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Berichte: Vernissage und Pfarreifest

50 Jahre Pfarrei Buchs-Rohr

Erst die Vernissage der Festschrift mit Denkmalpfleger Reto Nussbaumer, zwei Tage später der Festakt mit Weihbischof Denis Theurillat: Die Pfarrei Buchs-Rohr bot am ersten Septemberwochenende 2017 für jeden Geschmack etwas.

Gottesdienst mit Bischof Denis

"Daran hätte die Suva heute keine Freude", kommentierte Reto Nussbaumer ein Bild von einem Maurer, der seinen Kollegen strahlend eine Batterie von Bierflaschen auf die Baustelle bringt. Alkohol war auf Baustellen, kirchlichen wie allen anderen, einst ebenso Alltag wie die Arbeit auf ungesicherten Baugerüsten in Schwindel erregender Höhe. In seiner kurzweiligen Tour d’Horizon durch europäische Betonkirchen zeigte der Denkmalpfleger am Freitagabend, woher die Inspiration für die Architektur der Kirche St. Johannes in Buchs gekommen war.

"Freude herrscht." Gemeindeleiter Marco Heinzer drückte mit Adolf Ogis Bonmot aus den Neunzigerjahren die Freude der Organisatoren am gelungenen Jubiläumsjahr aus. Letzten Dezember hatte dieses mit dem Konzert des Spiels der Aargauer Kantonspolizei seinen Anfang genommen. Fünf weitere Anlässe für Gross und Klein haben seither stattgefunden. Nun ist mit dem Festwochenende der Schluss- und zugleich Höhepunkt der Feiern gekommen.
Beim Apéro nach der Vernissage verweilten die meisten der ca. 100 Gäste noch mehr als eine Stunde in angeregten Gesprächen.

Für das Leben danken
Die Mauern lassen sich nicht vom Leben trennen, das zwischen ihnen stattfindet. Das führte Denis Theurillat den rund 300 Gottesdienstbesuchern am Sonntag vor Augen: „Beton ist ein Zeichen unserer Zeit. Das Leben in der Kirche zeigt uns Gott, der mit uns auf dem Weg ist“, sagte der Weihbischof in Anlehnung an den Jubiläumsslogan der Pfarrei Buchs-Rohr „Kirche und Beton. Wir feiern 50 Jahre unterwegs“. Theurillat dankte den Erbauern der heute denkmalgeschützten Kirche, dem Seelsorgeteam der Pfarrei und dem Pastoralraum Region Aarau für ihr Engagement sowie den anderen Konfessionen und Religionen für das gute Miteinander.

Umrahmt wurde der Gottesdienst vom Kirchenchor unter der Leitung von Musikerin Illa Küllig und ergänzt durch die Sopranistin Johanna Schutzbach. Zusammen mit einem Streichquartett und je zwei Trompeten und Oboen bot der Chor konzertreife Einlagen aus der Bachkantate "Ihr Tore zu Zion".

Mit Vertretern von Kirche und Politik
Beim Pfarreifest mit Mittagessen begrüsste Ortskirchenpflegepräsident Andreas Pechlaner eine Reihe von Ehrengästen: Marcel Notter, den Generalsekretär der Röm.-Kath. Landeskirche des Kantons Aargau, diverse Vertreter der Kreiskirchenpflege, Roland Bialek und Erika Voigtländer von der reformierten Kirche sowie Gemeindeammann Urs Affolter und Gemeinderat Walter Wyler der politischen Gemeinde Buchs. Mehrere von ihnen wandten sich mit Grussbotschaften an die Gäste.

Rita Walker, Präsidentin der Kreiskirchenpflege, liess das erfreuliche "Festfieber" im Pastoralraum Revue passieren. Ausgehend von der Wiedereinweihung des Pfarreizentrums Kölliken, über das 30 Jahr-Jubiläum des Töndler Gränichen und den Pastoralraumtag mit dem Zirkus Stey und nun eben das Jubiläum der Pfarrei Buchs-Rohr, gab es an vier Wochenenden in Folge etwas zu feiern im Pastoralraum.

