Teilen – eine Herzensangelegenheit

Am Sonntag, 9. November, durften wir in der voll besetzten St. Martin Kirche das Fest unseres Kirchenpatrons Martin von Tours feiern. «Warum feiern wir Sankt Martin?», fragte eine Schülerin zu Beginn des bereits mit grosser Spannung erwarteten St. Martins Spiels. Ja, warum feiern wir auch heute noch einen ehemaligen römischen Soldaten und späteren Bischof und Mönch, der bereits seit mehr als 1600 Jahren tot ist? Die Schülerinnen und Schüler der zweiten Klasse gaben in kreativ-spielerischer Weise und mit beeindruckendem Engagement unter der Leitung von Pascale Lenzin, Barbara Herzog und Bruno Curty die Antwort auf diese Frage.

In 4 szenischen Darstellungen des vor dem Altar ausgeführten Theaterstücks über das Leben des Hl. Martin durften wir anschaulich erfahren, dass in der Lebensgeschichte unseres Patrons die Botschaft Jesu von der geteilten Nächstenliebe ihren wesentlichen Ausdruck findet: Der Hl. Martin hat nicht nur seinen Mantel geteilt. Er hat vor allem sein Herz geteilt. Martin beschenkte den frierenden Bettler nicht nach dem Motto: Da hast du es und lass dich nie mehr wieder blicken! Nein, Martin fühlte sich vom Elend des bedürftigen Menschen im Herzen tief berührt. Sein Teilen war eine Herzensangelegenheit. Und auch heute warten Viele auf einen Martin, der mit ihnen teilt. Dabei geht es eben nicht nur um Materielles, sondern auch darum, für andere einfach da zu sein – mit ihnen Zeit, Verständnis, Freundschaft und gutes Wort zu teilen, egal ob Gross oder Klein.

Musikalisch wurde die Patroziniumsfeier umrahmt von unseren beiden Chören, dem St. Martins Kirchenchor und den St. Martins Singspatzen. Ein wunderschöner Ausdruck des generationenverbindenden Pfarreilebens unserer Pfarrei.

Auf Einladung der Gruppe Gemeinschaft fand die Feier in der Kirche ihren Nachklang im Chilbi-Apéro im Pfarreizentrum.

Herzlichen Dank allen helfenden und sich grossherzig engagierenden kleinen und grossen Händen in unserer St. Martin Pfarrei.

Für das Pfarreiteam,
Samuel Behloul

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