten setzten sich in einer engagiert geführten Diskussion für oder gegen eine Halbierung des Gremiums ein. Eine Reform der 50-jährigen Struktur wurde von niemandem grundsätzlich infrage gestellt, hingegen wurde bemängelt, dass Alternativen wie eine Einheitskirchgemeinde oder ein Kirchgemeindeverband zu wenig erwogen worden seien und keine breit abgestützte Vernehmlassung stattgefunden habe. Zudem beschneide das vorgesehene Modell die demokratischen Mittel der Mitbestimmung und stehe im Widerspruch zum gültigen Organisationsstatut der Landeskirche. Ein Rückweisungsantrag eines Mitglieds wurde jedoch abgewiesen. Die Gegenseite argumentierte, dass in einem verschlankten Gremium von sieben Personen effizientere Entscheide möglich seien und anstehende Herausforderungen besser bewältigt werden könnten. Die neue Form sei juristisch überprüft und die Rechtmässigkeit seitens des Kirchenrats der Landeskirche bestätigt worden.

Wird gegen den Entscheid kein Referendum ergriffen, nimmt die Kirchenpflege in der neuen Zusammensetzung ihre Arbeit nach den Gesamterneuerungswahlen vom November per 1. Januar 2023 auf.


30. Juni 2022, Dani Schranz ›


Ausserord. Versammlung

der Kreiskirchgemeinde Aarau ›

Ausserordentliche Versammlung der Kreiskirchgemeinde Aarau

Dienstag, 28. Juni 2022, 19 Uhr, Pfarreisaal Peter und Paul, Aarau
Lageplan ›

Warum eine ausserordentliche Versammlung einberufen wird

Die Kreiskirchenpflege soll von 16 auf 7 Mitglieder verkleinert werden. Das bedingt eine Änderung der Kirchgemeindeordnung, Diese kann nur geändert werden, wenn die Versammlung der Kreiskirchgemeinde dieser Änderung zustimmt.

Mit Mehrheitsbeschluss hat die Römisch-Katholische Kreiskirchenpflege Aarau einen Antrag auf Reduktion des Gremiums von heute 16 auf künftig 7 Mitglieder an der Sitzung vom 28. April 2022 gutgeheissen (siehe Beitrag vom 29. April 2022). Inzwischen wurde die Kirchgemeindeordnung der Kreiskirchgemeinde entsprechend angepasst und juristisch überprüft. Der Kirchenrat der Landeskirche Aargau hat an seiner Sitzung vom Mittwoch, 25. Mai, die Rechtmässigkeit der Kirchgemeindeordnung in der vorliegenden Form geprüft.

Damit die Kirchgemeindeordnung per 1. Januar 2023 in Kraft treten kann, muss sie vorgängig von den stimmberechtigten Mitgliedern der Römisch-Katholischen Kreiskirchgemeinde an einer Versammlung genehmigt werden. Deshalb wird die Kirchenpflege am Dienstag, 28. Juni 2022, 19 Uhr, eine ausserordentliche Versammlung der Kreiskirchgemeinde einberufen. Sie findet im Pfarreisaal der Kirche Peter und Paul in Aarau statt.


Traktanden

  1. Begrüssung
  2. Protokoll der Kreiskirchgemeindeversammlung vom 23. November 2021
  3. Vorstellung Neuorganisation der röm.-kath. Kreiskirchenpflege Aarau
  4. Entscheid Kirchgemeindeordnung der röm.-kath. Kreiskirchgemeinde Aarau
  5. Verschiedenes

Die Traktanden wurden an der Sitzung der Kreiskirchenpflege am 27. Mai genehmigt.

Die hier publizierten Unterlagen zur Versammlung können auf der Geschäftsstelle der Kreiskirchgemeinde, Feerstrasse 4, Aarau, zu den üblichen Öffnungszeiten eingesehen werden. Auf Wunsch kann die neue Kirchgemeindeordnung ebenfalls per E-Mail oder auf dem Postweg angefordert werden ›.


Die Änderungen der Kirchgemeindeordnung im Detail

B. Organisation und Zuständigkeit der Kreiskirchgemeinde

§ 2 Organisation

(bisher)

2 — Die Kreiskirchenpflege besteht aus

a) den sechs von den Stimmberechtigten der Kreiskirchgemeinde gewählten Mitgliedern, wobei die Ortskirchgemeinde Aarau mit zwei, die übrigen Ortskirchgemeinden mit je einem Mitglied vertreten sind;

b) den fünf Pfarreileitungen. Hat eine Pfarrei keine gewählte Pfarreileitung, hat die Ortskirchenpflege die Seelsorgerin oder den Seelsorger mit Hauptverantwortung für die Pfarrei in die Kreiskirchenpflege zu delegieren;

c) den fünf Präsidentinnen oder Präsidenten der Ortskirchenpflegen;

d) einer Vertretung der Pastoralraumleitung, die von ihr selbst bestimmt wird.

(neu)

2 — Die Kreiskirchenpflege besteht aus
a) den fünf Präsidentinnen oder Präsidenten der Ortskirchenpflegen;
b) der Pastoralraumleiterin oder dem Pastoralraumleiter;
c) einer Pfarreileiterin oder einem Pfarreileiter der fünf angeschlossenen Pfarreien, wobei die Pfarreileiterinnen und Pfarreileiter diese Person selber bestimmen.

2bis — Die Präsidentin oder der Präsident der Kreiskirchenpflege wird aus dem Kreis der fünf Präsidentinnen oder Präsidenten der Ortskirchenpflegen für eine Amtsdauer von einem Jahr von der Kreiskirchenpflege gewählt. Wiederwahl ist zulässig.

§ 3 Zuständigkeit

(bisher)

1 — Den Organen der Kreiskirchgemeinde stehen die im Organisationsstatut der Römisch-Katholischen Landeskirche des Kantons Aargau festgelegten Rechte und Pflichten der Kirchgemeinde zu, soweit sie nicht den Organen der Ortskirchgemeinden übertragen sind.

2 — Es sind namentlich zuständig:

a) die Stimmberechtigten an der Urne für die Gesamterneuerungswahl der vom Volk zu wählenden Mitglieder und der Präsidentin oder des Präsidenten der Kreiskirchenpflege;

b) die Kreiskirchgemeindeversammlung:
1. Ersatzwahlen in die Kreiskirchenpflege während der Amtsdauer;
2. Wahl der Mitglieder und der Präsidentin oder des Präsidenten der Finanzkommission;
3. Wahl der Stimmenzählerinnen und Stimmenzähler;

c) die Kreiskirchenpflege:
1. Wahlbehörde für Pastoralraumstellen;
2. Anstellungsbehörde für alle Mitarbeitenden; die Anstellung der Mitarbeitenden für die Seelsorge ist in Zusammenarbeit mit den kirchlichen Stellen vorzunehmen.

(neu)

1 — Den Organen der Kreiskirchgemeinde stehen die im Organisationsstatut der Römisch-Katholischen Landeskirche des Kantons Aargau festgelegten Rechte und Pflichten der Kirchgemeinde zu, soweit sie in § 5 dieser Ordnung nicht den Organen der Ortskirchgemeinden übertragen sind.

2 — Es sind namentlich zuständig:

a) die Kreiskirchgemeindeversammlung:
1. Wahl der Mitglieder und der Präsidentin oder des Präsidenten der Finanzkommission;
2. Wahl der Stimmenzählerinnen und Stimmenzähler;

b) die Kreiskirchenpflege:
1. Wahlbehörde für Pastoralraumstellen;
2. Anstellungsbehörde für alle Mitarbeitenden; die Anstellung der Mitarbeitenden für die Seelsorge ist in Zusammenarbeit mit den kirchlichen Stellen vorzunehmen.

PDF Kirchgemeindeordnung mit Änderungen zuhanden der Versammlung vom 28. Juni 2022

Fair kämpfen

Samstag, 3. Juni 2023

Fair kämpfen!

Am Samstag, 3. Juni 2023, haben 12 Jugendliche aus dem Pastoralraum Aarau am Workshop «Fair kämpfen» teilgenommen. Unter der Leitung von Lukas Isler (Senpai, Träger des schwarzen Gürtels 1. Dan) und Frank Krause (Trainer für soziales Lernen) haben sie verschiedene Techniken geübt, um sich bei verbalen und körperlichen Angriffen gezielt wehren und befreien können.

Nebst schweisstreibenden Selbstverteidigungsübungen und Kampfspielen wurde viel gelacht, und die Jugendlichen gingen im Selbstvertrauen gestärkt und zufrieden nach Hause.


Ein Wochenende in den Bergen

Samstag/Sonntag, 6./7. Mai 2023

Ein Wochenende in den Bergen

Samstag, 6. Mai, bis Sonntag, 7. Mai 2023

Wir verbringen zwei Tage auf dem Seelisberg im Kanton Uri, lassen die Seele baumeln und entdecken die Schönheit der Natur. Wir folgen den Spuren von Willhelm Tell und lernen dabei einen Teil vom «Weg der Schweiz» kennen.

Teilnehmer
Jugendliche ab der Oberstufe und junge Erwachsene

Ort
Jugendherberge Seelisberg › (kleinste Jugendherberge der Schweiz)

Leitung
Jeannette Gut › und Frank Krause ›

Kosten
CHF 50.–


(Arten)vielfältige Pfarrei Aarau

Samstag, 6. Mai 2023

(Arten)vielfältige Pfarrei Peter und Paul, Aarau

Samstag, 6. Mai 2023

Unser Aussenraum soll möglichst vielen Tieren und Pflanzen ein Zuhause sein. Darum werden wir an unserem Projekttag gemeinsam Kästen für Fledermäuse bauen, Wildbienennisthilfen erstellen und Wildblumen als Nahrungsangebot pflanzen. Das Angebot richtet sich an alle interessierten Jugendlichen und wird durch den Jugendfonds des Pastoralraums Region Aarau finanziert.

Wann Samstag, 6.Mai 2023, 9–16 Uhr
Wo Pfarrei Peter und Paul Aarau, Laurenzenvorstadt 80, Aarau
Mitnehmen Ein Picknick zum zMittag, wenn vorhanden Arbeitshandschuhe
Anmeldung bis am 27. April an Michelle Oberle



Kreiskirchenpflege

Kirchenpflege soll verkleinert werden ›

Die Kreiskirchenpflege soll verkleinert werden

Die katholische Kreiskirchenpflege Aarau soll von 16 auf 7 Mitglieder reduziert werden. Eine Mehrheit der Behörde hat einen entsprechenden Antrag an der Sitzung vom 28. April 2022 gutgeheissen. Die Reform bedingt eine Anpassung der Kirchgemeindeordnung und muss vom Kirchenrat der Landeskirche sowie von den Stimmberechtigten genehmigt werden.