     

Fotos: Andrea Ming Heinzer

Roland Bialek von der reformierten Kirchenpflege richtete seine Aufmerksamkeit auf die Anordnung von Kirchenbänken. Er konstatierte, dass in Buchs die katholische Kirche mit ihrem Halbrund über eine traditionell reformierte Anordnung verfügt, während die reformierte Kirche mit dem strengen Rechteck klassisch katholisch aussieht. Ausgehend von dieser Betrachtung dankte er den Katholiken für die gute oekumenische Zusammenarbeit.

Den Bericht der Aargauer Zeitung zum Jubiläum finden Sie hier

Das Video (7:44 min) zum Gottesdienst und zum Pfarreifest finden Sie hier

Viele weitere Bilder finden Sie auf Facebook: Pastoralraum Region Aarau, Album "50 Jahre Pfarrei Buchs-Rohr"

Bericht zum Fest

30 Jahre Töndler: Vom Kinogottesdienst zum Begegnungszentrum

 Die Pfarrei Suhr-Gränichen beging am 20. August den 30. Geburtstag des Zentrums Töndler in Gränichen. Nach dem feierlichen Gottesdienst trafen sich Gross und Klein, Jung und Alt zum gemeinsamen Pfarreifest.

An die 200 Personen durfte Gemeindeleiterin Rita Wismann zum Jubiläumsgottesdienst im Begegnungszentrum Töndler begrüssen. Das diesjährige Motto der Pfarrei Suhr-Gränichen «vielfältig eins», passe wunderbar zum Wesen des Töndler, so Rita Wismann, ermögliche das Begegnungszentrum doch vielfältigste Aktivitäten verschiedener Gäste (wie Gottesdienste, Religionsunterricht, Treffpunkt des Frauenbundes oder Sprachkurse für Flüchtlinge). Der Apostel Paulus vergleicht die Kirche in einem Brief an die Gläubigen in Korinth mit einem Leib mit vielen Gliedern. «Dies gilt heute ebenso wie vor 30 Jahren», meinte Wismann in ihrer Festpredigt. «Organisationen kommen und gehen, aber die Kirche bleibt.» Und gerade beim Töndler zeige sich, wie die verschiedenen Glieder der Kirche mit ihren unterschiedlichen Begabungen zum Leben und blühen der Gemeinde beitragen würden.

Ein langer Anlauf
Rita Walker, Präsidentin der Kreiskirchenpflege, erinnerte Gäste und Gläubige in ihrer Festansprache an die Anfänge des Töndler. «Damals galt der Grundsatz, dass eine Gemeinde mit 1100 Katholiken Anspruch auf eine eigene Kirche hatte», erläuterte sie. Schon 1968 hatte die Kreiskirchenpflege unter der Ägide von Lothar Gehrig in Gränichen vorausschauend Land für einen späteren Kirchenbau erworben. «Doch der Bau des Töndler mit seiner familiären Atmosphäre wurde immer wieder zugunsten anderer Bauprojekte in der Umgebung zurückgestellt» so Rita Walker, die selber in Gränichen wohnt. Deshalb trafen sich die Gränicher Katholikinnen und Katholiken ab 1973 an einem eher ungewöhnlichen Ort zum Gottesdienst: im damaligen Kino im Gränicher Unterdorf. «Später genossen wir in der reformierten Kirche Gastrecht», erinnert sich Hans Hotz, damals Präsident der Kreiskirchenpflege Aarau und ebenfalls in Gränichen wohnhaft.

