Die Kunst, 100 zu werden

Warum altern wir eigentlich? Und wie weit kann die Wissenschaft heute den Alterungsprozess beeinflussen? Während das Altern in der Biomedizin bislang noch als ein natürlicher biologischer Prozess angesehen wird, werden derzeit weltweit Milliarden investiert in die Entwicklung von Langlebigkeits-Therapien. Das Ziel ist es, das Altern nicht nur zu verzögern, sondern sogar umzukehren. Welche Chancen, Risiken und ethische Herausforderungen ergeben sich daraus für unsere Gesellschaft und ihren Umgang mit Krankheit und Alter?
Zu diesen Fragen organisiert die Gruppe Kreaktiv eine zweiteilige Vortragsreihe. Der erste Vortragsabend findet am Donnerstag, 23. April um 19 Uhr im Pfarreizentrum St. Martin Entfelden statt.
Das Thema: «Die Kunst, 100 zu werden»
Die Referentin: , Prof. Dr. Sabina Misoch, Swiss Center for Care@Home
Der Vortrag:
Die Frage nach Langlebigkeit (longevity) begleitet die Menschheit seit Jahrhunderten: Wie können wir nicht nur länger leben, sondern auch länger gesund bleiben? Der Vortrag setzt sich mit diesem Thema auseinander und widmet sich der Frage, welche psychosozialen Faktoren zu einem langen und gesunden Leben beitragen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Ergebnisse zweier qualitativer Interviewstudien, die zeigen, wie zentrale Aspekte wie soziale Einbindung, ein erlebter Lebenssinn, Optimismus, Spiritualität sowie eine aktive und selbstbestimmte Lebensgestaltung die individuelle Lebenserwartung und ein gesundes Altern („Healthy Ageing“) positiv beeinflussen können. Dabei wird deutlich, dass Langlebigkeit nicht ausschliesslich durch genetische oder medizinische Bedingungen bestimmt wird, sondern in hohem Masse auch von persönlichen Haltungen, sozialen Beziehungen und dem Lebensstil geprägt ist.
Eintritt frei, Kollekte
Im Anschluss lädt die Gruppe Kreaktiv zum Apéro im Pfarreizentrum ein.