
Im Zentrum des Senegalprogramms der Fastenaktion stehen Solidaritätsgruppen, Kalebassen genannt, in die die Menschen regelmässig Geld einlegen. Rund 100‘000 – 95 Prozent von ihnen Frauen – werden vom Projekt direkt erreicht. (Foto: Fastenaktion)
Zukunft säen
Die ökumenische Kampagne unterstützt vor Ort 2026 Projekte in Senegal
„Die Samen meiner Chilis werde ich im kommenden Frühling wieder aussäen. Einige werde ich verschenken oder gegen Tomatensamen aus dem Garten meiner Schwägerin tauschen“, schreibt Fanny Bucheli aus dem Team der Ökumenischen Kampagne 2026 von Fastenaktion, HEKS und Partner sein.
Dass dies für Bäuerinnen und Bauern im globalen Süden nicht möglich ist, führt mitten in die diesjährige Thematik. Sie müssen mit Repressionen rechnen, wenn sie eignes Saatgut tauschen oder lokal verkaufen. International agierende Konzerne haben sich „Rechte“ verschafft, die ihnen global Kontrolle über das Saatgut und Profit aus Strukturen der Abhängigkeit der Kleinbauern geben. Dies verhöhnt Menschenrechte und jahrhundertelange Tradition von Menschen, die für sie Zukunft, Vielfalt, Solidarität und Verbundenheit bedeutet.
Hier setzt die Kampagne an und fordert Recht auf lokales Saatgut. „Wer Saatgut hat, kann Zukunft säen“, so lautet das Motto.
Ein Detail ist überraschend und vielsagend: Die kleinbäuerliche Landwirtschaft verbraucht nur 30 Prozent der Ressourcen, Wasser, Boden, Luft etc., ernährt aber 70 Prozent der Weltbevölkerung. Bei der industriellen Landwirtschaft ist das Verhältnis genau umgekehrt: Sie verschwendet 70 Prozent der Ressourcen und ernährt dabei nur 30 Prozent der Weltbevölkerung.
Mit Solidarität Schulden und Hunger vermeiden – Projekt Senegal
Vor Ort in Aarau-Rohr und Buchs unterstützt die ökumenische Aktion dieses Jahr ein Projekt von Fastenaktion im Senegal, nachdem im letzten Jahr eines von HEKS im Fokus war. Solidarität ist das Stichwort, das lokale hier Initiativen und Vernetzung auf verschiedenen Ebenen, getragen von den Menschen selber, meint.
Dabei stehen Solidaritätsgruppen, Kalebassen genannt, im Zentrum der Programme von Fastenaktion. Innerhalb dieser Gruppen können sich die Mitglieder in Notlagen ohne Zinsen gegenseitig aushelfen und sich so langfristig entschulden. Die Kalebassen sind auch innerhalb der Gesellschaft aktiv und
fördern den Austausch von Wissen und Erfahrung. Gleichzeitig werden die Gruppen dabei unterstützt, zusammen zusätzliche Felder zu bewirtschaften und mehr Hirse, Mais und Gemüse zu produzieren. Gemeinsame Grosseinkäufe von Speiseöl oder Seife schonen den Geldbeutel zusätzlich.
Wer sich hier näher informieren möchte, schaut gerne in die detaillierten Beschreibungen auf der Webseite von Fastenaktion oder der ökumenischen Kampagne.
Aschermittwoch sowie Ökumenische Feiern und Suppen
Dazu wird die Kampagne ökumenisch in drei Gottesdiensten in Aarau-Rohr und Buchs eröffnet. In diesen wird das Kampagnenthema mit biblischem Input verbunden. Kollekte und Spenden im Rahmen der anschliessenden Suppen sind für das Senegalprojekt bestimmt.
Aschermittwoch, 18. Februar, 19.00 Uhr katholische Kirche St. Johannes Buchs
Sonntag, 22. Februar, 10.00 Uhr reformierte Kirche in Buchs
Sonntag, 1. März, 10.00 Uhr reformierte Kirche in Aarau-Rohr
Beide Male Gottesdienst und Suppe mit Erika Voigtländer und Peter Bernd.
Kontoinformationen
Die Kontoangaben sind:
Fastenaktion,
Alpenquai 4, Postfach, CH-6002 Luzern
IBAN: CH16 0900 0000 6001 9191 7.
Am einfachsten geht es online: fastenaktion.ch/landesprogramm/senegal/
Wichtig ist es, falls Sie die Senegalprojekte unterstützen möchten, den Spendenzweck entsprechend zu wählen.
Im Namen der Menschen im Senegal und in den anderen Projektländern sei ein herzliches Merci beaucoup gesagt für Deine/Ihre Spende an die kirchlichen Hilfswerke in der Fasten- und Osterzeit 2026.