Altarglocke (6-Klang)

An einem Ring mit drei Haltegriffen sind sechs unterschiedliche Glöckchen befestigt.

Während der so genannten “Wandlung” (in einer Eucharistiefeier) wird an bestimmten Orten zweimal geläutet: Das erste Mal, wenn das Brot (die Hostie) nach den Worten «Nehmt und esst alle davon: Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird” gezeigt wird. Und ein zweites Mal, wenn der Becher mit dem Wein gezeigt und dazu gesagt wird: “Nehmt und trinkt alle daraus: Das ist der Becher des neuen und ewigen Bundes, mein Blut, das für euch und für alle vergossen wird, um die Macht des Bösen zu brechen…”.

Zusammenhang zwischen biblischen Zimbeln und kleinen Glocken
In der Bibel gibt es keine Glocken, aber von Zimbeln ist immer wieder die Rede: «Heman und Jedutun hatten Trompeten und Zimbeln für die Spieler und Instrumente für die Gotteslieder.» (1 Chronik, Kapitel 16, Vers 42 = 1 Chr 16,42)

«Als sei mit ihren Trompeten, Zimbeln und Musikinstrumenten einsetzten […] erfüllte eine Wolke den Tempel, das Haus des Herrn.» (2 Chronik, Kapitel 5, Vers 13 = 2Chr 5,13)

Im Mittelalter wurden kleine Glocken Zimbeln genannt. – Diese Glocken haben aber keinen eigenen biblischen Bezug und wurden im Zuge eines bis heute verbreiteten magischen Sakramentenverständnisses eingeführt. – Die Praxis wie beschrieben oder so ähnlich hält sich hartnäckig – auch mit der Begründung, damit die jugendlichen Ministrant:innen “genug zu tun haben”.

Zwei Arten des Läutens der Altarglocke
Wenn das Handgelenk die Altarglocke nach links und rechts kippt, ertönt ein feines Geläute, weil es bei dieser Art des Läutens keinen Unterschied macht, ob ein Glöckchen ein oder zwei Klöppel hat.

Wird die Altarglocke über das Handgelenk gedreht, entsteht das typische Schellengeläut, weil die Glöckchen mit zwei Klöppeln viel lauter ertönen, da alle Klöppel mit viel mehr Energie auf die Innenseite der Glöckchen schlagen.

Künstler
unbekannt (gekauft bei C. Ludwig München…: Altarglocke, Messing gegossen, AG 4415 / SANCTUS Relief)

Die Altarglocke ist aus Messing gegossen. An der Unterseite eines Ringes sind sechs unterschiedlich grosse Glöckchen befestigt. Einem Y-gleich verbinden sich die drei Haltegriffe mit der Oberseite des Ringes. Zwischen den drei Haltegriffen ist jeweils das Wort Sanctus angebracht.

Dreht man die Altarglocke auf den Kopf, dann sieht man, dass sich immer ein grösseres Glöckchen (mit zwei Klöppeln) mit einem kleineren Glöckchen (ein Klöppel) abwechselt.

Passende Bibelstelle
Es gibt hierzu keine eigene Bibelstelle. Auf die biblisch erwähnten Zimbeln wurde schon hingewiesen.

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