Grosses Engagement
Die Gränicher Katholiken – unter ihnen seit jeher viele Italienerinnen und Italiener – setzten sich mit grossem Engagement dafür ein, dass die Kreiskirchenpflege in den 1980er Jahren auch den Katholiken in ihrem Dorf endlich doch eine Heimat schuf. Die Planungen begannen 1983, die eigentliche Bauzeit vom Spatenstich bis zur Einweihung dauerte 18 Monate. Am 16. August 1987 segnete Kantonaldekan Anton Helbling das Zentrum Töndler ein. Als Vorbild diente die als Begegnungszentrum konzipierte katholische Kirche in Schöftland. Sie ermöglicht kirchliche und weltliche Begegnungen nicht nur, sondern fordert diese ausdrücklich.

Bange Momente trotz Fronarbeit
In vielen Stunden Fronarbeit und mit Spenden unterstützten die Gränicher den Baufortschritt tatkräftig. «Die Pflasterung des Platzes und die Bauschlussreinigung machten wir selber», erinnert sich Ruth Volken, Sakristanin im Töndler. Spenden ermöglichten zudem den Erwerb des Glasfensters im Sakralraum, das der Rohrer Künstler Franz Walter entwarf.

Rita Walker wies auch auf dunkle Wolken hin, die sich vor zehn Jahren über dem Töndler zusammenbrauten. In den Planungen zum Neubau des Pfarreizentrums in Suhr war ein Verkauf des Töndler vorgesehen. Nur dank des grossen Engagements der Gränicher konnte dies verhindert werden. So bleibt der Töndler auch in seinem 31. Lebensjahr ein zentraler Begegnungsort. «Damit trägt er wesentlich dazu bei, dass der Leitspruch von Gränichen „Ein Dorf zum Daheimsein“ mit Leben gefüllt wird», meinte Rolf Brunner als Vertreter der Gränicher Chrischona-Gemeinde in seinem Grusswort.

Frohes Beisammensein bei Speis, Trank und lüpfiger Musik
Am Pfarreimotto «vielfältig eins» orientierte sich auch das kulinarische Angebot am Pfarreifest, zu dem Antonio Mazzei, Präsident der Ortskirchenpflege, Gläubige und Gäste nach dem Gottesdienst einlud: Gross und Klein erfreuten sich an eritreischen, indischen, italienischen und Schweizer Köstlichkeiten. Musikalisch wurde das Fest umrahmt vom Gränicher Ländlertrio Wynegruess. Zum Abschluss wartete ein vielfältiges Dessertbuffet auf die Festgemeinde.

Ländlertrio Wynegruess  Rita Wismann  Rita Wismann bei der Predigt 

Weitere Bilder: Facebook - Pastoralraum Region Aarau - Fotoalbum "30 Jahre Töndler Gränichen"

Den Bericht im Wynentaler Blatt finden Sie hier

Den Bericht der Aarauer Nachrichten finden Sie hier

Bericht zum Fest

Pfarreizentrum Kölliken wieder eingeweiht

Die Marienstatue hat nach ihrer Tour durch zwölf Privathaushalte ihren Platz im umgebauten Pfarreizentrum wieder eingenommen. Am Sonntag, 13. August 2017 hat die Pfarrei Schöftland die Wiedereröffnung in Kölliken gefeiert.  

Mit einem Gottesdienst, musikalisch bereichert vom reformierten und katholischen Kirchenchor Kölliken und den Aarauer Turmbläsern, hat die Pfarrei Schöftland ihr Pfarreizentrum Mutter Gottes in Kölliken nach einjährigem Umbau wieder eingeweiht. Über 200 Personen füllten die Kirche bis auf den letzten Platz. «Auch die junge Palästinenserin mit ihrem unehelichen Kind, Maria, ist zurückgekehrt», kommentierte Pfarreileiter Beat Niederberger die Installation der Mutter Gottes-Statue. Wer mochte, durfte diese während des Umbaus für einen Monat bei sich beherbergen und seine Gedanken in einem Buch festhalten, das die Statue begleitete.

Die so gesammelten Ideen und Gebete werden nun gesichtet. «Vielleicht entsteht da noch mehr daraus», stellte Beat Niederberger in Aussicht.

