Sich zu Gott hinführen zu lassen…

Unmittelbar vor dem Beginn der Gottesdienstfeier zum diesjährigen Epiphaniefest oder Dreikönigsfest am Sonntag, 4. Januar herrschte in unserer Sakristei kleiner Notstand. Für die 20 freiwillig angemeldeten Minis konnte man nur noch mit Mühe passende Kleider in den Schränken finden, vor allem für die Grossgewachsenen. Schon ob dieser Zahl der Minis gestaltete sich der Einzug durch den Mittelgang unserer St. Martin Kirche entsprechend royal. Die festliche Stimmung unterstrichen dann in besonderer Weise die royalen Klänge der Turmbläser Aarau begleitet von Christian Furer an der Orgel und nicht zuletzt auch die grosse Zahl der Kirchenbesucherinnen und Kirchenbesucher.

«Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt. Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm.» (Mt 2, 10-11).
Der Evangelist Matthäus macht mit diesem Satz die Heiligen Drei Könige zu faszinierenden Gestalten. Sie verkörpern den Menschen, der es wagt, zu grossen Ufern aufzubrechen. Sie bleiben nicht stecken in einem Leben, das nur um das Alltägliche kreist. Vielmehr lassen sie sich hinführen vom besonderen Licht. In der Dreikönigsgeschichte wird uns symbolisch ein Lebensweg geschildert, das klein beginnt, sich den Weg kleinen Schritt, um kleinen Schritt bahnt. Klein, aber mit grossem Ziel vor Augen. Hier dürfen wir unseren eigenen Lebensweg erkennen. Als kleine Menschen, in eine kleine Welt geboren, berufen aber auf den Weg zum grossen Gott, um die Erfüllung unseres Lebens zu finden, so Ana Behloul in ihrer Predigt.
Die Weisen aus dem Morgenland sind dem Stern gefolgt und haben in Bethlehem das innerste Geheimnis unseres Lebens gefunden, Gott. Diese Kernbotschaft des Epiphaniefestes durften wir auch dieses Jahr in unserer St. Martin Pfarrei vor eindrücklicher Klangkulisse, mit engagierter Mitwirkung von Gross und Klein und von sehr grosser Freude erfüllt feiern.
Herzlichen Dank allen, die zu diesem Fest beigetragen haben. Samuel Behloul.

Im Anschluss an den Gottesdienst dürften wir natürlich auch dem guten alten Dreikönigsfest-Brauch huldigen, dem Genuss des Dreikönigskuchens beim Apéro im Pfarreizentrum.
