Herzlich willkommen im Pastoralraum Region Aarau.

Wir wollen da sein für die Menschen und die Welt.
«Es muss euch zuerst um das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit gehen, dann wird euch alles andere dazu gegeben.» Matthäusevangelium 6,33
Dieser biblischen Botschaft verpflichten wir uns.


Aktuelles aus dem Pastoralraum

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1 Jahr Pfarreizentrum Kölliken

Ein Jahr ist seit der Neugestaltung des Pfarreizentrums in Kölliken vergangen. Am Samstag, 11. August 2018, wird der 1. Geburtstag mit einem Sommergartenfest gefeiert.

Seit einem Jahr finden im Pfarreizentrum Kölliken Gottesdienste und Katechesestunden statt, der Garten trägt Früchte, das Zentrum hat sich zu einem Ort für Begegnungen in der Gemeinschaft entwickelt. Das Seelsorgeteam Schöftland will zusammen mit allen Interessierten aus dem Pastoralraum Region Aarau den 1. Geburtstag des Pfarreizentrums feiern: mit einem Gottesdienst am Samstag, 11. August, um 18.30 Uhr mit anschliessendem Apéro und einer Teilete. Wer mag, ist eingeladen, etwas zur Teilete beizusteuern.


9. August 2018 | dsz

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Projekt Bergwald

Firmanden aus dem Pastoralraum Region Aarau halfen mit, das Wägital vor Lawinen zu schützen. Die Arbeitswoche war Teil der Vorbereitung auf ihre Firmung.

Fünf Jugendliche aus dem Pastoralraum reisten in ihrer ersten Sommerferienwoche ins Wägital im Kanton Schwyz. Dieses erstreckt sich von der Lindtebene bei Siebnen Richtung Süden und zählt laut dem örtlichen Verkehrsverein «ohne zu übertreiben zu den schönsten Gegenden weit und breit». Die Jugendlichen verbrachten jedoch nicht wegen der reizvollen Landschaft eine Woche in der Hohfläschhütte auf 1370 Metern über Meer. Sie leisteten zusammen mit dem Jugendbeauftragten des Pastoralraums, Christoph Marthaler, einen Arbeitseinsatz für die Stiftung «Bergwald Projekt». Die 1987 gegründete gemeinnützige Stiftung setzt sich im gesamten Schweizer Alpenraum für die Erhaltung, die Pflege und den Schutz des Bergwaldes ein. Seit der Gründung haben etwa 55 000 Freiwillige rund 300 000 Tage Frondienst geleistet.

 

Jugendarbeiter Christoph Marthaler pflanzt eine junge Fichte. 

Die Tage glichen mehr einem Zivildienst als einem Ferienlager: Nach dem Frühstück und einem einstündigen Aufstieg an den Einsatzort halfen die Jugendlichen mit, Dreibeinböcke zu errichten. Diese aus Kastanienholz konstruierten Böcke sind Teil einer Lawinenverbauung und schützen Jungbäume während des Wachstums so lange, bis sie genügend kräftig und ausreichend verwurzelt sind, um das Tal vor Gleitschneelawinen zu schützen. Bei einem anderen Einsatz halfen die Firmanden, die Schäden nach dem Sturmtief Burglind von Anfang Jahr zu mindern. Sie schabten in Handarbeit die Rinden von umgestürzten Fichten ab, um der Ausbreitung des Borkenkäfers vorzubeugen.

 

Dreibeinböcke schützen die Jungbäume und die Talschaft vor Lawinen. 

Er habe selten so hart gearbeitet, berichtet Christoph Marthaler, «abends waren wir jeweils so müde, dass wir alle früh ins Bett gingen». Während der Woche sei trotz der körperlich anstrengenden Arbeit kaum ein Murren zu vernehmen gewesen. Die Jugendlichen hätten sich selber besser kennengelernt und die eigenen Grenzen ausgelotet. Ebenso wertvoll sei für sie die Erfahrung gewesen, als Teil einer Gruppe etwas Gemeinsames zu erschaffen. Dazu hätten sich die Teilnehmenden ganz konkret mit der Schöpfung und den Naturgewalten auseinandersetzen können und am Einsatzort auf der Alp Einblick erhalten in das karge Leben von Bergbauern. So zieht Marthaler eine positive Bilanz und kann sich vorstellen, Jugendlichen aus dem gesamten Pastoralraum auch im nächsten Jahr wieder einen vergleichbaren Einsatz als Teil der Firmvorbereitung anzubieten.