Die katholische Kirche der Schweiz kennt als einzige katholische Kirche der Welt zwei gleichberechtigte Führungslinien: Die pastorale Linie kümmert sich um Gottesdienste, Seelsorge und Diakonie, die staatskirchenrechtliche um die Verwaltung und die Infrastruktur. Auf der pastoralen Seite befinden sich die Leitung der Pfarrei, die Seelsorgenden und Mitarbeitenden, auf der staatskirchenrechtlichen Seite gibt es die Kirchenpflegen, die von allen Stimmberechtigten demokratisch gewählt werden. Gemeinsam bilden die beiden Seiten das duale System der katholischen Kirche in der Schweiz.

In der Region Aarau gibt es eine weitere Besonderheit. Hier bilden die fünf Ortskirchgemeinden Aarau, Buchs-Rohr, Entfelden, Schöftland und Suhr-Gränichen die Kreiskirchgemeinde Aarau ›. Jede Kirchgemeinde hat eine eigene Exekutivbehörde, die Ortskirchenpflegen. Das sind Laiengremien, in welchen Freiwillige die Geschäfte der Kirchgemeinden in Ressorts betreuen. Die Präsidien der Ortskirchenpflegen haben Einsitz in der Kreiskirchenpflege. Diese Organisationsform besteht seit 1972. Sie ist aus der ehemaligen Kirchgemeinde Aarau zu einer Zeit entstanden, in der die Anzahl Katholiken in der Region dank Entwicklung, Bautätigkeit und Migration stark zunahm.

«Heute präsentiert sich die Situation anders als vor 50 Jahren», argumentiert Markus Greiner, Präsident der Ortskirchenpflege Aarau. «Angesichts der Kirchenaustritte von jährlich 1,5 bis 2 Prozent und stagnierender Steuererträge ist es ein Gebot der Stunde, die Organisationsform der Kreiskirchgemeinde zu überdenken und zu reformieren. Es wird auch immer schwieriger, Freiwillige zu finden, die sich ehrenamtlich in einer Behörde engagieren.» Deshalb soll die Kreiskirchenpflege signifikant verkleinert und so für künftige Entwicklungen fitgemacht werden. Heute besteht sie aus 16 Personen. Dazu zählen fünf an der Urne gewählte Mitglieder mit Ressortverantwortung (Liegenschaften, Personal, Finanzen usw.), die Präsidentin Rita Walker, die Präsidien der fünf Ortskirchenpflegen und – von Amtes wegen – die pastoralen Leitungspersonen der fünf Pfarreien.

Die Antragsteller wollen das Gremium nun auf sieben Personen verkleinern. Künftig sollen die Präsidien der fünf Ortskirchenpflegen und zwei Leitungspersonen aus den Pfarreien das Gremium bilden. Es ist vorgesehen, dass die Leitung analog zum Modell des Bundesrats jeweils für ein Jahr an einen Ortskirchenpräsidenten als Primus inter pares übertragen wird. Sachgeschäfte sollen an die Ressortverantwortlichen in den Ortskirchenpflegen delegiert werden, die sich projektbezogen als Arbeitsgruppen organisieren und auf diese Weise die Vernetzung und den Wissensaustausch sicherstellen. Dank dieser Reduktion werde die Behörde effizienter, und Entscheide könnten schneller gefasst werden, so Markus Greiner.

Bedenken gibt es hinsichtlich des angeschlagenen Tempos der Reformvorschläge. Geht es nach dem Willen der Antragsteller, werden die stimmberechtigten Katholiken bereits im kommenden Juni oder August an einer ausserordentlichen Versammlung der Kreiskirchgemeinde die Reform verabschieden, damit die Erneuerungswahlen vom November für die Amtsperiode 2023–2026 entsprechend vorbereitet und abgehalten werden können. Zweifel bestehen auch, ob es gelingen wird, künftig genügend Freiwillige für die Behördentätigkeit zu finden, da davon auszugehen ist, dass die zeitliche Belastung der einzelnen Mitglieder im Zuge der Reform zunehmen dürfte.

Bevor die rund stimmberechtigten Katholiken über eine Reduktion der Kreiskirchenpflege befinden können, muss der Kirchenrat der Landeskirche das Begehren beurteilen, und die anzupassenden Reglemente werden einer juristischen Prüfung unterzogen.

 


29. April 2022 | Dani Schranz


Sachbearbeiter*in

Geschäftsstelle, Stellenausschreibung ›

Stellenausschreibung

Die Römisch-Katholische Kreiskirchgemeinde Aarau umfasst die Kirchgemeinden Aarau, Buchs-Rohr, Entfelden, Schöftland und Suhr-Gränichen. Dies entspricht dem Pastoralraum Region Aarau mit fünf Pfarreien und rund 19 000 Katholiken. Die Geschäftsstelle der Kreiskirchgemeinde ist die zentrale Dienstleistungsstelle der fünf Kirchgemeinden, deren Pfarreien und Behördenmitglieder.

Arbeiten Sie gerne in einem kleinen Team? Schätzen Sie es, wenn Sie als Drehscheibe viele Fäden in der Hand halten? Freuen Sie sich auch über kleine Erfolge? Können Sie sich vorstellen, eine vielfältige Palette an Aufgaben unter einen Hut zu bringen? Dann sind Sie richtig bei uns.

Wir suchen per sofort oder nach Vereinbarung eine Persönlichkeit als

Sachbearbeiter*in Geschäftsstelle, 80%

Ihre Aufgaben

  • Sie sind am Empfang und am Telefon die erste Ansprechperson und Visitenkarte.
  • Sie sind verantwortlich für die Mitgliederverwaltung, pflegen die Stammdaten und bereiten Adressen für Versände auf.
  • Sie sind die administrative «Perle» der Geschäftsstelle und agieren als Assistent*in der Leiterin der Geschäftsstelle.
  • Sie verantworten die Abläufe der Kreditoren- und Debitorenbuchhaltung von A bis Z.
  • Sie kontieren und verbuchen die Postfinance-/Bankbelege.
  • Sie helfen beim Jahresabschluss und der Budgeterstellung mit.
  • Sie stehen in regelmässigem Informationsaustausch mit den Pfarreisekretariaten, den Ortskirchgemeinden und den vorgesetzten Stellen.

Ihr Profil

  • Sie verfügen über eine kaufmännische Grundausbildung und idealerweise über eine Fachausbildung im Finanz- und Rechnungswesen.
  • Sie haben mehrjährige Erfahrung in einer ähnlichen Allroundfunktion.
  • Sie bringen Abacus-Kenntnisse mit und haben eine hohe IT-Affinität.
  • Sie bezeichnen sich als initiativ, proaktiv, integer und zielorientiert.
  • Sie haben sich Dienstleistungsorientierung auf die Fahne geschrieben und arbeiten exakt und genau.
  • Sie können über sich selbst lachen und gehen mit offenen Augen durchs Leben.

Wir bieten
Ein dynamisches Umfeld mit einem kleinen, aufgestellten und motivierten Team, viel Gestaltungsfreiraum, attraktive Anstellungsbedingungen und eine Entlöhnung gemäss Lohn- und Besoldungsreglement der Römisch-Katholischen Kirche im Aargau. Ein zentral gelegener Arbeitsplatz in Aarau rundet das Angebot ab.

Ihr nächster Schritt
Fühlen Sie sich angesprochen von dieser vielseitigen Aufgabe? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung per E-Mail an Carmen Kronenberg.


Gebete für den Frieden

als Videos ›

Drei Gebete für den Frieden

vom Freitag, 11. März, 19 Uhr, Kirchenplatz, Poststrasse 15, Aarau

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Für Gerechtigkeit und Frieden einstehen, beten, schweigen

Der Krieg und das Leiden in der Ukraine: Es macht uns sprachlos, es macht uns traurig, es macht uns nachdenklich und auch hilfsbereit. Wir wollen uns einsetzen. Als Pfarreien und Kirchgemeinden im Pastoralraum Region Aarau wollen wir dies gemeinsam tun und laden Sie, Ihre Freunde und Bekannten dafür ein am Freitag, den 11. März. Um 19 Uhr treffen wir uns auf dem Kirchenplatz vor der Katholischen Kirche Peter und Paul in Aarau, Poststrasse 15.

Zeigen wir, wofür wir als Christ:innen stehen und woran wir glauben, an die Wahrhaftigkeit von Gerechtigkeit und Frieden trotz und gerade wegen der schrecklichen Bilder und Geschichten, die uns erreichen. Nehmen wir das Leiden der Ukrainer:innen in unsere Mitte und Herzen. Stärken wir die Kraft der Mutigen in jedem Land, auch in Russland, die sich gegen den Krieg aussprechen und die Freiheit verteidigen wollen. Machen wir uns bereit, Menschen zu helfen, durch Spenden und Offenheit für die Schutzsuchenden. Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind.


Das Friedensgebet wurde gemeinsam von allen Pfarreileitenden des Pastoralraums Region Aarau gestaltet: Burghard Förster, Aarau, Marco Heinzer, Buchs-Rohr, Samuel Behloul, Entfelden, Beat Niederberger, Schöftland und Brigitta Minich, Suhr-Gränichen.


12. März 2022 | Dani Schranz


Soziokulturelle Animation

Stellenausschreibung ›

Stellenausschreibung

Die katholische Pfarrei Peter und Paul in Aarau ist eine offene und tolerante Pfarrei sowie ein aktiver und lebendiger Teil des Pastoralraums Region Aarau und der Stadt Aarau.

Wir suchen für den Bereich Soziokulturelle Animation ab 1. August 2022 eine:n Mitarbeiter:in

Soziokulturelle Animation oder Soziale Arbeit 50–70%

Das Offene Pfarrhaus und der Platz davor sind wichtige Orte der Begegnung. Hier begegnen sich Menschen, von Kindern bis Senioren, Familien, Menschen verschiedenster Kulturen, Geflüchtete und engagierte Freiwillige.

