Rückblick zur Entfelder 1. August-Feier
Im Rahmen der Bundesfeier beider Entfelden feierten wir einen ökumenischen Gottesdienst mit der kath. Pfarrei St. Martin Entfelden (Ana und Samuel Behloul) und den ref. Kirchgemeinden Unter- und Oberentfelden (Pfarrer Andreas Wahlen). Die Gottesdienstfeier wurde von der Musikgesellschaft Unterentfelden musikalisch umrahmt.

Eröffnet wurde der Gottesdienst mit dem Lobpreis auf den allmächtigen Gott mit den Worten aus dem Psalm 19, 2: «Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes und das Firmament kündet das Werk seiner Hände».

In ihrem Einführungswort wies Ana Behloul darauf hin, dass der 1. August zwar kein kirchlicher Feiertag sei, für uns dennoch ein Tag sei, der uns auffordert, zu Gott zu beten und ihm zu danken. Zu Dank verpflichtet uns die Tatsache, dass wir seit vielen Generationen in einem Land leben mit vielen Lebens- und Entfaltungsmöglichkeiten, ohne Krieg und Zerstörung. Dies sei aber keine Selbstverständlichkeit. Es ist das Ergebnis der verantwortungsbewussten Arbeit vieler Frauen und Männer, die sich für das Wohl unserer Heimat eingesetzt haben und es nach wie vor tun. Die Tatsache, dass sowohl der Bundesbrief von 1291 und die heutige Bundesverfassung «Im Namens Gottes des Allmächtigen» beginnen, sei ein Ausdruck des Vertrauens auf Gott und zugleich ein Bekenntnis dazu, dass unser Leben, unser Land und unsere Heimat letztlich aus Gott stammen. Und das Kreuz im Nationalwappen ist nicht bloss eine Erinnerung an Gottes Vertrauen der ersten Eidgenossen, sondern auch eine Aufforderung an uns heute, danach zu streben, dass unser Denken, unser Wollen und unser Handeln sich im Namen Gottes des Allmächtigen vollziehen.

In seinem Predigtwort ging Andy Wahlen der Frage nach, was der sog. «Schweizer Psalm», also der Text der Schweizer Nationalhymne, uns heute noch zu sagen hat. Der «Schweizer Psalm» sei nicht bloss ein Lied, das man bei verschiedenen öffentlichen Anlässen singt. Der Text der Hymne besitze die Tiefe eines täglichen Gebets, einer täglichen Besinnung. Für A. Wahlen ergeben sich aus dem «Schweizer Psalm» drei Anregungen: 1. Die Aufforderung, zu beten. Gerade in der heutigen lauten und von Stress und Unruhe geprägten Zeit, kommt uns die Fähigkeit immer mehr abhanden, innezuhalten und zu staunen über die Schönheit unseres Landes und über deren genialen Schöpfer; 2. Das Vertrauen, dass Gott auch in schwierigsten Momenten bei uns ist und 3. Die Erinnerung daran, dass Freiheit mit Verantwortung gegenüber Gott und gegenüber unseren Mitmenschen verbunden ist und uns zum Frieden, Barmherzigkeit und Solidarität verpflichtet.

Im Anschluss an die sehr gut besuchte Feier luden die Gemeinderäte die über dreihundert Besucherinnen und Besucher zum 1. August Apéro ein.
Herzlichen Dank allen, die diesen besonderen Anlass ermöglicht haben: die Gemeinderäte beider Entfelden, dem Kulturverein Unterentfelden, der Musikgesellschaft Unterentfelden und den vielen fleissigen Händen im Hintergrund. Seitens der Pfarrei St. Martin Etnfelden gilt besonderer Dank den neun Minis aus der St. Martins Mini-Schar, die trotz Ferienzeit sich für die Mitwirkung im Gottesdienst angemeldet haben.
Samuel Behloul