9. August 2018 | dsz, Bilder: bergwaldprojekt.ch und «March Anzeiger», Hans-Ruedi Rüegsegger

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Beatrice Ryter ist neue Sekretärin der Geschäftsstelle

Am 1. August hat Beatrice Ryter die Stelle als kaufmännische Allrounderin für die Kreiskirchgemeinde in Teilzeit angetreten. Sie ist für diese Aufgabe bestens geeignet, war sie doch in früheren Stellen bereits in ähnlichen Funktionen tätig, zuletzt als Sekretärin der Kirchgemeinde Entfelden. Sie tritt in die Nachfolge von Patrizia Bolliger, welche über zehn Jahre für die Kreiskirchgemeinde tätig war.


9. August 2018 | dsz

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Pfarrer Gregor Tolusso nimmt Abschied

Bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen feierten die Gläubigen der Pfarrei Peter und Paul in Aarau am vergangenen Sonntag das Patrozinium, das Fest zu Ehren ihrer Schutzheiligen. Es war der letzte Gottesdienst unter der Leitung von Pfarrer Gregor Tolusso.

Auf dem Platz vor der Kirche reiht sich Festbank an Festbank, die Tische sind geschmückt mit kleinen Sonnenblumen. Dutzende Freiwillige wuseln herum und treffen letzte Vorbereitungen, damit nach dem Gottesdienst gekocht, grilliert, frittiert und gebacken werden kann. «Crêperie Pierre & Paul» steht auf einem Schild über einem Stand, auf einem anderen «Pizzeria». Mitten auf dem Gelände der Pfarrei ist ein mechanisch betriebenes Karussell aufgebaut, ein Junge tritt in die Pedale und bringt es zum Kreisen.

 

Warten auf den Ansturm: Helferinnen am Stand der Crêperie «Pierre & Paul»

Die Kirche füllt sich, kaum eine Bank bleibt leer. Man erwarte gegen dreihundert Gäste, weiss Arnold Bleisch, Mitglied der Kreiskirchenpflege, aus Erfahrung. Gleich wird er als Sänger des Kirchenchors den mehrsprachigen Festgottesdienst mitgestalten.

Ein Schlüssel, der dem Schloss eines Riesen entlehnt worden sein könnte, liegt auf einer Bank vor dem Altar. Pfarrer Gregor Tolusso lässt ihm jedoch keine atagonistische Bedeutung zukommen. Im Gegenteil. Er schlägt in seiner letzten Predigt in Aarau versöhnliche Töne an. Und spricht von Schlüsselsituationen, in welchen neue Wege erkennbar würden. Mit den Anwesenden teilt er seine Überzeugung, dass jeder kraft des Glaubens den Schlüssel zum Zugang zu seinen Mitmenschen in den Händen halte. «Du bist Petrus und Petra und trägst auch den Schlüssel zum Himmelreich in dir», sagt er und spannt damit den Bogen zu den Schutzheiligen der Pfarrei. Zum Schluss seiner Ansprache bedankte sich Tolusso bei der Gemeinde und den Mitarbeitenden für alles, was ihm gelungen sei und bat um Entschuldigung «für meine Grenzen». Er ermutigte die Anwesenden, Veränderungen als Schlüsselsituationen zu verstehen: «Sie können Türen öffnen.»

 

Blumen zum Abschied: Pfarrer Gregor Tolusso stellt sich nicht zur Wiederwahl

Marlene Brand von der Ortskirchenpflege fand in ihrer Dankesrede an Gregor Tolusso nur lobende Worte. Der mitarbeitende Priester Adrian Bolzern benannte seinerseits jedoch auch Punkte, die letztlich zur Trennung geführt hätten. Er überreichte Tolusso einen Kompass, damit ihn dieser «auf einer neuen Reise auf einem andern Schiff» leiten möge und schloss mit dem Spruch eines unbekannten Autors: «Wenn der Wind der Veränderung weht, suchen manche Schutz im Hafen, während andere die Segel setzen.»

 

Vier Alphornbläser begleiteten den Kirchenchor mit raumfüllenden Klängen


9. August 2018 | dsz

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