Ihre Aufgaben umfassen:

Offenes Pfarrhaus (45%)

  • Präsenz, inhaltliche Gestaltung, Begleitung von Nutzer:innen und Betreuung von Innen- und Aussenraum im Offenen Pfarrhaus in Zusammenarbeit mit der Sozialarbeiterin, dem Hauswart und den Teammitgliedern
  • Mitverantwortung für das Konzept Offenes Pfarrhaus
  • Entwicklung und Umsetzung eigener Projekte im Team
  • Vernetzung mit inhaltlich verwandten kirchlichen und staatlichen Gruppen

Teammitarbeit und Pfarreiprojekte (ca. 5%)

und nach Möglichkeit und Interesse:

 Präsesamt der Pfadi St. Georg, Aarau (10%)

  • Begleitung des Leitungsteams (Teilnahme an Höcks)
  • Spirituelle Animation (Waldweihnacht u.a.)
  • Teilnahme am Sommerzeltlager (mindestens 1 Woche)

Koordination und Animation im Bereich Jugendarbeit (10%)

  • Zusammenarbeit mit den anderen Präses (JuBla, Ministrant:innen)
  • Animation im Bereich Oberstufe und Firmung
  • Zusammenarbeit im Pastoralraum und in der Stadt

Sie bringen mit:

  • FH-Abschluss in Soziokultureller Animation oder Soziale Arbeit
  • Berufserfahrung in verwandten Gebieten
  • Organisationstalent und Erfahrung in selbstständiger Projektarbeit
  • hohe kommunikative und soziale Kompetenz
  • Englischkenntnisse mündlich, weitere Fremdsprachen von Vorteil
  • grosses Engagement und Durchsetzungsvermögen
  • Bereitschaft zu sporadischen Abend- und Wochenendeinsätzen
  • eine positive Einstellung zur Katholischen Kirche und eine offene Haltung anderen Glaubens- und Denkrichtungen gegenüber

Was Sie erwartet:

  • Einbettung in ein offenes, innovatives Team
  • Eine engagierte Kirchenpflege
  • Raum und Freiheit für die Verwirklichung eigener Projekte
  • Eine gute Infrastruktur (Gebäude und Einrichtungen)
  • Attraktive, zeitgemässe Anstellungsbedingungen (Jahresarbeitszeit)

Mit Ihren Fragen und für weitere Auskünfte wenden Sie sich an Heidi Emmenegger (Sozialarbeiterin), E-Mail ›, oder Burghard Förster (Pfarreileiter), E-Mail ›, 062 832 42 00

Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen in elektronischer Form schicken Sie bitte bis Mitte März 2022 an Burghard Förster ›.


50 Jahre

Kreiskirchgemeinde Aarau ›

50 Jahre Kreiskirchgemeinde Aarau

1972–2022 – die Gründung vor 50 Jahren

Turm der Kirche Peter und Paul in Aarau

Heute schauen wir zurück auf die Gründung der Kreiskirchgemeinde und der Ortskirchgemeinden Aarau, Buchs, Entfelden, Schöftland und Suhr im Jahr 1972. Die Vorgänge, die vor 50 Jahren zur Errichtung der neuen Organisationsform geführt haben, sind anlässlich des 25-Jahre-Jubiläums von 1997 im Aarauer Pfarrarchiv gut dokumentiert worden. Der nachfolgende Text ist dieser Dokumentation entnommen.

Am 1. Januar 1972 ist in der Kirchgemeinde Aarau das Reglement über die neue Organisationsform in Kraft getreten. Damit konnte 1997 des 25-jährigen Bestehens der Kreiskirchgemeinde und der fünf Ortskirchgemeinden Aarau, Buchs, Entfelden, Schöftland und Suhr gedacht werden. Dies ist gewiss ein geeigneter Anlass, in die damalige Zeit zurückzublicken und den seinerzeitigen Vorgängen und Überlegungen nachzugehen, die zu dieser neuen Organisationsform geführt hatten. Viele Kirchgenossen werden sich noch an jene Jahre zurückerinnern, als es darum ging, einerseits das Bau- und Garantiekomitee aufzulösen, andererseits den «Tochterpfarreien» von Aarau vermehrte Selbständigkeit zu gewähren.

Die vorher bestehende Ordnung der grossen Kirchgemeinde Aarau hatte sich mit der Zeit als zu eng erwiesen, um den Bedürfnissen der bevölkerungsmässig in den Fünfziger- und Sechzigerjahren stark gewachsenen Region gerecht zu werden. Bei der Neugründung der Kirchgemeinde im Jahre 1925 wollte man mit der Beibehaltung des Bau- und Garantiekomitees weiterhin sicherstellen, dass die kirchlichen Liegenschaften nicht mehr wie im 19. Jahrhundert dem römisch-katholischen Kultus entzogen werden können. Solange nur eine Pfarrei in Aarau bestand, mochte diese Lösung noch zweckmässig sein. Nach der Gründung der Tochterpfarreien und der damit verbundenen kirchlichen Bautätigkeit ergaben sich daraus aber zunehmende Konflikte; das Bau- und Garantiekomitee als privater Verein verfügte über den Grundbesitz, musste aber für den Landerwerb und die Bautätigkeit die Finanzkraft der Kirchgemeinde in Anspruch nehmen. Ebenfalls unbefriedigend war es, dass alle Stimmbürger – auch jene der Tochterpfarreien – wohl den Pfarrer von Aarau, nicht aber den für ihre Pfarrei zuständigen Pfarrer wählen konnten.

Im Einzelnen gab der Kirchenbau in Buchs und die Gründung des dritten Pfarrrektorates den Anlass, die Situation zu überdenken und nach einer Neuordnung zu suchen. Als entscheidendes Jahr kann 1965 bezeichnet werden; J. Meier-Vogel hat damals eine ausführliche Eingabe an die Kirchenpflege gerichtet, welche insbesondere in der Forderung nach Aufhebung des Bau- und Garantiekomitees gipfelte. An der Kirchgemeindeversammlung vom Juni 1965 ist sodann auf Antrag von O. Stemmle die Bildung einer Studienkommission beschlossen worden, welche die damit verbundenen rechtlichen und organisatorischen Massnahmen prüfen sollte.

Mit dem Einsetzen dieser Kommission sind die entscheidenden Weichen gestellt worden. Die Kirchgemeindeversammlung vom Dezember 1965 hat die Mitglieder dieser Kommission gewählt, wobei das Präsidium von Dr. W. Dober übernommen wurde.

Die Studienkommission hat im April 1966 ihre Arbeit aufgenommen und bis im Sommer 1970 16 Sitzungen abgehalten. An der Kirchgemeindeversammlung vom Juni 1967 ist ein Zwischenbericht vorgelegt worden, in welchem das Modell der heute geltenden Ordnung zur Realisierung empfohlen wurde. Es sollte eine dezentralisierte Lösung angestrebt werden und die bisher vom Bau- und Garantiekomitee wahrgenommenen Aufgaben sollten von einer Gesamtkirchgemeinde übernommen werden. Entsprechende Regelungen gab es bereits in anderen Regionen und Städten der deutschen Schweiz.

Die Stimmbürger gaben der Kommission durch die Zustimmung zum Zwischenbericht den Auftrag, entsprechende Vorarbeiten für ein solches Modell voranzutreiben. Es galt nun, die nötigen Rechtsgrundlagen zu schaffen und die Verhandlungen mit der Landeskirche einzuleiten, da eine Änderung des Organisationsstatutes notwendig war. Die entsprechenden Entwürfe wurden von Oberrichter Dr. W. Welti geschaffen, der als Vizepräsident Mitglied der Studienkommission war.

Im Mai und Juni 1969 sind in allen Pfarreien die Unterlagen für die Neuorganisation an Orientierungsversammlungen vorgestellt worden. Es zeigte sich dabei, dass das vorgeschlagene Konzept auf breite Zustimmung stiess, sodass an der Kirchgemeindeversammlung vom 16. Dezember 1969 alle Anträge der Studienkommission mit grossem Mehr angenommen wurden. Damit wurde der Weg frei für einen Antrag an die landeskirchliche Synode, eine entsprechende Änderung des Organisationsstatutes vorzunehmen, was im Juni 1970 erfolgte. Des Weiteren war noch eine Genehmigung durch den Grossen Rat notwendig, was im Januar 1971 geschah. Für die Erhebung der bisherigen Pfarrrektorate zu selbständigen Pfarreien gab das bischöfliche Ordinariat ebenfalls sein Einverständnis.

Mit dem Bau- und Garantiekomitee waren die Verträge auszuhandeln, womit die Vermögenswerte an Land und kirchlichen Gebäuden an die neu zu gründende Kreiskirchgemeinde übertragen werden sollten. Diese Verträge sind an der Kirchgemeindeversammlung vom 14. Dezember 1971 genehmigt worden. Damit waren alle Beschlüsse gefasst, und die neue Organisation konnte plangemäss zu Beginn einer neuen Amtsperiode der kirchlichen Behörden am 1. Januar 1972 ihre Existenz antreten.

Bald darauf löste sich das Bau- und Garantiekomitee auf, welches bis zum Schluss von Dr. U. Kaufmann präsidiert wurde.

Dass die neue Institution mit Kreiskirchgemeinde und fünf Ortskirchgemeinden jetzt immerhin 25 Jahre alt geworden ist, zweigt doch, dass sie sich im Grossen und Ganzen bewährt hat. Sie erlaubte den Pfarreien eine gewisse Selbständigkeit, ohne dass der Verband innerhalb der Region ganz aufgelöst werden musste. Sie führt dank dem einheitlichen Steuerfuss zu einem regionalen Finanzausgleich und vereinfacht die Einrichtung von regionalen Dienstleistungen. Ob eine noch stärkere Dezentralisierung oder eine völlige Trennung der Kirchgemeinde Aarau einmal sinnvoll und zweckmässig wäre, müsste die heutige oder die nächste Generation entscheiden.


10. Januar 2022 | Dani Schranz


«voll underschti»

Video von einem Stadtrundgang durch Aarau

Mit Jugendlichen aus dem Pastoralraum unterwegs

Auf dem Stadtrundgang «voll underschti» vom 13. November 2021 durch Aarau machen Yvonne Zwyssig, Katechetin in der Pfarrei St. Johannes Buchs-Rohr, und Maurizio Robucci, Jugendarbeiter und Leiter des Kirchlich Sozialen Regionaldienstes Region Aarau, auf Jugendarmut aufmerksam.


d'Zäller Wiehnacht

Aufführung und Live-Video ›

d’Zäller Wiehnacht

von Paul Burkhard

Über Generationen hinweg berühren die Melodien der Zäller Wiehnacht Gross und Klein.

40 Kinder von 4 bis 15 Jahren der Jubla Aarau führen das bekannte Krippenspiel «d‘ Zäller Wiehnacht» von Paul Burkhard auf. Zwei Vorführungen sind in der Kirche Peter und Paul in Aarau geplant: am

  • Mittwoch, 22. Dezember, 19.30 Uhr
  • Freitag, 24. Dezember, 17.00 Uhr, Teile aus dem Krippenspiel im Rahmen des Weihnachtsgottesdienstes.