Die Bedürfnisse aller Generationen berücksichtigt
Die Grundstimmung des Gottesdienstes war von Dankbarkeit geprägt: Gegenüber den Mitgliedern, deren Steuern die Umgestaltung ermöglichte und gegenüber der Reformierten Kirchgemeinde Kölliken, die die Katholikinnen und Katholiken während des Umbaus beherbergte. Mit dem behindertengerechten neuen Erdgeschoss und variabel nutzbaren Räumen im Untergeschoss trägt das umgestaltete Pfarreizentrum den Bedürfnissen aller Generationen Rechnung.

Gestützt auf den Religionsphilosophen Hubert Halbfas, wonach das Reich Gottes im unentgeltlichen Heilen und im gemeinsamen Essen den Hauptzweck findet, erklärte Beat Niederberger, warum es sich gelohnt hat, 2.3 Mio. Franken ins Pfarreizentrum Kölliken zu investieren: «Es ist ein funktionaler Raum mit spiritueller Tiefe und starkem Charakter.» Das Budget für den Umbau betrug 2.2 Mio. Franken, die Entscheidung für eine grosse Solaranlage hatte schliesslich Mehrkosten von rund 100'000 Franken zur Folge.

Vier neue Mitarbeitende im Gottesdienst begrüsst
Neu in den Dienst der Pfarrei Schöftland aufgenommen wurden:
- Pashke Coli, Sakristanin Kölliken
- Francesco De Faveri, Sakristan Schöftland (ab Oktober)
- Caroline Hoerdt, Religionspädagogin
- Eveline Kohler, Wegbegleitung

Zweites Fest zur Weihe der Sakramentenkapelle geplant
Zur Weihe der neu geschaffenen Sakramentenkapelle – diese bedingt die Anwesenheit eines bischöflichen Vertreters – werde es ein zweites Fest geben, sagte Pfarreileiter Niederberger. Die Terminanfrage sei beim Bistum Basel eingereicht worden. Diese Kapelle stellt den Kompromiss dar zwischen dem Bedürfnis der Pfarrei nach einem multifunktionalen Raum und der Vorgabe des Bistums, wonach Kirchen für geistliche Aufgaben reserviert sein sollen.  

Wohnüberbauung neben Pfarreizentrum geplant
Beim anschliessenden Apéro blickte Baukommissionspräsident Werner Ryter auch in die Zukunft. So soll auf der Wiese südlich des Pfarreizentrums eine Wohnüberbauung entstehen. Um diese «verdichtet, nachhaltig und ökologisch» zu planen, will die Kreiskirchgemeinde Aarau einen Projektwettbewerb ausschreiben. Mit dem Erlös aus der Überbauung sollen die Kosten des Umbaus des Pfarreizentrums wieder hereingeholt werden.

Fröhliches Mittagessen mit reichhaltiger Auswahl
Beim Apéro spielte die Musikgesellschaft Kölliken auf. Nach den Ausführungen von Baukommissionspräsident Werner Ryter waren alle Anwesenden zum Zmittag eingeladen. Die Festbesucher hatten die Wahl zwischen Pizza, Fischknusperli mit verschiedenen Salaten und Grilladen (Fleisch und vegetarisch). Während der Hauptgang von der Pfarrei gestiftet wurde, stellten die Mitglieder ein reichhaltiges Dessertbuffet zusammen. Zum Abschluss des tollen Festes pflanzte die Pfarreileitung einen Baum neben das Pfarreizentrum - als Zeichen für das Leben, das Gott jedem von uns geschenkt hat.

