Peter Ammann wurde 95 Jahre

 

einer der letzten Bewohner der Feer-Villa (heutiges Pfarrhaus)

Es ist schon eine Besonderheit mit Peter Ammann durch die Räume und Stockwerke unseres Pfarrhauses zu wandeln. Im September hat er seinen 95. Geburtstag gefeiert, wo? Natürlich in seinem „Elternhaus“, im Gartenzimmer
unseres Offenen Pfarrhauses.

Er nennt es immer noch hin und wieder das „Feergut“, denn seine ersten 5 Lebensjahre tollte der kleine Peter durch das grosse Haus und lernte sogar Skifahren im hügeligen und mit altem Baumbestand ausgestatteten Park
davor, wo heute die römisch-katholische Kirche Peter und Paul steht. Mit seinem Vater ging er über eine „Geheimtreppe“ hinunter in die Meyerschen Stollen und auch sonst war es für ihn ein Paradies, wie er sagt. Seine beiden
Schwestern und er verbrachten glückliche Tage Anfang der 1930er Jahre in dem Haus.

Bauherr und Eigentümer war, im Übrigen auch der Stollen, Johann Rudolf Meyer Junior, der es für sich und seine Familie, sowie die seines Bruders, 1797 erbauen liess. 1830 wurde es dann samt der Seidenbandfabrik, am Platz der heutigen neuen Post, an die Familie Feer verkauft. Diese bewohnte das Haus über 100 Jahre, bevor es dann 1937 an die Römisch Katholische Kirchgemeinde verkauft wurde.

Für Peter und seine Familie bedeutete das den Umzug ins Gönhard Quartier. Sein späterer Lebensweg führte ihn nach Zürich, wo er Musik und Psychologie studierte, mit C.G. Jung korrespondierte und nach Rom, wo er mit Federico Fellini Filme drehte. Seit 1988 war er Psychotherapeut und Dozent und seit 1990 in Südafrika, Namibia und Botswana als Dozent und Filmemacher tätig.

Nun ist er nach vielen Jahren wieder in „sein Elternhaus“ zurückgekehrt, wo er wieder häufiger anzutreffen ist. In Zusammenarbeit mit Burghard Förster, dem Pfarreileiter, hat er mit Unterstützung des Museums der Erinnerung und Geschichte des Hauses, und seiner Familie einen Ort gegeben. So wurde im Jahr 2024 ein Sitzungszimmer im Erdgeschoss zur Feerstube umgewandelt. Mit Möbeln aus Privatbesitz der Familie Feer und Portraits bedeutender Vorfahren aus dem Museumsarchiv bietet der Raum nun wie ein begehbares Museum, weiterhin die Möglichkeit, ihn für Sitzungen und Gespräche zu mieten und zu nutzen.

Die Geburtstagsfeier, verbunden mit einem Rundgang durchs Haus, war für die Nach kommen der Familie Feer ein tolles Ereignis und das Geburtstagskind Peter Ammann hat sich zwischendurch sicher wieder gefühlt, als wäre er der Bub mit 5 Jahren, der durchs Haus sprang und im Park das Skifahren lernte.

Herzlichen Glückwunsch und alles Gute, lieber Peter und vielen Dank für deine Unterstützung, Erinnerung und Geschichte erfahrbar werden zu lassen für all die, die heute zahlreich das Haus besuchen und nutzen.