Die Aufführung vom 22. Dezember wird als Live-Video übertragen.

Zum Live-Video, Mittwoch, 22. Dezember, 19.30 Uhr

Familiäres Adventssingen

3. Dezember in Suhr ›

Familiäres Adventssingen in verschiedenen Sprachen

Freitag, 3. Dezember, 18.30 Uhr, Kirche Suhr

Die Sprachgruppen und die kath. Kirche Suhr-Gränichen laden Gross und Klein ein, Advents- und Weihnachtslieder auf Albanisch, Deutsch, Italienisch, Malayalam, Portugiesisch und Spanisch miteinander zu singen. Zertifikatspflicht.

Anschliessend heisse Getränke, Zuckerwatte und kulinarische Spezialitäten der Sprachgruppen.

Das Adventssingen wird als Livestream übertragen.

per Livestream mitfeiern und mitsingen

Beschlüsse

Versammlung der Kreiskirchgemeinde ›

Kirche Schöftland kann saniert werden

Jahresversammlung der Kreiskirchgemeinde Aarau vom 23. November in Suhr

In der Kirche Schöftland wird die letzte Ölheizung der Gebäude der Kreiskirchgemeinde Aarau ersetzt.

Die Stimmberechtigten der Katholischen Kreiskirchgemeinde Aarau haben sich an ihrer gestrigen Jahresversammlung in Suhr › einstimmig für die energetische Erneuerung der Kirche Schöftland ausgesprochen. Damit verschwindet die letzte Ölheizung in den Gebäuden der Kreiskirchgemeinde Aarau. Sie wird durch eine Luft-Wärmepumpe ersetzt. Im Zuge der Modernisierung soll auf dem Kirchendach eine Solaranlage eingebaut werden, welche jährlich gut 50’000 kWh Strom produzieren wird. Die gesamten Investitionskosten belaufen sich auf 1,75 Millionen Franken. Es wird mit einer Bauzeit von 18 Monaten gerechnet. Das Flachdach des Pfarrhauses in Entfelden wird nächstes Jahr ebenfalls für 100’000 Franken saniert. Hier verwarfen die Anwesenden einen Antrag aus dem Publikum auf Einbau einer Photovoltaikanlage mit 18 zu 23 Stimmen.

Die Rechnung der Kreiskirchgemeinde Aarau schliesst 2020 mit einem Ertragsüberschuss von 228’000 Franken, budgetiert war ein Fehlbetrag von 457’000 Franken. Zwei Faktoren waren im Wesentlichen ausschlaggebend: Die Corona-Situation wirkte sich weniger stark auf den Steuerertrag aus als befürchtet, und die Personalkosten lagen unter dem Budget, da nicht alle Stellen besetzt werden konnten. Vom Überschuss fliessen 20’000 Franken in die Mission und Entwicklungshilfe, 85’000 Franken werden aufgewendet, um Mehrkosten im Zusammenhang mit der Neubesetzung der Geschäftsstelle zu finanzieren, 123’000 Franken werden dem Eigenkapital zugeführt. Für die kommenden Jahre rechnet die Kreiskirchenpflege trotz abnehmender Mitgliederzahlen mit einem ausgeglichenen Budget. Der Steuerfuss bleibt unverändert bei 18 Prozent.


Beschlüsse nach Traktanden
1. Das Protokoll der Kreiskirchgemeindeversammlung vom 24. November 2020 wird einstimmig genehmigt.
2. Die Kreditabrechnung «Ersatz Heizung, Zentrum Töndler Gränichen» wird einstimmig genehmigt.
3. Die Kreditabrechnung «Zweiter Fluchtweg ab Empore, Kirche Aarau» wird einstimmig genehmigt.
4. Die Jahresrechnung 2020, bestehend aus Erfolgsrechnung, Anhang zur Jahresrechnung, Bilanz und der Verwendung des Ertragsüberschusses, wird einstimmig genehmigt.
5. Das Budget 2022 mit unverändertem Steuerfuss von 18% wird mit 1 Gegenstimme genehmigt.
6. Der Finanzplan 2022–2026 wird zur Kenntnis genommen.
7. Der Verpflichtungskredit «Sanierung und Erneuerung Flachdach, Pfarrhaus Entfelden» wird einstimmig genehmigt; ein Antrag auf Einbau einer Photovoltaikanlage wird mit 18 zu 23 Stimmen abgelehnt.
8.1 Der Verpflichtungskredit «Modernisierung und energetische Erneuerung, Kirche Schöftland» wird einstimmig genehmigt.
8.2. Der Einbau einer Indach-Solaranlage wird einstimmig genehmigt.
9. Erich Auderset wird als Stimmenzähler Aarau einstimmig gewählt.

Hinweis
Gemäss Artikel 32 des Organisationsstatuts der Römisch-Katholischen Landeskirche des Kantons Aarau sind positive und negative Beschlüsse der Kreiskirchgemeindeversammlung der Urnenabstimmung zu unterstellen, wenn dies von einem Fünftel aller oder mindestens 300 Stimmberechtigten innert 30 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich verlangt wird.

24. November 2021 | Dani Schranz


Im Vertrauen

auf den Heiligen Geist ›

Im Vertrauen auf den Heiligen Geist

Brigitta Minich ist seit 1. November Leiterin des Pastoralraums Region Aarau

In unserem Pastoralraum des Typs A bilden die fünf Pfarreileitungen gemeinsam das Leitungskollegium. Gleichwohl wird vom Bistum erwartet, dass eine Person das Gremium führt und den Pastoralraum gegen innen und aussen vertritt. Brigitta Minich, Pfarreileiterin in Suhr-Gränichen, hat dieses Amt per 1. November 2021 übernommen. Welche Aufgaben kommen auf die neue Pastoralraum-Leiterin zu?

Brigitta Minich: Zu meinen Aufgaben gehört beispielsweise, Mitarbeitergespräche mit meinen Kollegen zu führen. Mich interessiert, was ihnen am Herzen liegt und wie ich sie unterstützten kann, damit es ihnen gutgeht. Gegenüber dem Bistum bin ich für die Strategie verantwortlich, die oft im Tagesgeschäft etwas in den Hintergrund gerät. Zudem möchte ich den Pastoralraum gemeinsam mit meinen Kollegen mit einer klaren Vision in die Zukunft führen.

Im Pastoralraum leben über 20 000 Menschen in städtischen und ländlichen Strukturen. Gibt es da Gemeinsamkeiten über Pfarreigrenzen hinweg?
In einem Pastoralraum Typ A ist es nicht meine Aufgabe, auf das Leben in den einzelnen Pfarreien Einfluss zu nehmen. Das Subsidiaritätsprinzip ist mir wichtig und scheint mir angesichts unserer Grösse angemessen. Die Kirche soll dort sein, wo die Menschen leben. Sie gehen zwar vielleicht hin und wieder nach Einsiedeln oder nach Lourdes, aber sie möchten an ihrem Wohnort beheimatet sein. Wir sind da, um Menschen auf ihrem Glaubensweg im Alltag zu begleiten.

Kann die Grösse des Pastoralraums auch von Vorteil sein?
Das wird sich erweisen. Wir haben 92 Mitarbeitende. Es könnte interessant sein, beispielsweise die Katechetinnen besser zu vernetzen. Wenn jemand Inputs von Kolleginnen erhält, kann das für die eigene Arbeit inspirierend sein. Es gibt Pfarreien, die sich bezüglich der Gottesdienstpläne absprechen, und es ist möglich, dass auf struktureller Ebene mehr Zusammenarbeit entsteht, aber das ist nicht mein primäres Ziel. Ich möchte zuerst Vertrauen aufbauen und einen Boden erschaffen, auf dem die Leitung, wie ich sie mir vorstelle, wachsen kann. Ich vertraue auf meine Intuition und meine inneren Impulse, die ich aus meinem Glauben heraus mit dem Heiligen Geist in Verbindung bringe. So möchte ich herausfinden, wie der Heilige Geist in unserem Pastoralraum wirken kann und wohin wir uns entwickeln werden. Klar braucht es auch Vernunft und Kopfarbeit, aber viel mehr interessiert mich, wie wir unseren Leitsatz, für die Menschen und die Welt da zu sein, umsetzen können. Was bedeutet er jetzt, in diesem Moment, in der heutigen Gesellschaft, in einer Pandemie? Und was ist unsere Aufgabe als katholische Kirche? Wie können wir die Menschen darin bestärken, dem Wirken des Heiligen Geistes in ihrem Alltag zu vertrauen? Das möchte ich gemeinsam mit meinen Kollegen und den Mitarbeitenden herausfinden. Das ist mein oberstes Ziel. Meine Aufgabe wird also auch zu einer spirituellen Aufgabe.

Unter dem Titel «Minich&du» entsteht zurzeit eine neue Serie von Kurz-Videos, die online publiziert werden. Welche Idee steckt dahinter?
Wir gehen noch immer davon aus, dass Menschen zu einem festen Zeitpunkt am Sonntagvormittag zu uns in die Kirche kommen. Ich will dieses traditionelle Gottesdienstformat nicht abschaffen. Aber wir leben in einer Übergangszeit mit viel kreativem Potenzial. «Minich&du» ist ein neues Format, dank dem sich Menschen – egal, wann und wo – Impulse holen und mit uns in Kontakt treten können. Es ist mir ein Anliegen, mit solchen Ausdrucksformen die Kirche in die Zukunft zu begleiten, mit Menschen aller Altersklassen in Kontakt zu treten und dort präsent zu sein, wo die Menschen sind.

Videos «Minich&du»


13. November 2021 | Dani Schranz


Personelles 2021

Personelles

Die Zahl der Mitarbeitenden blieb im Berichtsjahr konstant bei 92. Die Stellenprozente haben leicht abgenommen von total 3485 im Jahr 2020 auf 3318 im laufenden Jahr.

Die Anzahl Beschäftigter verteilt sich wie folgt

Die Prozentzahlen beziehen sich auf das Total der Stellenprozente

Trotz der angespannten Lage im Personalmarkt der Kirche gelingt es dem Pastoralraum Region Aarau immer wieder, alle Stellen gut zu besetzen.  Dieser Punkt erfüllt mich mit Dankbarkeit und Genugtuung. Möglich ist dies,  weil die Gemeindeleitenden  sehr gut vernetzt sind und weil es attraktiv ist, in ihren jeweiligen Teams mitzuarbeiten.