Marienstatue Kölliken  Aarauer Turmblaeser   Anbetung Maria, Frank E. Meier

Fotos: Andreas C. Müller, Horizonte-Pfarrblatt Aargau

Den Bericht im Wynentaler Blatt finden Sie hier

Den Hinweis im Mitteilungsblatt der politischen Gemeinde Kölliken finden Sie hier

Bericht Aargauer Zeitung zur Rückkehr der Mutter Gottes-Statue

Bericht Aargauer Zeitung zum Umbau

28. Mai 2017

Institutio-Feier des Bistums Basel in der Kirche Buchs

Die katholische Kirche St. Johannes und die Pfarrei Buchs-Rohr begehen 2017 ihren 50. Geburtstag. Die Buchser Kirche bildete aus diesem Grund am Sonntag, 28. Mai, den festlichen Rahmen für die Institutio-Feier des Bistums Basel.

Pfarreileiter Marco Heinzer und die Buchser Ortskirchenpflege durften zur Institutio-Feier des Bistums Ende Mai eine grosse Schar Gläubiger in Buchs willkommen heissen. Mit dieser öffentlichen Feier, die nur einmal im Jahr stattfindet, stellen sich Seelsorgende aus dem Bistum Basel in den Dienst an den Menschen. Unter ihnen ist dieses Jahr mit Veronika Scozzafava auch eine Seelsorgerin aus unserer Pfarrei. Die Institutio bildet die Basis für die Übernahme von seelsorgerlichen Aufgaben in der katholischen Kirche.

Hier bin ich!
Für die Institutio haben die vier Kandidatinnen und ein Kandidat, die in Buchs in den Dienst des Bistums aufgenommen wurden, einiges investiert: Alle haben sie erfolgreich ein Theologiestudium abgeschlossen sowie zusätzlich noch ein zweijähriges Nachdiplomstudium zur Berufseinführung bestanden. Mit dem laut vernehmlichen Zuruf «Hier bin ich!» bestätigten alle vier Kandidatinnen und der Kandidat ihr zukünftiges Engagement für die Menschen im Bistum.

Veronika Scozzafava mittendrin
Die Pfarrei St. Johannes freut sich ganz besonders, dass Veronika Scozzafava an der würdigen Feier in der Buchser Kirche ebenfalls in den Dienst des Bistums aufgenommen wurde. Veronika engagiert sich seit 2015 als Pastoralassistentin in Ausbildung mit ganzem Herzen für die Menschen in unserer Pfarrei. Veronika Scozzafava ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder. Wir freuen uns mit ihr zusammen und wünschen ihr für ihre zukünftige seelsorgerliche Tätigkeit in unserer Pfarrei alles Gute und viel Befriedigung!

Spirit of Hope umrahmt die Feier
Der Festgottesdienst wurde sehr eindrücklich umrahmt vom Gospelchor «Spirit of Hope» aus Nussbaumen/AG, unter der musikalischen Leitung von Andrea Graf und Christoph Wieder sowie dem Organisten Grimoaldo Macchia und Benjamin Rodriguez an Geige und Saxophon. Nach dem Festgottesdienst spendierte die Pfarrei Buchs-Rohr allen Besuchenden bei strahlendem Sommerwetter einen feinen Apéro, an dem sich Jung und Alt gleichermassen erfreuten.

Bericht im Buchser Boten

 

   

Pilgerreise Katechese Aarau

«Erlebnis Energie Entlebuch»

Die Reise Ende April war ein tolles Erlebnis. Das «Erlebnis-Energie-Entlebuch» war sehr spannend. Die Leiterinnen informierten die Kinder an den verschiedenen Posten über Windenergie und Torf. Das Wetter war bis nach der Mittagsrast gut, es gab sogar ein paar Sonnenstrahlen.

Die Kinder konnten sich sehr frei bewegen, Fussball spielen, miteinander plaudern beim gemeinsamen Essen, Federball spielen, unterwegs Ponys streicheln und vieles mehr. Die Stunden verflogen ganz schnell.

