Das Tausendgüldenkraut/Centaurium erythraea

Unscheinbar, diskret aber robust und gradlinig steht diese Heilpflanze (Bitterkraut, Fieberkraut, Gottesgnadenkraut, Laurinkraut, Sanktorinkraut) bei St. Martin. Nicht prominent im Blumenbeet sondern im Mauerspalt. Kleine rosafarbige sternförmige Blüten zieren die zierliche Pflanze mit reicher Vergangenheit. Im botanischen Namen ist von Gold die Rede und vielleicht von einem Wesen aus der griechischen Mythologie, wo der heilkundige Cheiron, der halb als Mensch halb als Pferd gewachsene Centaur, Pate für den Namen gewesen sein könnte, war doch die Pflanze in der Antike eine begehrte Heilpflanze. Kommen Sie vorbei, nehmen Sie in ein paar Wochen zwei, drei Samen mit und heissen Sie die seltene Pflanze in Ihrem Garten willkommen! Sie mag einen Platz an der Sonne und eigenwillig am Wegrand.
Madeleine Adler