Sehr positiv wirkt es sich aus, dass sich der Pastoralraum Region Aarau als Ausbildungspastoralraum profiliert. In allen fünf Pfarreien werden Ausbildungsstellen angeboten: Stellen für die Berufseinführung für Seelsorgende, Praxisstellen für Religionspädagoginnen, Stellen für Katechetinnen in Ausbildung.

Auf der Geschäftsstelle gab es einen Wechsel. Die Leitung der Kreiskirchgemeinde Aarau musste neu besetzt werden, nachdem sich Felix Bachmann, Leiter Geschäftsstelle, für eine berufliche Veränderung entschieden hatte. Carmen Kronenberg Müller, eine erfahrene Finanzfachfrau, wurde Leiterin der Geschäftsstelle; Martina Küpfer übernahm die an der letzten Kreiskirchgemeindeversammlung bewilligte Stelle als Personalfachfrau. Während des Übergangs wurde die Geschäftsstelle von der Wirtschaftsprüfungs-, Treuhand- und Beratungsgesellschaft BDO AG unterstützt.

Mutationen (Dezember 2020 bis November 2021)

Pensionierungen
Fünf Mitarbeitenden mit insgesamt 93(!) Dienstjahren wurden im Berichtsjahr pensioniert.

  • Martha Niederberger, Sekretariat, Pfarrei Aarau, 34 Jahre
  • Irene Mazzocco-Thomer, Katechetin, Pfarrei Aarau, 26 Jahre
  • Hans Hächler, Hausdienst, Pfarrei Aarau, 10 Jahre
  • Brita Schmidt, Organistin, Pfarrei  Buchs-Rohr, 7 Jahre
  • Christoph Marthaler, Jugendarbeit Pastoralraum, 5 Jahre

Allen pensionierten Mitarbeitenden danken wir von Herzen für ihre langjährige Mitarbeit und wünschen ihnen Gottes Segen für ihre Zukunft.

Ausgetreten und weitergegangen sind folgende Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

  • Ilse-Maria Küllig, Organistin/Chorleiterin, Pfarrei Buchs-Rohr
  • Yanick Loher, Kirchenmusiker, Pfarrei Entfelden
  • Felix Bachmann, Leiter Geschäftsstelle Kreiskirchgemeinde
  • Beatrice Ryter-Hotz, Sachbearbeiterin, Geschäftsstelle Kreiskirchgemeinde
  • Sabina Meier, Katechetin, Pfarrei Entfelden
  • Simon Koller, Katechet in Ausbildung, Pfarrei Entfelden (nach Abschluss)
  • Fernando Agustin Scarabino, Organist/Chorleiter, Pfarrei Entfelden
  • Daniel A. Pcohlawa, Kirchenmusiker, Pfarrei Buchs-Rohr
  • Andreas  Bossart, Sakristan/Hauswart,  Pfarrei Suhr

Ihnen allen ein herzliches Dankeschön und Gottes Segen auf ihrem weiteren Weg.

Neu im Pastoralraum sind

  • Roger Peter Schmidlin, Sozialarbeit, Pfarrei Suhr-Gränichen
  • Jeannine Frankhauser, Sekretariat, Pfarrei Aarau
  • Victoria Dvorak, Sakristanin, Pfarrei Aarau
  • Jeanette Gut, Katechetin, Pfarrei Schöftland
  • Carmen Kronenberg-Müller, Leiterin Geschäftsstelle Kreiskirchgemeinde
  • Martina Küpfer, Personalfachstelle, Kreiskirchgemeinde
  • Jacqueline Lienhard, Katechetin in Ausbildung, Pfarrei Entfelden
  • Pascale Lenzin, Katechetin in Ausbildung, Pfarrei Entfelden
  • Raffaela Santoro Hofer, Katechetin in Ausbildung, Pfarrei Entfelden
  • Angela Farano, Katechetin in Ausbildung, Pfarrei Entfelden
  • Claudia Rohr, Katechetin in Ausbildung, Pfarrei Buchs-Rohr

Den neuen Mitarbeitenden ein herzliches Willkommen! Viel Freude und Befriedigung bei ihrer Arbeit.


1. November 2021 | Beatrice Ruflin


Auch ich bin Heilig Geist.

«Auch ich bin Heilig Geist.»

Mit diesem Motto sind wir seit Pfingsten 2021 unterwegs. Unsere Pfarrei mit den beiden Dörfern – die von der Autobahn, diversen Bahngleisen und Barrieren getrennt werden – hat unterschiedliche Themen, mit denen wir uns besonders beschäftigen. Da sind alle gefragt: das Pfarrei-Team und die Freiwilligen, die Aktiven und die Distanzierten, Kinder und Jugendliche, alle mit ihren persönlichen Umfeldern.

Wir sind genau die Pfarrei, die wir sind. Mit genau den Menschen, die hier wohnen. Wie sich die Pfarrei weiter entwickeln kann, hängt auch damit zusammen, inwieweit es geling,t dieses «auch ich bin Heilig Geist.» mit den Menschen zusammen zu entdecken. Diese Vielfalt und Lebendigkeit kommt in der «Wolke» und auf dem Foto, das oben zu sehen ist, zum Ausdruck.

Was bedeutet das Pfarreimotto für jede und jeden von uns? Wir haben im Pfarreiteam und bei den Mitgliedern der Ortskirchenpflege nachgefragt.

Schwerpunkt Familien

Gemäss dem Leitsatz unseres Pastoralraumes «wir sind da für die Menschen und die Welt» können wir nicht gleichzeitig alle Menschen in den Blick nehmen. Als Schwerpunkt haben wir im Moment die Familien. Es freut uns, dass wir im Juni 2021, als erste Pfarrei im Kanton, die Auszeichnung für familienfreundliche Räume von der Römisch-Katholischen Kirche im Aargau überreicht bekommen haben. Familien sollen sich bei uns willkommen fühlen, und wenn sie zu uns kommen, sofort erkennen, dass wir uns dafür interessieren, was Menschen mit Kindern entgegenkommt.

Seniorennachmittage

Einen anderen Bereich konnten wir im September neu beleben: Es gibt wieder Seniorennachmittage in unserer Pfarrei. Sie finden jeweils abwechselnd in Gränichen, im Begegnungszentrum Töndler und im Pfarreizentrum in Suhr statt. Besonders in diesen Tagen mit der Corona-Pandemie freuen sich einfach alle, sich wieder treffen zu können und miteinander in einen Austausch kommen zu dürfen. Für uns ist es selbstverständlich, dass sich an den Nachmittagen auch Nichtkatholiken willkommen fühlen dürfen.

Pfarreigruppierungen

Unser Kirchenchor hat wegen unseres engagierten Vorstandes und der feinfühligen Dirigentin die Pandemie überlebt. Das ist keineswegs selbstverständlich! Nicht alle Gruppierungen gehen weiter wie vorher: Die Kunsthandwerkgruppe hat sich aufgelöst, der Morgentreff in Gränichen geht zu Ende, und der Vorstand des Frauenbundes überlegt, wie es weitergehen könnte, weil niemand mehr in die Vorstandsarbeit einsteigen möchte oder kann. Die Zeichen der Zeit sehen und annehmen zu können, ist gar nicht immer so einfach! Den Heiligen Geist und sein Wirken zu ahnen, befreit dazu, neugierig zu sein für das, was sich verändert.

Pfarreirat

Freuen dürfen wir uns darüber, dass der Pfarreirat nun im Entstehen ist und die Arbeit aufgenommen hat. Lange sah es so aus, als ob das ein zu schwieriges Unterfangen sein könnte. Viele Menschen sind so ausgelastet, dass kaum Kapazitäten da sind, sich an einem neuen Ort einzubringen. Gerade lassen sich Menschen aber einladen, das Wachsen der Pfarrei aktiv mitzudenken und mitzugestalten. Ich freue mich sehr auf den gemeinsamen Weg und alles was entstehen möchte. Wenn Mitlesende an dieser Stelle wahrnehmen, dass sie da gerne auch dabei wären, dann freue ich mich, wenn sie sich bei mir melden ›.

Katechese und Religionsunterricht

Die Katechese hat in den letzten 20 Jahren einen grossen Wandel erlebt. Wurden früher Kinder in den Familien auch kirchlich sozialisiert, war es die Aufgabe im Religionsunterricht, den Kindern zu erklären und in einen grösseren Zusammenhang zu stellen, was zuhause gelebt wurde. Die Entwicklung in der Gesellschaft und der Verlust von Glaubwürdigkeit der Institution Römisch Katholische Kirche hat dazu geführt, dass sich der Grundauftrag für den Religionsunterricht fundamental verändert hat. Der Lehrplan 21 hat auch die Schweizer Bischöfe einen neuen Lehrplan für die Katechese und den Religionsunterricht verabschieden lassen. Katechese findet nicht mehr ausschliesslich als Religionsunterricht für die Kinder statt, sondern vermehrt werden die ganzen Familien in ihrer Vielfalt eingeladen, um miteinander Spuren von Gott in der Bibel und mitten im Leben zu entdecken, Glaubensgemeinschaft zu erleben und miteinander zu feiern, was wir glauben.

Pfarrei-Team

Auch in der Zusammensetzung des Pfarrei-Teams erleben wir Veränderungen. Andreas Bossart, Sakristan/Abwart, hat sich Ende September verabschiedet. Ende November wird Alberto Gaspardo, Organist, an den Zürichsee wechseln und Ende Januar zieht es Andrea Moser, Katechetin RPI, in eine neue Aufgabe. Ich freue mich für alle, dass sie ihren inneren Impulsen trauen, und gleichzeitig fällt es mir gar nicht so leicht, vertraut gewordene Mitarbeitende ziehen zu lassen.

«auch ich bin Heilig Geist.»

Jeder und jede von uns hat die Heilige Geistkraft in sich. Sie ist die innere Kraft, die uns in unserem Alltag befähigt, unser Leben zu bejahen und zu gestalten. Als Glaubensgemeinschaft weben wir zusammen an einem Netz, das auch dann trägt, wenn die Kraft für Einzelne mal nicht so spürbar ist, oder wenn äussere Umstände es erschweren (z.B. Massnahmen im Umgang mit der Pandemie). Jeder und jede von uns ist Teil von diesem Netz. Es kommt schon auf uns an, hängt aber zu unserer Entlastung nicht allein von uns ab! Gott sei Dank ist er es selber, der unser Netz durch seinen heiligen Geist trägt.