Der Himmel verdunkelte sich. Kaum waren wir im Bus Richtung Marbach, kamen auch schon die ersten Regentropfen. In Marbach regnete es heftig, was uns aber nicht davon abhielt die Andacht in der Grotte zu halten und Kerzli für unsere Anliegen anzuzünden. Behutsam trugen die Kinder ihre brennenden Opferkerzli durch den Regen zum Kerzenaltar. Der anschliessende Marsch bei starkem Regen dem Bach entlang nach Marbach war schon fast romantisch.

Eine gelungene Pilgerreise mit zufriedenen Kindern und Leiterinnen!

Text: Berta Lammer, Pfarrei Aarau

Kinder vor Windenergieanlage

Weitere Fotos finden Sie auf Facebook: https://www.facebook.com/pg/Pastoralraum-Region-Aarau-191465314218137/photos/?tab=album&album_id=1535005036530818

Erlebnisbericht

Geld gewonnen - Land zerronnen: Jugendtreffen 2017 des Pastoralraums

Das jährliche Jugendtreffen des Pastoralraums Region Aarau fand am 31. März 2017 in Suhr statt. 65 Jugendliche aus den fünf Pfarreien machten sich zum Thema «Geld gewonnen - Land zerronnen» Gedanken und genossen die Gemeinschaft miteinander.

Fruchtbarer Boden wird knapp, weltweit. Investoren aus Europa sichern sich Land für Ölpalmplantagen. Sie betreiben «Land Grabbing», was auf Deutsch Landraub heisst. Dieses Land fehlt den Bäuerinnen und Bauern. Da sie nicht mehr selber bestimmen können, wie sie ihr Land nutzen dürfen, ist ihre Ernährungsgrundlage nicht mehr sichergestellt und ihre Lebensgrundlage fehlt.

In einem Postenlauf wurden die Jugendlichen auf unterschiedlichste Weise zum Thema sensibilisiert. Beim Atelier «Aktion Neuland» schafften sie neues Land zum Anpflanzen, als Symbol für die Landrückgabe. Die Jugendlichen nagelten kleine Holzkisten zusammen, welche sie anschliessend bepflanzten. In einem anderen Atelier mussten sie überlegen, wo es auf der Welt am meisten Menschen gibt und wie viel Land dort jeder zur Verfügung hat.

Um Plantagen mit Palmöl anzubauen braucht es Land, und was es heisst sein eigenes Land zu verlieren, konnten die Jugendlichen anhand eines Planspieles erfahren. In welchen Lebensmitteln Palmöl drin ist und wofür dies gebraucht wird, sahen sie in einem anderen Atelier.

Auch konnten sie mit verschiedenen Blumensamen sogenannte Samenbomben selber machen. Diese Samenbomben mussten sie in ihrem Dorf an kahlen Stellen pflanzen! Was es heisst der erste zu sein, welche Strategie wichtig ist oder was für ein Gefühl es ist zu verlieren, konnten anhand eines Spiels erfahren.

Auftakt zum Abend mit dem Inputtheater Gier
Den Einstieg in die Thematik des Abends gestaltete Mayumi Balmer alias Meryl Marty mit dem Inputtheater Gier. In diesem Theaterstück verarbeitet Mayumi Balmer Eindrücke ihres Besuchs in Kalimanta, das nicht mehr so aussah, wie es ihre Eltern ihr erzählt hatten. Es ist nicht mehr der unberührte Wald, dafür verbrannte Erde. In der Luft liegt Rauch und Smog von den Ölpalmplantagen. Die Leute verkauften ihr Land, dafür hat man ihnen Jobs versprochen.  Doch von diesen gibt es nicht viele. Die Menschen arbeiten auf Land, das Ihnen nicht mehr gehört.

Meryl Marty hat diese Situation in ihrem Inputtheaterstück sehr gut dargestellt und die Jugendlichen so an die Thematik herangeführt.

Ein gelungenes Jugendtreffen mit motivierten Jugendlichen!