25. Oktober 2021 | Brigitta Minich, Pfarreileiterin


Minis-Tag und Weihnachtsfeier

Aus dem Ministrantenleben im Corona-Jahr

Ein Tag im Wald mit den Minis

Corona forderte und fordert uns alle immer noch heraus. Im November 2020 war es noch möglich Ministrantenproben in der Kirche durchzuführen und während der Pause im Freien den Kindern ein Getränk und Getreideriegel zur Stärkung anzubieten. Während dieser Pause berieten wir, wie wir den Adventsanlass im Dezember durchführen könnten. Wie gewohnt im Pfarreizentrum ging nicht, so viel war klar. Was wäre, wenn wir während einer Stunde im Pfarrhausgarten Würste und Marroni braten würden? Einige der Ministranten fanden das eine spannende Idee, während die anderen zu bedenken gaben, sie würden im Moment alle Aussenkontakte so weit als möglich einfrieren, um sich vor dem Corona-Virus zu schützen. Deshalb kämen sie nur noch zu den Proben und zu den Gottesdiensten. Die Liste, wer gerne Bratwurst bzw. Cervelat braten würde und wer auf gebratene Marronis zum Dessert Lust hätte, erstellten wir trotzdem. Es sah nicht schlecht aus, die Hälfte der Ministranten wollte kommen. Doch dann schnellten die Zahlen der Covid-Erkrankungen in die Höhe und der Dezemberanlass im Pfarrhausgarten musste leider abgesagt werden …

Im Frühjahr 2021 machte sich die Sonne mit ihren wärmenden Strahlen rar, so dass erst am 26.6.2021 eine Minisprobe mit anschliessendem Pizza-Essen im Freien möglich wurde. Umso fröhlicher war die Runde, die sich nach erfolgter Probe bei strahlendem, warmen Wetter im Pfarrhausgarten zum fröhlichen Pizza-Essen traf. Die schmackhafte Wassermelone mundete fast allen als sommerliches Dessert.

Am Samstag, den 21. August stand «Ein Tag im Wald mit den Minis» auf dem Programm. Bei der Jagdhütte wurden wir von Peter Müller, seinem Hund Nizza und dem Jagdkollegen Max empfangen. Die Jäger erklärten die wichtigsten Tiere des Waldes, ihre Aufgabe als Jäger, die Vergabe der Revier-Pacht und das richtige Verhalten bei einem Unfall mit einem Wildtier. Sie brachten auch einen Fragebogen zu diesen Themen mit. Beim anschliessenden Lösen staunten Röbi Probst und ich nicht schlecht, wie genau die Ministranten den beiden Jägern zugehört hatten. Der absolute Hit war aber der Jagdhund Nizza. Während dem Wurstbräteln am offenen Feuer durften die Kinder abwechslungsweise mit Nizza an der Leine auf den Waldwegen spazieren gehen. Am Schluss stellte ein Kind Peter Müller folgende Frage: „Sind Sie und Nizza von nun an bei jedem Minis-Anlass, den wir haben dabei?“ Ein grösseres Kompliment hätte es gar nicht geben können.

Ökumenische Weihnachtsfeier auf dem Bärenplatz

Dieser einladende Lichterkranz verkündete allen, dass hier auf dem Bärenplatz etwas Spezielles am Tun war.

Wie kann man in der Zeit der Corona-Pandemie an Weihnachten etwas Niederschwelliges für die Leute anbieten, das deren Seelen nährt und dennoch Corona-konform ist? Diese Frage trieb die ref. Pfarrerin Esther Zbinden schon im Oktober um. Die Idee, eine Weihnachtsfeier auf dem Bärenplatz anzubieten, war schnell geboren, aber wie organisiert man so etwas in einer Zeit, in der die Regeln, was noch geht und was nicht, fast wöchentlich änderten? Als die Frage nach einem etwaigen Lockdown – wie zur Osterzeit 2020 – immer wieder bedrohlich im Raum stand. Für einmal war nicht die theologische Herangehensweise die Herausforderung, sondern die Corona konforme Durchführung. Esther Zbinden entschied, dass zu viele Köche den Brei verderben bzw. die notwendigen Absprachen mit Kanton und Gemeinde bez. des Durchführungsmodus und des Schutzkonzeptes nur unnötig erschweren, weshalb sie den organisatorischen Part übernahm und mir – Elisabeth Zürcher Heil, kath. Pfarreiseelsorgerin i.A. – das Ausarbeiten des theologischen Inhalts überliess. Schnell war klar, dass es die Form eines ökumenischen Gottesdienstes am ehesten erlauben würde, auf dem Bärenplatz zusammenzukommen.

Diese Feier hatte verschiedene Akteure, die zu deren Gelingen beitrugen. Ich möchte zuerst diejenigen erwähnen, die man nicht so wahrgenommen hat: Der Abwart des Gemeindesaals freute sich sehr, dass jemand versuchte, einen Anlass für die breite Bevölkerung trotz Corona durchzuführen, hatte er 2020 v.a. die Erfahrung mit dem Absagen von Anlässen gemacht. Die Gemeinde unterstützte den ökumenischen Weihnachtsgottesdienst, indem sie uns den Platz gratis und franko überliess. Tanja Bialek hielt die Weihnachtsfeier mit der Kamera fest und dank ihr bekommen auch Buchser und Buchserinnen, welche nicht kommen konnten, eine Idee von diesem weihnächtlichen Anlass.

Die hell erleuchtete Weihnachtstanne auf dem Bärenplatz war seit Beginn des Advents ein Blickfangin Buchs. Das Aktionskomitee „Bärenplatz für alle“ ergänzte den hell leuchtenden Baum mit einem besinnlichen grossen Kreis heller, kleiner Lichter, indem sie Rechaudkerzen in weissen Tüten anzündeten, und damit diese weissen Säckchen zum Strahlen brachten.

Die Harmoniemusik Buchs umrahmte und begleitete mit ihrem gekonnten Spiel den Gottesdienst und lud mit den bekannten Liedern zum Mitsummen ein. Corona bedingt durfte sie nur in Gruppen zu je 5 MusikerInnen spielen. Die Lösung war schnell gefunden. Die Blechbläser und die Holzbläser bildeten je eine eigene 5-er Gruppe.

Eine Gruppe vom Freiwilligen übernahm die Zugangskontrolle am Eingang in den „Festraum“. Das Eintrittsbillet war eine weisse Spargelkerze, von denen 50 bereitgestellt worden waren. Gemächlich fanden sich die Leute zwischen 17:15 und 17:30 auf dem mit rotweissem Absperrband umrandeten grossen Geviert ein. Mit Abstand standen sie in Haushalteinheiten zu zweit, zu dritt, zu viert herum und warteten gespannt darauf, was nun kommen werde. Zuerst hatten wir Theologinnen gedacht, wir würden uns am Weihnachtsgottesdienst Ablauf ziemlich genau orientieren und die Spargelkerzen erst ganz am Schluss zu Stille Nacht anzünden, so wie es eben in unseren Kirchen Brauch an Heilig Abend ist. Aber wie die Leute so im Geviert standen und sich die Dunkelheit immer mehr über die versammelte Gruppe zu senken begann, wurde schnell klar, dass man mit dem Anzünden der Kerzen nicht bis am Schluss warten konnte. Wir verschoben es nach vorne, nach dem Eingangsspiel der Harmoniemusik, dem Bibeltext zur Verkündigung der frohen Botschaft der Geburt Jesu an die Hirten und einem Gedanken dazu von Ester Zbinden, wurden beim anschliessend erklingenden „O du fröhliche, o du selige“ die Kerzen entzündet. Und wie dieses Licht weitergeben wurde, verwandelte sich die Gruppe der Anwesenden in eine Gemeinschaft von Mitfeiernden, deren Gesichter vom Licht der Kerzen erhellt wurden. Auf einmal bestimmte nicht mehr die das Absperrband die Gruppe, sondern die Leute mit dem warm leuchtenden Kerzenlicht.

Elisabeth Zürcher Heil erzählte die Geschichte vom „Weg zur Krippe“ von Max Bolliger. Ein Hirte, der an Krücken geht, traut den Engeln nicht und bleibt alleine zurück am Feuer, während alle anderen Hirten aufbrechen, um das verheissene Kind – in Windeln gewickelt – in der Krippe zu finden. Ja, aber was ist, wenn es Engel doch gibt? Diese Frage lässt den zurückgebliebenen Hirten nicht mehr in Ruhe, er vergisst das Feuer, welches prompt auch ausgeht, nimmt nach einer Weile seine Krücke und macht sich doch noch auf den Weg, um zu schauen, ob die Ankündigung der Engel stimmt. Wie er den Stall gefunden hat, ist dieser schon verlassen. Nichts entspricht dem, was die Engel voller Freude verkündet haben. Schadenfroh möchte er den Stall wieder verlassen, wie im letzten Augenblick sein Blick auf die Futterkrippe fällt. Dort nimmt er den Körperabdruck eines Neugeborenen im Stroh in Form einer Kuhle wahr. Er weiss nicht wie ihm geschieht, denn plötzlich kniet er vor dieser Futterkrippe mit dem Negativabdruck des Jesuskindes, lässt sich davon berühren, steht nach einer Weile wieder auf und entscheidet sich zurückzugehen, um das Feuer neu zu entfachen. Wie er so auf dem Heimweg ist, bemerkt er mit einem Mal, dass er ohne Krücke geht, er dieses Utensil an der Krippe vergessen hat. Einen Moment lang zögert er, doch dann geht er frohgemut ohne Krücke weiter. Die Krippe mit der leeren Kuhle war im Corona-Jahr 2020 ein zutreffendes Sinnbild für Weihnachten 2020. Alles war anders, man sollte sich eben gerade nicht an einer weihnächtlichen Familienzusammenkunft treffen. 10 Leute und am besten nur aus zwei Haushalten durften es sein. Ja und auch diese maximal 10 Leute nahmen am besten haushaltweise Platz mit Abstand zum nächsten Haushalt. Nähe war tunlichst zu unterlassen. Der Hirte mit der Krücke ist dem Jesuskind auch nicht mehr begegnet, es war schon auf dem Weg nach Ägypten, aber der Abdruck seines Körpers im Stroh hat dennoch etwas im Hirten ausgelöst, hat Heilung ermöglicht. Unsere Vorstellung – wie etwas sein zu hat, damit es uns gut tut – loszulassen, das war die Herausforderung von Weihnachten 2020.


25. Oktober 2021 | Elisabeth Zürcher Heil


Zwischen Stress und Kreativität

Zwischen Stress und Kreativität

«Hier wächst Zukunft» – auch ein mögliches Motto unserer Pfarrei

Das vergangene Jahr war geprägt von zahlreichen Entscheidungen, die zum Teil kurzfristig, pandemiebedingt, getroffen werden mussten. Eine hohe Flexibilität war da von allen Beteiligten verlangt. Ob im Religionsunterricht, der Firmung und Erstkommunion oder bei der Planung der Gottesdienste und Anlässe im und ums Offene Pfarrhaus. Wann wie lange soll etwas auf sein, wieviel dürfen mit welchen Bedingungen teilnehmen. Neben der zugegebenermassen auch grossen Belastung bei den Mitarbeitenden, allein Weihnachten hatten wir sechs Gottesdienstangebote, dazu kamen «Advent dehei» und WhatsApp Besinnungen, Briefe an die SeniorInnen und vieles mehr ähnlich zu Ostern.

Sehr eindrücklich waren die Feiern am Feuer zu Weihnachten und an Ostern, hier wurden die Geschichten der Hirten und des Ostermorgens, der Auferstehung besonders erfahrbar. Übrigens: Wir haben allein Ostern schon vor Ostern dreimal gefeiert! Wie das geht? Na ja, die Fernsehaufnahmen wurden in einer voll geschmückten Kirche mitten in der Karwoche gemacht, die Oster WhatsApp Besinnung am Karfreitag aufgenommen und die Osterkerze am Feuer mussten wir auch vorher filmen, da die Technik für die Liveaufnahme der Osternacht in der Kirche aufgebaut war.

Nicht nur virtuell und online waren wir aktiv, u.a. Firmvorbereitung, Sitzungen und Bildungsvorträge zum Jahresthema Wunder, sondern auch aussen war ne Menge los: Hochbeete die von Kindern bepflanzt wunderbar durch den Sommer und jetzt im Herbst blühen, das neue Hotel für unsere Brüder und Schwestern Insekten, aufgebaut von der JuBla und nicht zu Letzt die tollen Sommerlager von JuBla und Pfadi.

Und aktuell? Das Pfarrhaus wird im Foyer noch offener, die ökologisch nachhaltige Gestaltung unseres Aussenraumes schreitet voran, das Kirchenmusikfest 2022 cantars am 14. Mai ist in Planung – Vielfalt innen und aussen…

Und so wollen wir weiter wirken, vielfältig – so das neue Jahresthema, aussen und innen, bei und mit den Menschen.


20. Oktober 2021 | Burghard Förster


Zu Gast im Kloster.

Ein Bericht. ›

Zu Gast im Kloster. Ein Bericht.

«Die weisse Arche» in Disentis/Mustér

Mein Zimmer liegt im Klausurteil des Benediktiner-Klosters Disentis, dessen Geschichte bis ins 8. Jahrhundert zurückreicht. Hier werde ich als Gast der Mönchsgemeinschaft sechs Tage in der Stille verbringen. Ohne Handy, PC und alles Digitale. Nur wenige Schritte durch den Gang, und ich gelange in den oberen Chor der Klosterkirche St. Martin, ein Meisterwerk barocker Baukunst aus dem 18. Jahrhundert. Hier versammeln sich die Mönche zu den Stundengebeten, zu Vigil und Laudes um 5.30 Uhr, zur Mittagshore, zur Vesper um 18 Uhr und zur Komplet um 20 Uhr. Die Messe um 7.30 Uhr feiern sie im unteren Chor in der Kirche. Als Gast darf ich an den Stundengebeten teilnehmen und gemeinsam mit den Mönchen im Refektorium, einem grosszügig bemessenen Raum mit Arvenholzdecke, die Mahlzeiten einnehmen. So erhalten die Tage Gliederung und Struktur.

Anfänglich komme ich mir vor wie ein Kleinkind, das die Erwachsenen beobachtet und ihre Handlungen nachzuahmen versucht. Viel zu lernen gibt es für mich während der Gebetszeiten: Die Noten der Psalmen, die im Wechsel von einem Vorsänger und den Mönchen gesungen werden, sind in ein altes System mit vier Notenlinien gedruckt, die Feiern sind bis ins Kleinste durchorchestriert. Alle ausser mir scheinen genau zu wissen, was wann gesungen oder gesprochen wird, welche Stellen wiederholt werden, wie lang die Pausen zwischen den Psalmversen zu dauern haben. Es vergehen zwei Tage, bis ich mich in der Struktur einigermassen zurechtfinde. Nach jeder Feier fühle ich mich der Mönchsgemeinschaft etwas mehr zugehörig. Besonders dann, wenn Touristen unten im Kirchenschiff umhergehen und ihre Handys zum Fotografieren schwenken, werden die Mönche und ich zum «Wir», die Touristen zum «Sie». Dann fühle ich mich privilegiert, einen Schlüssel zur Klausur und einen Platz am Tisch im Refektorium zu haben.

Die Männer, die hier im Kloster miteinander leben, lerne ich auf eine unübliche Art kennen. Da nicht gesprochen wird, erfahre ich nichts zu ihrer Geschichte oder ihrer Wertehaltung. Ich kann sie keinem Milieu zuordnen, sondern nehme sie ausschliesslich durch ihre Wirkung wahr: Es gibt den Demütigen, der die Psalmen mit geschlossenen Augen singt und auf mich gottesfürchtig im alttestamentarischen Sinn wirkt. Es gibt den Unsicheren, dessen Stimme leicht zittert, wenn er als Lektor an der Reihe ist. Es gibt den Wohltäter, der dem Gast beim Betreten des Refektoriums den Vortritt lässt. Es gibt den Barmherzigen, der die Essensreste eines Mitbruders, der sich zu viel geschöpft hatte, wegkippt. Es gibt den Eitlen, der in reinem Bühnendeutsch vorliest und seine Stimme wie ein Flight-Attendant bei der Durchsage der Sicherheitsanweisungen intoniert. Es gibt den Begeisterten, den das Glück, Teil der Klostergemeinschaft zu sein, erstrahlen lässt. Es gibt den Mönch mit der Stimme einer Nachtigall, um die ich ihn beneide. Es gibt den Taktgeber, der die Mitbrüder mit seinen Augen diszipliniert wie ein Schlagzeuger seine Bandmitglieder. Und es wird den Unscheinbaren geben, den ich nicht wahrgenommen habe, er möge mir verzeihen.

Die stillen Tage im Kloster mit ihrer klaren Struktur wirken sich entschleunigend auf mein Empfinden aus. Sie sind eine Wohltat. Nichts geschieht hier gleichzeitig, nichts zufällig. Für jede Handlung im Tagesablauf gibt es einen Grund, und jede Tätigkeit hat ihre Wichtigkeit und ihre eigene Dauer. Sie kann weder beschleunigt noch abgekürzt oder verlängert werden. Und sie wird durch nichts gestört. Die langen Zeiten, die ich mit mir in der Stille verbringe, dehnen sich. Die Stunden fliessen langsam und stetig wie ein breiter, weiser Strom, Räume weiten sich, eine grosse, inneren Ruhe breitet sich aus. Es ist so viel Zeit, Gedanken zu vertiefen und zu Ende zu denken. Ohne Ablenkung oder Unterbrechung durch belangloses Geschwätz, Anrufe, Textnachrichten, vermeintlich Drängendes. Ich vermisse das Handy keinen Moment. Ich bin angekommen.

Nach sechs Tagen fühle ich mich so geerdet und eingemittet wie kaum je zuvor. Und ich stelle mir die Frage, ob es mir gelingen wird, etwas von der Einfachheit und Schönheit der Zeit im Kloster in den Alltag zu integrieren. Ich nehme es mir vor.

Website
Kloster Disentis ›


18. Oktober 2021 | Dani Schranz


Religionspädagoge

Stellenausschreibung ›

Stellenausschreibung

Die Pfarrei Hl. Familie Schöftland liegt zentral in ländlicher Umgebung. Die Diaspora-Pfarrei umfasst 20 Dörfer mit gesamthaft knapp 5000 Katholiken und verfügt über zwei Kirchen und Pfarreizentren. Als selbständige Pfarrei gehört sie zum Pastoralraum Region Aarau. Die Pfarrei ist geprägt von einer diakonischen Grundhaltung. Viele Projektgruppen gestalten abwechslungsreiche Projekte.

Arbeiten Sie gerne in einem Team? Sind Sie froh, wenn neue Projektideen gerne aufgenommen werden? Freuen Sie sich auch über kleine Erfolge? Können Sie sich vorstellen, am Dorfmarkt mit den Jugendlichen Crêpes zu verkaufen? Dann sind Sie richtig bei uns und wir freuen uns, Sie in unserem Seelsorgeteam dabei zu haben.

Wir suchen per sofort oder nach Vereinbarung

eine Religionspädagogin oder einen Religionspädagogen
RPI (70–80%)

für die Leitung Firmung, Oberstufenkatechese, Jugendarbeit und Familienpastoral mit Ausbildung und Erfahrung in Religionspädagogik, Firmunterricht und Jugendarbeit, oder mit ähnlichen Qualifikationen.

Ihre Aufgaben

  • Sie übernehmen die Gesamtplanung und Koordination des Firmwegs 17+.
  • Auf dem Firmweg gestalten Sie einzelne Gottesdienste und planen Anlässe zusammen mit den Firmand*innen.
  • Die Jugendarbeit ist ein kleines Pflänzchen. Sie realisieren Projekte in der Pfarrei und arbeiten auch eng zusammen mit dem Regioteam Jugend im Pastoralraum.
  • Sie übernehmen die Gesamtkoordination der Katechese zusammen mit dem Team der Katechetinnen.
  • Sie planen und gestalten die Oberstufenkatechese mit vielen Wahlmodulen.
  • Sie vernetzen die Katechese mit dem Pfarreileben und feiern einzelne Gottesdienste mit Jugendlichen.
  • Sie verknüpfen die verschiedensten Pfarreiaktivitäten, die für Familien offen sind im Rahmen der Familienpastoral.
  • Sie entwickeln neue Familienprojekte und sind verantwortlich für eine familienfreundliche Gestaltung der Pfarreizentren.

Ihre Kompetenzen

  • Sie bringen eine hohe Eigeninitiative mit und arbeiten gerne im Team.
  • Sie haben Freude an Kontakten zu jungen und erwachsenen Menschen und pflegen eine offene und achtende Kommunikation.
  • Sie besitzen eine Affinität zu digitalen Medien wie Webseite und Social Media.
  • Sie bringen eine diakonische Grundhaltung mit und können partizipative Projektarbeit umsetzen.
  • Sie sind bereit zu unregelmässigen Arbeitszeiten und verfügen über hohe Leitungsfähigkeiten und planerische Kompetenz.
  • Sie leben in einem kritisch-solidarischen Verhältnis zur Kirche.