(Text: Andrea Moser, Religionspädagogin RPI Suhr)

Jugendtreffen 2017 Jugendliche Meryl Marty vom Inputtheater Gier Minenore

15. März 2017

Unterstützung für Mädchen und Frauen in Indien

Seit drei Jahren unterstützt die Pfarrei Suhr-Gränichen zwei Projekte von den School Sisters of St. Frances (Franziskanerschwestern) in Indien, ein Mädcheninternat in Nordindien und ein Altenheim für Frauen in der Nähe der Stadt Bangalore. Im November 2016 hat Pfarreileiterin Rita Wismann-Baratto die Projekte besucht. Am Mittwoch, 15. März, um 19 Uhr, hält sie dazu im Saal unter der Kirche in Suhr einen Bildervortrag.

Einen Monat hat Rita Wismann in Indien verbracht, begleitet und unterstützt von einer Ordensschwester, die sich für diese Projekte engagiert. «Vor zwei Jahren haben wir im Internat die Schlafräume der Mädchen mit Wolldecken, Kissen, Leintüchern und Moskitonetzen ausgerüstet und die Anschaffung von Schulmaterial finanziert», erzählt die Pfarreileiterin. «Frauen und Mädchen haben in Indien einen schweren Stand. Dank der Schulbildung bekommen sie Selbstvertrauen und die Möglichkeit einen Beruf zu lernen.» 101 Mädchen besuchen derzeit das Internat in Bicchia im Norden von Indien. Dieses wird von den Ordensschwestern interreligiös geführt, Hindus und Christen sind gleichermassen willkommen.

Beim Besuch hat Rita Wismann festgestellt, dass die sanitären Anlagen (WC, Waschbecken) in einem erbärmlichen Zustand sind und für die vielen Schülerinnen nicht ausreichen. Auf ihren Vorschlag hin plant die Schulleitung nun einen neuen WC-Anbau, an dem sich die Pfarrei finanziell beteiligen möchte.

Grosses Interesse in der Pfarrei an den Projekten
Das Interesse an den Projekten in der Pfarrei ist gross. Die Leute tragen das Anliegen mit. Das freut mich sehr», sagt Rita Wismann. «Deshalb werde ich dazu einen Vortrag machen.»

Die Spenden für Indien stammen einerseits aus gewissen Gottesdienst-Kollekten. Andererseits kommen auch bei Abdankungen in der Pfarrei immer wieder Beträge für Indien zusammen. «Wir geben, was wir geben können. Für konkrete Summen verpflichten wir uns ganz bewusst nicht, damit kein Druck entsteht», erklärt die Pfarreileiterin. Im 2014 zum Beispiel kamen inklusive Erlös des oekumenischen Basars über 20'000 Franken zusammen.

Neben dem Mädcheninternat unterstützt die Pfarrei ein Altenheim für bedürftige Frauen, damit diese nicht auf der Strasse leben müssen. Hier wurde eine Biogasanlage auf der Basis von Kuhmist mitfinanziert, mit der im Heim gekocht wird.

Persönliche Beziehungen als Türöffner
Entstanden ist das Engagement der Pfarrei aufgrund von Rita Wismanns persönlichen Verbindungen: «Meine Firmgotte ist Ordensschwester bei den Erlenbader Franziskanerinnen in Sasbach. So habe ich nicht nur Beziehungen zum Mutterhaus geknüpft, sondern dort auch Schwestern aus der indischen Provinz dieses Ordens kennengelernt. Es war seit Jahren mein Wunsch, Projekte dieser Schwestern zu unterstützen.»

Als Rita Wismann nach ihrem Amtsantritt dieses Anliegen mit dem Team besprach, fand sie offene Ohren dafür.

Schlafsaal Internat Indien Alte Frauen in Indien

29. November 2016

Kreiskirchgemeindeversammlung 2016

Am 29. November 2016 hat die Jahresversammlung der Katholischen Kreiskirchgemeinde Aarau stattgefunden.

Hier  geht es zu den Unterlagen.

webcontact-pastoralraumaarau@itds.ch