Unsere Rahmenbedingungen

Wir bieten Ihnen einen grossen Gestaltungsfreiraum und die Einbindung der Arbeit ins Team. Im administrativen Bereich werden Sie durch das Sekretariat unterstützt. Wir verfügen über zwei Pfarreizentren, einen Pfarreibus und eine gute Büroinfrastruktur in Schöftland. Ihre Arbeit ist gut vernetzt im Pastoralraum Region Aarau. Die Anstellung und Entlöhnung erfolgen nach den Richtlinien der Kreiskirchgemeinde Aarau. Regelmässige Weiterbildungen und Begleitung durch kantonale Fachstellen unterstützen Sie in Ihrer Arbeit.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Besuchen Sie unsere Website ›. Weitere Auskünfte erhalten Sie bei: Beat Niederberger, Pfarreileiter, Birkenweg 8, 5040 Schöftland, 062 721 12 13, Mail ›

Ihre elektronischen Bewerbungsunterlagen schicken Sie an: Judith Gugelmann, Präsidentin Ortskirchenpflege, Milchgasse 21, 5053 Staffelbach, Mail ›


«Wir sind ganz Ohr»

Willkommen beim synodalen Prozess ›

«Wir sind ganz Ohr» – Willkommen beim synodalen Prozess.

Papst Franziskus: «Genau der Weg der Synodalität ist, was Gott von der Kirche des dritten Jahrtausends erwartet: Gemeinsam vorangehen – Laien, Hirten und der Bischof von Rom – ein Konzept, das sich leicht in Worte fassen lässt, aber nicht so leicht umzusetzen ist.»

Von Felix Gmür, Bischof von Basel, erreicht uns heute folgende Botschaft.

Liebe Schwestern und Brüder

Papst Franziskus will eine synodale Kirche – eine Kirche, in der Menschen miteinander sprechen und aufeinander hören. Deshalb lädt er uns ein, über Gemeinschaft, Mitwirkung und den Auftrag der Kirche zu diskutieren.

Am 9. Oktober 2021 startet der Papst weltweit den dreistufigen synodalen Prozess, der eine Woche später mit der Befragung des Volkes Gottes in den Bistümern beginnt und über Gespräche auf kontinentaler Ebene zur Bischofssynode 2023 in Rom führt. Dieser einzigartige weltweite Prozess soll den Zusammenhalt in der Kirche stärken.

Im Bistum Basel findet er wie folgt statt
Vom 17. Oktober bis 30. November 2021 werden Gruppen mit mindestens fünf Personen über die Fragen von Papst Franziskus diskutieren und die Antworten in die Forschungsplattform von gfs.bern eingeben. Der Zugang erfolgt über unsere Synodenwebseite ›.

Am 13. Januar 2022 werden die von gfs.bern ermittelten Resultate veröffentlicht und anschliessend vom 20.-22. Januar 2022 an der vorsynodalen Versammlung des Bistums diskutiert und verdichtet. Zu dieser Versammlung sind alle diözesanen Räte, Kommissionen und Gäste eingeladen.

Am 28. Januar 2022 wird das Schlussergebnis des Bistums veröffentlicht und an die Schweizer Bischofskonferenz weitergeleitet. Diese diskutiert die Ergebnisse der Diözesen und sendet die Eingabe der Schweiz nach Rom.

Damit möglichst viele Interessierte mitwirken, starten wir heute eine Kampagne.

Ich lade Sie herzlich ein, als Botschafterin und Botschafter in Ihrer Pfarrei, Familie, Organisation oder in Ihrem Netzwerk für die Teilnahme am synodalen Prozess zu werben und Möglichkeiten für Gruppengespräche zu schaffen.

Ich freue mich sehr auf den gemeinsamen Weg mit Ihnen.

Mit Gottes Segen und herzlichen Grüssen,

Felix Gmür, Bischof von Basel

Website «Wir sind Ohr»

PS: Wenn Sie sich als Einzelperson beteiligen möchten und selbst keine Fünfergruppe bilden können, vermitteln wir Ihnen gern weitere Interessierte. Tragen Sie sich einfach auf der Startseite im Formular ein ›


15. September 2021 | Dani Schranz


Neue Leiterin

der Geschäftsstelle der Kreiskirchgemeinde ›

Neue Leiterin der Geschäftsstelle der Kreiskirchgemeinde Aarau gewählt

Carmen Kronenberg Müller tritt die Stelle am 15. Juni 2021 an.
Bild: Dani Schranz

Die Leitung der Geschäftsstelle der Kreiskirchgemeinde Aarau musste neu besetzt werden, nachdem sich der ehemalige Stelleninhaber, Felix Bachmann, anfangs 2021 für eine berufliche Veränderung entschieden und per Ende April gekündigt hatte. Die Mitglieder der Kreiskirchenpflege Aarau haben nun an ihrer Sitzung vom letzten Donnerstag Frau Carmen Kronenberg Müller einstimmig zur neuen Leiterin der Geschäftsstelle gewählt.

Frau Kronenberg ist 56-jährig, verheiratet und wohnt in Hägglingen. Sie bringt einen reichen Erfahrungsschatz und viel Fachwissen mit. Unter anderem arbeitete sie als Finanzfachfrau bei Nonprofitorganisationen wie der Caritas, der Rheumaliga und dem Schweizerischen Institut für Kinder- und Jugendmedien. Zuletzt war sie bei der Katholischen Kirchgemeinde Zug als Leiterin des Finanz- und des Rechnungswesens tätig. Frau Kronenberg wird ihre neue Stelle Mitte Juni antreten. Zurzeit betreut die Wirtschaftsprüfungs-, Treuhand- und Beratungsgesellschaft BDO AG die Geschäftsstelle, ab 15. Juni wird sie wiederum jeweils von Montag bis Freitag, von 8.30 bis 11.30 Uhr, besetzt sein.


3. Juni 2021 | Dani Schranz ›


Brigitta Minich

wird neue Pastoralraumleiterin ›

Brigitta Minich wird neue Pastoralraumleiterin

«Die Region positiv mitgestalten». Brigitta Minich, Pfarreileiterin in Suhr-Gränichen

Im Sommer 2019 hat Beat Niederberger als Leiter des Pastoralraums Region Aarau demissioniert. Nun wird Brigitta Minich seine Nachfolge antreten. Damit kann die zweijährige Vakanz beendet werden. 

Vor sechs Jahren errichtete Bischof Felix Gmür in der Katholischen Kirche Heilige Familie in Schöftland den Pastoralraum Region Aarau. Mit rund 21 000 Gläubigen und den fünf Pfarreien Aarau, Buchs-Rohr, Entfelden, Schöftland und Suhr-Gränichen gehört er zu den grossen im Kanton Aargau. Die hohe Mitgliederzahl, die geografische Ausdehnung und die Heterogenität der Pfarreien waren ausschlaggebend, dass er vom Bistum Basel als Pastoralraum des Typs A errichtet worden ist. Das bedeutet, dass die beteiligten Pfarreien zwar zusammenarbeiten und Synergien nutzen, das pastorale Handeln jedoch weiterhin in der Verantwortung der Pfarreien liegt. Diese behalten eine eigene Leitung und bleiben grundsätzlich autonom. Die Zusammenarbeit unter den Kirchgemeinden – dem staatskirchenrechtlichen Gegenstück zum Pastoralraum – bestand bereits vor der Errichtung des Pastoralraums. Die fünf Ortskirchgemeinden sind gemeinsam als Kreiskirchgemeinde Aarau organisiert. Rita Walker, Präsidentin der Kreiskirchenpflege, wies in ihrer Ansprache an der Errichtungsfeier darauf hin: «Staatskirchenrechtlich arbeiten die fünf Pfarreien seit der Gründung der Kreiskirchgemeinde vor über 40 Jahren eng zusammen. Es freut mich, dass wir jetzt mit dem bischöflichen Segen unterwegs sein dürfen.»

Als Leiter des Pastoralraums wurde 2015 Beat Niederberger, Gemeindeleiter von Schöftland, ernannt. Die Führung ist partizipativ organisiert, die fünf Pfarreileitungen bilden kollektiv das Pastoralraumleitungsteam. Burghard Förster, Aarau, Marco Heinzer, Buchs-Rohr, Samuel Behloul, Entfelden, Beat Niederberger, Schöftland, und Brigitta Minich, Suhr-Gränichen, teilen die Führungsaufgaben und Zuständigkeiten unter sich auf. Im Sommer 2019 reichte Beat Niederberger seine Demission ein. Die offizielle Leitungsstelle war vakant.

In den letzten Monaten beschäftigte sich das Gremium mit Fragen zur Struktur und zur Führungsstrategie. Mehrere Optionen wurden erwogen. Nun hat sich Brigitta Minich, Pfarreileiterin in Suhr, bereiterklärt, die Nachfolge von Beat Niederberger anzutreten und sich für die Pastoralraumleitung zur Verfügung zu stellen.

Letzte Woche bestätigte auch das Bistum Basel, vertreten durch Tobias Fontein, Regionalleiter der Bistumsregion St. Urs, diesen Vorschlag. In einer E-Mail teilte er Brigitta Minich mit: «Euren Vorschlag habe ich in der gestrigen Personalkonferenz in Solothurn Bischof Felix vorgelegt. Er ist mit diesem Vorschlag sehr einverstanden und wird Brigitta gerne zur Leiterin des Pastoralraums ‹Region Aarau› ernennen.»

Brigitta Minich führt seit Oktober 2019 die Pfarrei Heilig Geist in Suhr-Gränichen, davor war sie während zehn Jahren in Schinznach-Dorf tätig, wo sie für den Pastoralraum Region Brugg-Windisch die Familienpastoral als «Pastoral der Familienvielfalt» aufbaute. «Ich bin ein Vernetzungsmensch», sagt die designierte Pastoralraumleiterin. Deshalb werde es ihr ein Anliegen sein, die rund 120 Mitarbeitenden des Pastoralraums vermehrt in Kontakt zueinander zu bringen, damit das vielfältig vorhandene Wissen im ganzen Pastoralraum fliessen könne. Ihr Herz schlage für ihre Pfarrei Heilig Geist in Suhr-Gränichen, der Pastoralraum sei für sie eine Organisationsgrösse. Hinter diesem etwas sperrigen Begriff kommt das Selbstverständnis der fünf Pfarreien des Pastoralraums zum Ausdruck: «Die Pfarreien mit ihren unterschiedlichen Traditionen und Schwerpunkten sollen bestehen bleiben», so Brigitta Minich. «Sie sind die Stärke unseres Pastoralraums.» Sie sei jedoch davon überzeugt, «dass wir als Glaubensgemeinschaft, getragen von der frohen Botschaft, unsere Region positiv mitgestalten können».


27. August 2021 | Dani Schranz